Schienenfriedhof

Hier verfällt ein vergessenes Kapitel der schwedischen Eisenbahngeschichte.
Entlang eines ehemals vitalen Streckennetzes liegt das Areal das einst als wichtiger Knotenpunkt für den Güter- und Personenverkehr diente. Nach der Einstellung des regulären Betriebs im späten 20. Jahrhundert übernahm ein Museumsverein das Gelände samt der verbliebenen Infrastruktur. Doch mit dem schleichenden Rückzug des Vereins überließ man einen Großteil des rollenden Materials dem Verfall. Mehrere Rangier- und Streckendiesellokomotiven stehen verwaist auf den Gleisen. Die Motoren – teils robuste V8-Diesellate – sind massiv ausgeschlachtet, Armaturenbrett und Bedienelemente wurden größtenteils durch Vandalismus oder Souvenirjäger zerstört.

Mehrere Holz- und Stahlwaggons der schmalspurigen Bauart 891 mm rotten langsam im feuchten Waldklima vor sich hin. Die charakteristischen Holzverkleidungen spalten ab, und die Dächer sind großflächig durchgerostet. Die Handweichen sind fest gerostet, während das dichte Unterholz die Schwellen und den Schotteroberbau schrittweise überwuchert.