Erzbergwerk

Das ist ein Teil des ehemaliges Eisenerz-Bergwerk in einer historischen Bergbauregion. Die Grube zählte einst zu den tiefsten Erzförderanlagen des Kontinents mit einer Teufe von ca. 1.050 Metern

Es gibt ein verzweigtes Netz aus Sohlen, Strecken und Abbauräumen bis unter die 900-Meter-Marke. Der 28m hohe Förderturm hoher Stahlbeton Turm ist weithin zu sehen. Das gesamte Untertage-System ist heute mit Grundwasser geflutet.
Der Beginn des strukturierten Abbaus war im 19. Jahrhundert. In den 1920er Jahren entstand der prägende Betonturm, um die tiefen Fördersohlen zu bedienen. In Kriegszeiten diente der Kopfbau vorübergehend als FLAK-Stellung.

Ihre wirtschaftliche Blüte erlebte die Anlage in den 1960er Jahren als dominierender Arbeitgeber der Region. Durch veränderte Marktbedingungen folgte Ende der 1970er Jahre die endgültige Stilllegung. Nach Deaktivierung der Wasserhaltung liefen die tiefen Sohlen binnen kurzer Zeit voll. Über mehrere Jahrzehnte lagen die Oberflächenbauten brach und witterten ungehindert ab. Nach über drei Jahrzehnten Leerstand wurden Teile des Oberflächenareals für kulturelle und künstlerische Zwischennutzungen erschlossen. Dieser Teil hier aber ist ein klassischer Lost Place und wird vielleicht demnächst touristisch genutzt.