Archiv der Kategorie: Hotels

Jagdschloss Riesenstern

Dieses Jagdschloss wurde von einem Herzog errichtet, der sich besonders der Jagd und dem Schlossbau verschrieben hatte.
So baute er hier Mitte des 18. Jahrhunderts dieses Jagdschloss als Eingang und zum Schutz seines Jagdreviers.

Das heutige Erscheinungsbild verdankte das Schloss dann einer Hotelplanung um 1900, die dann auch umgesetzt wurde und das auf den Ruinen des alten Jagdschlosses errichtet wurde. Weiter Umbauten erfolgten in den 1920er und 1930er Jahren. Später, in der DDR betrieb die Handelsorganisation „HO“ das Haus. Die letzten Modernisierungen fanden hier in den 1970er Jahren statt, bis das Hotel Mitte der 80er Jahre, wegen Baumängeln, geschlossen wurde.

Da der Standort Ausgangspunkt für einige Wanderungen ist, herrschte hier trotzdem reger Verkehr und deshalb steht das Gebäude wohl auch noch relativ gut da. Heute ist das alte Schloss in Privatbesitz und steht unter Denkmalschutz. Einige Investoren hatten Pläne für diesen Standort, aber bis jetzt wurden keine davon umgesetzt.

Schimmelhotel in den Bergen

Das Hotel liegt in einem kleinen Bergdorf.
Wir konnten sehen das es vor langer Zeit aufgegeben wurde, die Natur hat sich hier schon einiges zurück geholt. In fast jedem Raum hat sich der Schimmel ausgebreitet und in einigen wachsen sogar die Pflanzen. Da lachte das Urbexer Herz und wir konnten den enormen Verfall dokumentieren. Auf ein nasses Bett schien die Sonne und die Feuchtigkeit verdampfte in leichten Rauchschwaden, so hatte ich das bisher noch nie gesehen.
Historische Daten sind uns leider nicht bekannt.

Hotel am Bahnhof

Für uns erstaunlich ist, das die Recherche über dieses Hotel kaum Erkenntnisse bringt.
Es wird eine alte Postkarte gefunden oder die Zeitungen verstecken ihre Berichte hinter einer Bezahlschranke.
Man erfährt das der Abriss bevor steht, da die Stadt jetzt Eigentümer des Hotels ist.
Also jetzt die vor Ort Erfahrungen. Mehrere Etagen boten einige Zimmer in diesem verwinkelten Hotel. Die Ausstattung ist in die Jahre gekommen und hat in diesem Zustand sicherlich kaum Chancen nach der Wende gehabt. Im großen Speisesaal ist noch am ehesten der letzte Zustand zu sehen. Dunkle Holzvertäfelungen und Lampen im DDR Schick sind hier geblieben. Die Küche hat auch keine Modernisierung erhalten.

Saal Waldhaus

Über die Entstehung es Hauses bekamen wir nichts mehr recherchiert. Frühere Nennungen sprachen von einem Hotel.
Aber zu DDR Zeiten wurde hier ein Ferienlager eines Brandenburgischen Bahnwerkes betrieben. Wir fanden noch ein Klettergerüst im Wald und weiter Spielgeräte. Nach der Wende wurde eine Renovierung begonnen, die aber bei der Entkernung stehen blieb und somit im angrenzenden Gebäudeteil nur noch kahle Zimmer hinterließ. Deshalb hier fast nur Bilder vom Saal des Hauses.

Ferien im Europagarten

Dieses Urlauberdorf wurde in den 1970er Jahren errichtet. Es gab einen Bürotrakt mit Kantine und einige kleine Lauben, sowie ein Bettenhaus im DDR Leichtbaustil.
Nach der Wende wurde hier modernisiert aber der Komfort entsprach ja immer noch dem DDR Standard. Deshalb wurde hier scheinbar versucht andere Übernachtungsgäste zu finden. Ziel waren Monteure die hier in der Gegend oder in der Hauptstadt zu tun hatten und eine kostengünstige Bleibe suchten.
Natürlich waren auch andere willkommen, aber wie es scheint ging dieser Plan nicht auf, oder ein anderer Umstand sorgte hier für die Aufgabe. Da in der Küche fast alles stehen und liegen gelassen wurde, lässt das auf überstürztes Verlassen schließen. Auch viele alte Unterlagen sind noch zu finden.
Hier hat Vandalismus auch schon dafür gesorgt, das im Haupthaus fast alles zerstört wurde. Aber in den Lauben und im Bettenhaus fanden wir wunderbaren Verfall.

Haus Völkerfreundschaft

Viele Feriendomizile oder -lager hatten in der DDR den Namen Völkerfreundschaft, ein immer wieder arg strapazierter Begriff in den Zeiten des Sozialismus. Dieses hier lag an einem See in einer landschaftlich schönen Region. Auch heute ist hier die Naherholung ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Rund um den See gibt es viele private Wochenendgrundstücke. Das Ferienhaus liegt inmitten dieser Anlagen und seit langem im Dornröschenschlaf. Wie meistens hatten die Zimmer eine einfache Ausstattung ohne Bad, Gemeinschaftsräume zum Essen und für Veranstaltungen waren vorhanden. Etwas abseits der eigene Trakt für die Warmwasserversorgung und Heizung. Die Beschickung des Heizkessel erfolgte hier, sehr modern, mit einem Förderband.

Bowling im Waldhotel

Wir betreten eine Gaststätte mit langer Tradition, hier wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts die erste Gastwirtschaft eröffnet. Diese blieb dann auch über mehrere Generationen in Familienbesitz, bis in den 1960er Jahren eine Enteignung erfolgte. Nach der Wende erfolgte der Neuanfang mit großen Umbaumaßnahmen. Bis vor einigen Jahren das Aus dieser Traditionsgaststätte kam, warum wissen wir nicht. Scheinbar wurde es verkauft und seit dem nicht mehr geöffnet, vielleicht ein Spekulationsgrundstück? Aber das ist Spekulation.
Es war alles vorhanden und es ist eigentlich unverständlich das es hier nicht laufen sollte. Es gab neben der Gaststätte, ein Hotel, die Bowlingbahn und auch ein Biergarten am Wasser mit herrlichem Blick auf die Landschaft lockte Tagestouristen an. Hier wurden traditionelle Gerichte der Region serviert.

Der Waldhof

Viele Informationen findet man nicht über diesen Gasthof. Aber Tradition scheint ja vorhanden zu sein, wir finden Postkarten des Saals, die diesen vor über 100 Jahren zeigen. Es gab einmal ein Hotel, Gaststätte und den schönen Saal mit aufwendigen Pfeilern und Verzierungen.
Heute ist der Hotel- und Wohnbereich zerwühlt, um nicht zu sagen zerstört. Der Kalender blieb im Jahr 1998 stehen, ein untrügliches Zeichen dafür wann hier die Lichter aus gingen. Der letzte Besitzer spricht davon, das Forderungen des Alteigentümers und mangelnde Unterstützung der Verwaltung das Aus besiegelten.
Die Gäste von früher schwärmten von der tollen Atmosphäre hier, egal ob beim Karneval, Betriebsfeiern, Disko oder privaten Anlässen. Auch über Essen und Getränke wurde nicht gemeckert.

Pension zur Mühle

Dieses Haus hat eine lange Tradition, schon im 14. Jahrhundert wurde dieser Ort das erste Mal erwähnt. Zwar war es eine Mühle die viele Jahre hier mit Wasserkraft betrieben. Wann genau daraus eine Pension wurde wissen wir nicht, aber der Mühlbetrieb wurde gegen Ende der 1950er Jahre eingestellt.
Sie war jahrelang beliebt bei Ausflüglern die hier am See Erholung suchten und in der nahen Gaststätte konnte man verweilen und sich stärken. Aber die Pension hat vor ein paar Jahren geschlossen als die damaligen Pächter in Rente gingen, die Suche nach Nachfolgern blieb bis heute erfolglos und die angekündigte Wiedereröffnung fand bis heute nicht statt.
An den Möbeln fanden wir noch Aufkleber eine Berliner Hochschule, ob diese hier früher einmal ihre Gäste unterbrachte oder die nur die DDR Möbel hier verwendet wurden lässt sich nicht heraus bekommen.

Ferienheim Moos und Schimmel

In einem kleinen Ort im Erzgebirge finden wir dieses Ferienheim vor. Informationen dazu sind leider spärlich gesät.

Der Trägerbetrieb war einmal ein Kraftwerk das in den 1970er Jahren errichtet wurde.

Das Ferienheim wurde scheinbar später einmal durch einen neues Bettenhaus oberhalb erweitert. In diesem Gebäude befindet sich auch das Schwimmbad. Das Haupthaus ist mittlerweile durch die Witterung stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Daraus resultiert dann auch der Name des Beitrages.

Das Bettenhaus ist noch gut in Schuss aber leer geräumt, scheinbar wurde hier nach der Wende noch versucht ein Tagungshotel zu etablieren. Wann genau hier der Betrieb eingestellt wurde, wissen wir nicht aber wie bei so vielen anderen Objekten dieser Art, vor rund 20 Jahren.