Das jetzt unter Denkmalschutz stehende Hauptgebäude wurde in den 1920er Jahren umgebaut. Es folgten weitere Anbauten und Erweiterungen, unter anderen die große Halle mit den Öfen.
Mitte der 90er Jahre, mit der Stilllegung der Porzellanproduktion, verfiel die Fabrik.
Teile des Werkes wurden vor kurzem abgerissen, die Nachtnutzungspläne für den Rest laufen, aber wer sich die riesigen, zerstörten hallen anguckt wir schwer an eine Wiederbelebung glauben. Es entstanden nur wenige Bilder die wir jetzt zeigen möchten.
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Porzellanfabrik
Dieses ehemalige Porzellanfabrik stand schon lange auf unserem „Wunschzettel“, jetzt wurde der Besuch auf der Durchreise umgesetzt.
Der Zugang war schnell gefunden und man orientierte sich erst einmal in der großen Fabrik mit den verwinkelten Hallen und Zugängen. Viele Einrichtungsgegenstände und Maschinen stehen hier ungenutzt herum und lieferten einige tolle Motive. Die Natur beginnt schon an einigen Stellen sich das Gelände zurück zu holen. Wir waren ganz alleine dort und genossen die Ruhe, leider war es schon spät und der Abschied nahte, da entdeckten wir noch die alte Energieversorgung mit den Öfen und Kesseln.
Eine tolle Urbexlocation, es hat sich wirklich gelohnt.
08-2020
Wir waren mal wieder in der Nähe und schauten hier vorbei. Der Vandalismus, aber auch der Verfall hat zugenommen, insgesamt noch alles im Rahmen.
Tonwarenfabrik
Diese Tonwarenfabrik wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet. Sie hatte im Laufe ihres Bestehens verschiedenen Besitzer und Namen.
Zuletzt war die Fabrik eingegliedert in einen VEB und es wurden hier verschiedenste Tonwaren hergestellt.
Es fanden sich noch Etiketten von Blumenziertöpfen. Außerdem wurden hier Krüge, Vasen und sogar Tafelservices produziert. Die Formen dazu findet man noch überall, aber es wurde auch schon viel zerstört und umgestoßen. Dazu kommt schon der Verfall der Gebäude, die jetzt schon 25 Jahre leer stehen.
05-2021
Nach vielen Jahren schauten wir hier noch einmal vorbei. Der Verfall ist weiter fort geschritten und der Vandalismus hält sich in Grenzen, dafür das der Ort eigentlich sehr bekannt ist. In der Umgebung wird gebaut bzw. ein Weg angelegt, ob es für den Abriss des Geländes ist wissen wir nicht. Leider kann man hier nicht mehr viel retten.
VEB Bodenbeläge
In einem kleinen Tal liegt diese beeindruckende Fabrik, mit langer Tradition.
Ein beachtliches Werk, errichtet in Klinkerbauweise baute sich vor uns auf.
Nachdem die Produktion vor ein paar Jahren eingestellt wurde, beginnt jetzt der Ausverkauf. Wir platzten mitten in die Arbeiten zum Entkernen der Fabrik, aber ein letzter Blick auf die Anlagen wurde uns gewährt.
Es gibt Pläne zum Verkauf, aber die Art der weiteren Nutzung steht noch nicht fest.
Hier wurden 100 Jahre lang verschieden Sachen produziert. Nachdem die Maschinen als Reparationsleistungen für die Sowjetunion abgebaut wurden, begann der Wiederaufbau und die Produktion von Bodenbelägen.
09-2021
5 Jahre nach dem letzten Besuch konnten wir uns die Fabrik noch einmal ansehen. Der Eigentümer hat gewechselt und dieser hat mittlerweile auch die Einnahmequelle von Besuchern entdeckt. Also konnten wir uns ungestört dort umsehen und die große Anzahl an Fotomotiven genießen und damit auch die riesige Fabrik ungestört besichtigen. Einige Maschinen sind scheinbar verkauft. Aber sehr viel ist hier noch nicht passiert. Was genau man hier vor hat bleibt weiter unklar. Am Firmenschild vor dem Tor sind sogar die Telefonnummern überklebt, wahrscheinlich sind diese von einem vorherigen Nutzer.
Trommeln für die Badeanstalt
Hier kommt man ins Schwärmen, die Türen standen offen und wir betraten ein Gebäude mit sehr schöner Architektur. Früher wurde noch Wert gelegt auf gut gestaltete Räume mit Säulen und schönen Verzierungen. Im Dachgeschoss ein weiterer beeindruckender Raum.
Aber es war schwierig etwas über die Geschichte des Geländes heraus zu bekommen.
Jetzt wird hier wieder Hand angelegt, die Räume waren ausgefegt und der Wildwuchs rund herum wurde beseitigt. Was passiert hier in Zukunft, Abriss oder ein neues Projekt? Auch das konnten wir nicht in Erfahrung bringen.
Zur Geschichte:
Erbaut als Badeanstalt, zog hier bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ein Industriebetrieb ein. Hier stellte man nun Musikinstrumente her. Es wurden leider ohne Rücksicht auf die schöne Säulenarchitekur Zwischendecken eingezogen, so dass die Säulen in den Räumen nun recht merkwürdig wirken, Kapitelle sich z.B. statt oben auf den Säulen am Boden befinden.
Später in der DDR wurde der Betrieb in einen VEB umgewandelt. Die Schließung erfolgte 1991.
08-2019
Das Gelände wurde vor 4 Jahren an einen Investor verkauft, der hier ein Kulturzentrum aufbauen wollte. Die Arbeiten begannen, die Zwischendecke wurde entfernt und das Ausmaß der Halle kam dadurch wieder zum Vorschein. Aber scheinbar gab es keine Baugenehmigung und die Arbeiten wurden wieder eingestellt. Auch zu einem Brand kam es, der aber gelöscht werden konnte.In diesem Zustand kann das Gebäude den Witterungsbedingungen kaum lange trotzen.
Seifen- und Parfümeriefabrik
Die Firma C.H. Oemig-Weidlich wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet. Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute man an dieser Stelle Gebäude, um Seife und Shampoo herzustellen. Zwischenzeitlich wurden hier auch Kakao- und Zuckerwaren produziert.
Die Enteignung des Eigentümers und die Umwandlung in einen VEB erfolgte 1952. Man begann mit der Herstellung von Haarpflegeprodukten.
Nach der Wende erfolgte eine Modernisierung und der Verkauf an einen Hamburger Kosmetikhersteller. Da der Erfolg aber ausblieb wurde die Produktion 1996 eingestellt. Seitdem stehen die Gebäude leer.
Holzwaren und Kinderwagen
Die Ursprünge dieses Betriebes gehen bis ins Jahr 1846 zurück, zuletzt wurden hier Kinderwagen produziert.
Die Erzeugnisse waren europaweit bekannt. Die Kinder- und Puppenwagen wurden in den gesamten RGW-Raum exportiert, auch Neckermann und Quelle gehörten zu den Kunden. Einst waren hier 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Produktion ist längst ins Ausland verlagert worden.
Betriebsteil 1
Betriebsteil 2
Hefefabrik
Der Ursprung dieses Industriestandorts geht bis auf das Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Es begann mit der Ziegelproduktion zum Aufbau einer expandierenden Stadt.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dann schon eine Dampf-Mälzerei-Brennerei errichtet. Dieses florierende Unternehmen war an vielen neuen Entwicklungen und Erfindungen beteiligt. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges folgten noch Namens- und Eigentümerwechsel. Die Hauptprodukte waren aber immer Alkohol und Spiritus.
Bis 1955 wurde die Hefefabrik dann treuhänderisch verwaltet, bis die Enteignung erfolgte. Es wurde ein VEB gegründet und in den VEB Bramsch Dresden eingegliedert, der hier vornehmlich Hefe und ein Abprodukt davon – Lebensmittelalkohol – produzierte. Der Standort wurde zum führenden in der Hefeproduktion der DDR und des gesamten Ostblocks.
1991 verkaufte die Treuhand den VEB an einen Brennereibesitzer, der hier bis 2001 Rohalkohol herstellte.
Ein kleines Video der Hefefabrik
Tuchfabrik Pürschel
Eine der wenigen noch komplett erhaltenen Tuchfabriken in dieser Stadt. Während des 2. Weltkrieges wurden viele Textilfabriken zerstört und später nur notdürftig wieder aufgebaut.
Im Moment wird das Gelände von einer Likör- und Sprirituosenfabrik genutzt. Große Teile der Fabrik stehen aber weiterhin leer. Ein Highlight war das noch sehr gut erhaltene Heizhaus.
Erbaut wurde die Tuchfabrik 1924. Bis 1991 wurden hier diverse Stoffe und Tücher gewebt und gefärbt.





































































































































































































































































































































































