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Schloss Mint

Auf den Resten eines Rittergutes wurde hier im 17. Jahrhundert dieses Schloss errichtet.
Im Norden wurde ein Wirtschaftshof gebaut. Auch eine Parkanlage umgiebt das Anwesen.
Eine Gräfin war auch am Ausbau des Saals beteiligt, dieser ist heute noch sehr gut erhalten.

Bis 1945 war das Schloss im Besitz der Adligen und wurde dann nach dem Krieg enteignet. Hier zog dann ein VE Gut ein. Nach der Wende dann, wie so oft der Leerstand und um die Jahrtausendwende erfolgte der Verkauf an eine Investorengruppe.

Aber nichts passierte. Ein weiterer Verkauf vor ein paar Jahren weckte Hoffnung. Es begannen Restaurierungsmaßnahmen, aber scheinbar wurden auch diese wieder abgebrochen. Ansätze zur Nutzung waren auch hier vorhanden, aber da der Investor heute schweigt werden diese Pläne wohl nicht umgesetzt werden.

Das Hanseschloss

Erbaut wurde dieses Schloss in der jetzigen Form um 1830 in der Nähe einer Hansestadt.
Eine Persönlichkeit aus einer größeren Stadt kaufte ein paar Jahre später das Anwesen und dessen Familie blieb hier auch bis 1945 und bewirtschaftete das Gut. Auch der umgebene Park wurde neu gestaltet. Die Familie wurde nach dem Krieg enteignet und die russischen Besatzer richteten hier ein Altersheim ein.

Die Wende zog dann Investoren hier her. Pläne entstanden, hier ein Tagungszentrum zu errichten. Fördergelder flossen und es wurde sogar angefangen das Schloss zu sanieren. Man begann mit dem Dach, Fenster und Fassade. Aber die Pläne wurden nicht umgesetzt und das Anwesen stand weiterhin leer. Es erfolgten weitere Besitzerwechsel unter anderem auch Leute, die nur Fördermittel abgreifen wollten. Heute steht das Schloss wieder zum Verkauf.
Die letzten Interessenten sprechen von einem Seniorenwohnsitz, der hier entstehen soll. Wir werden sehen ob das umgesetzt wird.

Das Flaschenhaus

Dieser Lost Place ist recht bekannt und da wir auf der Durchreise waren, wollten wir dieses skurrile Gebäude auch einmal ansehen. Man muss sagen, das es sich immer noch gelohnt hat, da man so ein Haus wahrscheinlich kein zweites Mal sieht. Heute ist es durch Vandalismus schon stark mitgenommen, aber die Lage einsam im Wald lässt den Schutz ja fast nicht zu. Mitten in einem Wandergebiet liegt dieses Flaschenhaus, aber wie kommt es hier her?

Es ranken sich viele Geschichten rund um das Anwesen. Wir geben hier mal die wahrscheinlichste Version wieder. Der Erbauer wollte hier, in den 1970er Jahren mit einfachen Mitteln sein Wohnhaus errichten, deshalb bot sich der preisgünstige Baustoff an. Flaschen im Verbund mit Beton. Eine Baugenehmigung gab es natürlich nicht. Das die Konstruktion robust ist, zeigt sich ja auch heute noch. Es war eigentlich alles vorhanden, autarke Stromversorgung, Wasser, WC sogar eine frei stehende Badewanne im Garten ist vorhanden. Das muss früher schon ein Anblick gewesen sein, wenn Wanderer hier vorbei kamen und der Hausherr in der Wanne saß.

Aber wo ist der Erbauer jetzt? Man sagt das es hier viele Polizeieinsätze gegeben hat und der Besitzer wohl auch auf die Beamten geschossen hat. Am Zaun befindet sich auch Stacheldraht, was ja zu einer Verschanzung im Wald passt. Andere Berichte sprechen davon, das der Mann verstorben ist, wann ist nicht bekannt.

Das Schloss des Herrn Baer

Das Schloss wurde Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet, von Außen ist es eher schlicht gehalten in seinem rechteckigen Grundriss.
Eine Erweiterung erfolgte dann Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Anbau von 2 Seitenflügeln.

In Zeiten der DDR war hier auch einmal ein Landlaboratorium untergebracht.Auch eine weitläufiger Park gehört zum Anwesen, der heute für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Auch die Wirtschaftsgebäude befinden sich in Nutzung. Wann genau die Nutzung hier endete ist nicht bekannt. Aber es sind keine Anzeichen einer Modernisierung nach der Wende zu erkennen.

Heute ringt die Stadt um eine Nutzung des Schlosses, Fördergelder werden benötigt, aber es ist schwierig.
Geplant war ein Umbau zu barrierefreien Wohnungen und auch pflegebedürftige Menschen sollten später hier einziehen und betreut werden.
Heute scheint der Traum geplatzt, da die benötigten Mittel nicht genehmigt wurden.

Schloss der schönen Decken

Zur Nutzungsgeschichte des Schlosses:
Bis 1945 war es im Besitz eines Adelgeschlechtes, bis zur Wende wurde das Schloss als Schule mit Internat, als Kino und Ferienobjekt genutzt. Kurzzeitig dann als Schule und hin und wieder fanden hier Ausstellungen statt. Heute steht es zum Verkauf.

Zur Baugeschichte des Schlosses:
Dieses Schloss wurde erstmals zu Beginn 14. Jahrhundert erwähnt und hat dadurch eine lange Umbau- und Erweiterungshistorie. Deshalb hier einmal stichpunktartig die wichtigsten Daten:
– 16. Jahrhundert, Ausbau und Erweiterung mit 3 Flügeln und 2 Geschossen
– 17. Jahrhundert, Beschädigung durch ein Feuer
– 17. Jahrhundert, Wiederaufbau und Einbringung von jetzt noch vorhandenen Stuckdecken
– 18. Jahrhundert, das Schloss wurde um ein Geschoss ergänzt und ein vierter Flügel angebaut
– Ende 18. Jahrhundert, ab dieser Zeit begann eine Vernachlässigung des Schlosses
– 19. Jahrhundert, Restaurierung und Errichtung des Schlossparks
– 1945 starke Beschädigungen durch einen Bombenangriff, ein Flügel wurde ganz und ein anderer zum Teil abgerissen
– 1970er Jahre, Einsturz eine Turmes
– zu Beginn der 1990er Jahre erfolgten Restaurierungsmaßnahmen

Das Regenschloss

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde hier mit dem Bau des Schlosses begonnen. Ein weiterer Umbau erfolgte 1660, der Zugang wurde erschwert da ein Torhaus gebaut wurde. Die Bauernunruhen machten eine bessere Sicherung des Anwesens nötig.

Die 3. Umbauphase erfolgte dann gut 100 Jahre später, Der Turm wurde verschönert, mehrere Kamine eingebaut und die Decken mit Stuck versehen. Viele Jahre wurden dann keine größeren Umbauten vorgenommen, erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Schloss mit 2 Seitenflügeln versehen und eine Terrasse zum Schlosspark hin errichtet.

In den 1940er Jahren wurden hier Lehrer ausgebildet, zu Kriegsende wurde hier ein Lazarett eingerichtet. Nach der Enteignung in DDR Zeiten diente das Schloss bis Anfang der 1990 Jahre als Kinderheim.

Im Jahr 2023 kamen wir hier nocheinmal bei Sonnenschein vorbei.
Die beiden letzten Bilder in der Galerie zeigen das.

Haus Errol Starr

Ein kleines Haus am Rande der Siedlung, im Sommer ist es kaum zu erkennen.
Mittlerweile völlig zugewachsen fällt es dann im Sommer kaum noch auf. Im inneren ist es zerwühlt und geplündert. Viele Sachen aus den 1990er Jahren lassen den Schluss zu das es seit über 20 Jahren verlassen ist. Wir fanden alte Amiga Schallplatten und eine von Errol Starr, bisher war er mir unbekannt. Zuletzt lebte hier wohl eine ältere Dame, diesen Schluss lässt die Einrichtung und die gefundene Kleidung zu. Nebenan noch ein kleiner Stall und eine Hundehütte, das war der Besitz des letzten Bewohners hier.

Das Graue Rittergut

Das Rittergut hat eine über 200 jährige Geschichte, erste Erwähnungen stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert, als das Gut den Besitzer wechselte und in private Hände viel.
Aus dieser Zeit stammen dann wohl auch die Erweiterungen, wie Bau des Gutshauses und die Gestaltung des Parks, sowie der Bau der benötigten Wirtschaftsgebäude. Die letzte Nutzung als Schule lässt sich überall noch erkennen. Auch sind hier schon neue Fenster eingesetzt worden, die den Charakter des Hauses etwas verschandeln.
Im Inneren finden wir wenig Hinterlassenschaften, aber ein paar Räume lassen auf den früherer Glanz schließen. Der Eingangsbereich mit den Säulen und der zuletzt als Chemie bzw. Laborraum zeugen vom alten Glanz.

Gutshof Abwasser

Geschichtliches über Entstehung und Erweiterungen lassen sich kaum finden. Nur einige Adlige die hier wohnten, lassen sich finden.

Zuletzt hatte die LPG dort eine Küche und betrieben und eine Verwaltung war ansässig. Wie es aus sieht war hier auch eine größere Werkstatt in den Nebengelassen vorhanden.
Heute ist das Gutshaus in katastrophalem Zustand. Die Treuhand verkaufte das Gelände, aber der Eigentümer hat kein Interesse. Bis auf Ablagerungen von Baumaterial wie Abwasserrohre und Schutt, wurde das Gelände kaum genutzt.

Nun muss die Gemeinde die notwendigsten Maßnahmen zur Verkehrssicherung alleine stemmen. Ein Feuer vernichtete das Gutshaus, das bis auf die Grundmauern abbrannte, nur die Nebengebäude stehen heute noch.

Puschkinvilla

Das war einmal eine Villa des Betriebsdirektors eines großen ansässigen Betriebes.

In DDR Zeiten diente sie dann auch einmal als Klubhaus. Hier fanden viele Veranstaltungen statt, im Park finden wir noch Klettergerüste auch eine Eisenbahn und ein Karussell gab es hier einmal.

Leider können wir sonst wenig Infos über das Haus finden.