Auf dem Gelände eines ehemaligen skandinavischen Kleinbauernhofs entstand in der Mitte des 20. Jahrhunderts ein spezialisierter Zuchtbetrieb für Pelztiere. Mit der Blütezeit der Pelzindustrie wurde das kleine landwirtschaftliche Areal massiv erweitert und schrittweise modernisiert. Durch den Wandel im Tierschutzrecht, steigende Betriebskosten und den drastischen Rückgang der Nachfrage nach Echtpelz wurde der Betrieb schließlich in den späten 2000er-Jahren endgültig stillgelegt und sich selbst überlassen.
Der Farm-Trakt bestand aus 8 parallel verlaufende, langgestreckte Holz- und Stahlprofil-Sheds, die ca. 45 m × 3,5 m groß waren. Dort waren zweireihig angeordnete Drahtgitter-Käfigbatterien mit automatisierten Tränkesystemen und händisch befüllbaren Futterrinnen installiert.
Die Korrosions- und Verfallsprozesse sind weit fortgeschritten. Während die Holzkonstruktionen der Außenställe durch Feuchtigkeit stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, stehen die metallenen Käfigreihen größtenteils noch vollzählig. Der Naturraum holt sich das Areal sukzessive zurück; dichtes Unterholz durchwächst die verlassenen Gänge der Zuchtanlage.



















