Archiv der Kategorie: Wohnen

Das kleine Häuschen

Wir fahren durch einen kleinen Ort in der Provinz. Plötzlich taucht ein kleines Häuschen inmitten der größeren renovierten Gebäude auf. Kurzentschlossen schauen wir nach und finden diese Zeitkapsel die gefühlt schon ein paar Jahrzehnte verlassen ist. Die Decke fast eingestürzt und viel Sand und Putz liegt im Wohnzimmer auf dem Boden, eine Tür ist dadurch nicht mehr zu öffnen. Wie es scheint, lebte hier zuletzt eine alte Frau in dem kleinen Haus. Sie hatte es sich bis zum Schluss gemütlich gemacht, was mit ihr geschehen ist wissen wir aber nicht auch nicht warum ihr Hab und Gut keinen mehr interessiert.

Schloss Siethen

Die Geschichte dieses ehemaligen Herrensitzes beginnt im 15. Jahrhundert. Im Besitz der Familie von Schlabrendorf blieb das Anwesen lange Zeit, dann begann die Epoche der Besitzerwechsel, bis ein Berliner Kaufmann es 1879 umbauen ließ. In dieser zeit wurde auch der Park gestaltet. Eine Erweiterung erfolgte kurze Zeit später. In der Zeit des 2. Weltkrieges wurde das Schloss als Lazarett genutzt, später dann als Flüchtlings-, Jugend- und Kinderheim. im Jahr 1952 erfolgten dann weitere Umbaumaßnahmen um es an die Nutzung anzupassen. Auch das Dachgeschoss wurde aufgestockt. Die letzte Nutzung war dann als Jugendwerkhof, irgendwann wurde das dann aber zu teuer und entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Hier wurden bis zu 84 Kinder- und jugendliche betreut.
2017 kaufte dann die Adelsfamilie Knesebeck das Schloss und richtet hier 27 feudale Eigentumswohnungen ein. Die Bauarbeiten finden noch statt und wir konnten das Haus in seiner ursprünglichen Form erkunden. Im Schlosspark finden wir noch die Spuren der letzten Bewohner. Bald ziehen hier aber die ersten „feudalen“ ein.

Haus des Fallschirmjägers

Hier lebte einmal ein Fallschirmjäger. Warum seine Sachen hier zurück blieben ist uns nicht bekannt.
Früher gab es hier noch ein Restaurant und ein paar Fremdenzimmer. Aber die Speisekarte zeichnet noch DM Preise aus, also scheint hier der öffentliche Gastbetrieb schon über 25 Jahre eingestellt worden zu sein.
Wir finden aber noch Rezensionen die deutlich jünger sind. Vielleicht ist die gefundene Speisekarte ein Relikt aus vergangenen Tagen.

Arngerðareyri Farm

Diese Farm im Norden Islands wurde im Jahr 1928 erbaut und 1966 schon aufgegeben. Das noch erhaltene ehemalige Bauernhaus ist ein stattliches Steinhaus im Stil einer Burg und wird allgemein als Kastalinn bezeichnet. Es wurde ursprünglich 1929 für den Leiter einer Handelsgesellschaft erbaut. Das Gebäude verfügte über sechs Schlafzimmer, fließendes Wasser, einen Balkon, eine Wassertoilette, Fliesen auf dem Boden und Marmor, der speziell für aus Italien bestellt wurde. Das Haus wurde 1966 größtenteils verlassen, wurde aber seit dem Erwerb durch neue Eigentümer im Jahr 2012 langsam renoviert. Wir sahen das es neue Fenster gibt aber wie es schien wohnt hier immer noch niemand.

Schloss Kummer

Dieses Schloss hat eine lange Geschichte und wurde hier im 16. Jahrhundert errichtet. Wie so oft bei diesen Anwesen gab es dann im Verlauf der Geschichte verschiedenen Besitzer, Zerstörungen durch Feuer und Wiederaufbau. Vor rund 100 Jahren wurde das Schloss dann als Kinderheim genutzt. Ein paar kurze Umnutzungen während und nach dem 2. Weltkrieg gab es noch, dann wurden hier wieder Kinder betreut. Seit ca. 30 Jahren steht es jetzt aber leer und verfällt immer weiter, einige Bereiche sind schon eingestürzt. Es gab wohl mal Versuche der Sicherung aber der Zahn der Zeit nagt an dem alten Schloss immer weiter.
Heute steht das marode Schloss zum Verkauf, aber es wird ein hoher Preis verlangt und das Risiko hier zu investieren ist schon sehr hoch.

Die DDR Zeitkapsel

In einem kleinen Ort findet sich diese Zeitkapsel mit vielen DDR Fundstücken.
Die Kalender sind hier Weihnachten 2010 „stehen“ geblieben.

Maison Delhez

Dieses Haus am Rande einer kleinen Stadt war früher sicher etwas besonderes und der Traum des Besitzers.
Hier ist nichts von der Stange und nichts gerade. Leider muss man etwas Phantasie aufbringen wie schön es hier einmal ausgesehen hatte, da ein Feuer das Haus vernichtetet. Wahrscheinlich baute der ehemalige Bewohner, über dessen Schicksal uns nichts bekannt ist, jahrelang an seinem zu Hause. Außen steht noch ein Baugerüst am ehemaligen Dach, das ein Opfer der Flammen geworden ist. Wir fragen uns ob einem die Optik des Gebäudes nicht irgendwann überdrüssig wird. Denn alles hier scheint handgefertigt. Aber wahrscheinlich gefiel das dem Bewohner so gut das er dieses Heim nie mehr verlassen wollte.

Little Green House

Der Namensgeber für diesen Ort, sind die grün gestrichenen Dachkästen. Das kleine, alte Haus sticht in dieser Gegend durch sein Äußeres hervor, wo moderne Bauten das Gesicht der Siedlung prägen.
Der Zustand ist schon sehr schlecht, was auf jahrzehntelangen Leerstand hin deutet. Warum hat die Familie dieses zwar einfache, aber gemütlich eingerichtete Heim verlassen?

Maison Romantica

Im strömenden Regen betreten wir diese schöne Villa. Die Räume sind weitestgehend leer geräumt, aber versprühen noch den Charme und Reichtum aus der Zeit, als es hier noch Bewohner gab. Wann diese hier verschwunden sind und die Villa leergeräumt zurück gelassen haben, ist uns nicht bekannt.
Besonders schön ist das Treppenhaus mit den wunderschönen Bemalungen, auch einige Decken haben Bilder. Sowie die vielen Kamine hier.

Villa der Raritäten

In diesem Haus wurde alles zurück gelassen. Scheinbar lebte hier zum Schluss jemand in einem Zimmer mit Krankenbett und Fernseher. Die anderen Räume sind noch eingerichtet mit alten Möbeln, auch finden wir einige Puppen hier. Viel ist hier zerwühlt worden. Früher wurde hier auch der Hof bewirtschaftet, es gab einen Stall und die Fahrzeuge und Geräte dafür. Über das Schicksal der letzten Bewohner ist aber nichts bekannt.