Archiv der Kategorie: Hotels

Pension zur Mühle

Dieses Haus hat eine lange Tradition, schon im 14. Jahrhundert wurde dieser Ort das erste Mal erwähnt. Zwar war es eine Mühle die viele Jahre hier mit Wasserkraft betrieben. Wann genau daraus eine Pension wurde wissen wir nicht, aber der Mühlbetrieb wurde gegen Ende der 1950er Jahre eingestellt.
Sie war jahrelang beliebt bei Ausflüglern die hier am See Erholung suchten und in der nahen Gaststätte konnte man verweilen und sich stärken. Aber die Pension hat vor ein paar Jahren geschlossen als die damaligen Pächter in Rente gingen, die Suche nach Nachfolgern blieb bis heute erfolglos und die angekündigte Wiedereröffnung fand bis heute nicht statt.
An den Möbeln fanden wir noch Aufkleber eine Berliner Hochschule, ob diese hier früher einmal ihre Gäste unterbrachte oder die nur die DDR Möbel hier verwendet wurden lässt sich nicht heraus bekommen.

Ferienheim Moos und Schimmel

In einem kleinen Ort im Erzgebirge finden wir dieses Ferienheim vor. Informationen dazu sind leider spärlich gesät.

Der Trägerbetrieb war einmal ein Kraftwerk das in den 1970er Jahren errichtet wurde.

Das Ferienheim wurde scheinbar später einmal durch einen neues Bettenhaus oberhalb erweitert. In diesem Gebäude befindet sich auch das Schwimmbad. Das Haupthaus ist mittlerweile durch die Witterung stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Daraus resultiert dann auch der Name des Beitrages.

Das Bettenhaus ist noch gut in Schuss aber leer geräumt, scheinbar wurde hier nach der Wende noch versucht ein Tagungshotel zu etablieren. Wann genau hier der Betrieb eingestellt wurde, wissen wir nicht aber wie bei so vielen anderen Objekten dieser Art, vor rund 20 Jahren.

Der Erbgerichtshof

Dieses Gasthaus wurde schon im 16. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt. In den folgenden Jahren folgten viele Besitzerwechsel und Umbauten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Haus aus dem Besitz des Erbgerichts ausgelöst und verkauft.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts vernichtete ein Brand das Gasthaus, welches aber postwendend wieder aufgebaut wurde. Der große Tanzsaal war beliebt und die dort statt findenden Tanzabende waren immer gut besucht.

Bis in die 1970er Jahre wurde die Gaststätte privat betrieben, bis ein großer DDR Betrieb diese kaufte und in ein Betriebsferienheim umbaute.
Die Gaststätte war weiterhin ein kultureller Mittelpunkt der Gemeinde und viele DDR Künstler traten hier auf. Auch für die typischen Feierlichkeiten, wie Hochzeiten, Jugendweihen und Feiern von Vereinen und Familien wurde das Haus genutzt

Nach der Wende dann noch ein paar Jahre Betrieb durch einen privaten Betreiber. Aber Ende der 1990er Jahre wurde das alte Erbgericht verkauft, der neue Besitzer lässt es bis heute verfallen.

Ferienheim zum Leder

Dieses kleine gemütliche Ferienheim war früher sicher einmal sehr beliebt unter den Werktätigen des Trägerbetriebes. Dieser VEB hatte sich früher einmal der Lederverarbeitung verschrieben.

Das Heim liegt inmitten des Erzgebirges und war ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge in der Gegend. Wanderwege gehen direkt von der Haustür aus los. So biegen wir auch von einem dieser Wege ab um das Haus zu erkunden. Wie es aus sieht ist hier nach der Wende der letzte Urlauber gegangen. Die rustikale Holzausstattung traf bald nicht mehr den Geschmack der in die Ferne ziehenden DDR Bürger. Toilette und Bad auf dem Gang hat man früher hin genommen, heute ist das ein k.o. Kriterium.

Obwohl es an diesem morgen nicht unbedingt dunkel draußen war, war im Inneren doch eine düstere Stimmung. Das dunkle Ambiente und die hohen Bäume verschluckten das Licht. Heute nagt der Zahn der Zeit am Haus, obwohl es sich in den oberen Etagen noch tapfer hält und kaum Feuchtigkeit zu sehen ist. Da diese Region nicht gerade boomt, scheint auch hier keine Wiederbelebung in Sicht zu sein.

 

Santorium Teddy

Dieses Haus wurde als Sanatorium errichtet und später in DDR Zeiten als FDGB Heim umgebaut.
Es gab hier mal einen schönen Kinosaal mit Logen, wie wir in alten Postkarten sehen konnten, der zuletzt aber als Sporthalle umgebaut wurde. (Bild 1)
Viel mehr konnten wir über das Haus nicht erfahren, innen ist es heute ziemlich leer oder randaliert.
Was uns gewundert hat war dann die im Keller gefundene überdimensionale Heiz- und Wasseranlage. Für ähnliche Häuser wurde nicht solch große Anlagen gebaut, aber vielleicht wurden noch Gebäude daneben mit versorgt. Ein schönes Haus wartet jetzt auf eine neue Verwendung.

 

Hotel am Bahnhof

Als zum Ende des 19. Jahrhunderts der Ort einen Aufschwung erlebte, wurde zu dieser Zeit auch dieses Hotel errichtet.
Es entwickelte sich zu einem Hotel für die Reichen und Schönen. Es galt als vornehm, hier in einem der über 100 Zimmer, zu übernachten. Im großen Ballsaal konnte man auch gut feiern.

Wie viele solcher Häuser nutzte man es im 1. Weltkrieg als Lazarett. In den Zeiten der DDR war das Hotel zu groß und die Stadt zog hier ein und betrieb hier einige städtische Einrichtungen.

Als nach der Wende die Investoren vor fuhren, Sanierungspläne vor legten und Luxushotel Luftschlösser bauten, hatte die Stadt noch große Hoffnung hier wieder Leben einziehen zu lassen. Aber die hohen Kosten schreckten am Ende doch ab und bis heute steht das riesige Hotel leer.

Bis auf wenige Motive war der Rundgang hier dann doch ernüchternd, leere Gänge und Zimmer wohin man blickt. Als wir dann dann den Ballsaal betraten waren wir dann doch beeindruckt und der Prunk vergangenen Tage war zu spüren.

FDGB Ferienheim

Zuletzt als FDGB Ferienheim genutzt, gehen die Ursprünge des Hauses schon über 100 Jahre zurück. Hier in diesem schönen Ferienort wurde eine Villa in bester Lage gebaut. Im 1. Weltkrieg wurden hier Verletzte versorgt und danach erfolgten Erweiterungen, wie der Bau des Saals.
Weiter Namens- und Trägerwechsel folgten, bis der FDGB das Hotel nach dem 2. Weltkrieg übernahm und bis 1990 unterhielt. Der neue Eigentümer kümmert sich nicht um das Haus und es verfällt seit dem.

Das Ferienheim ist eigentlich sehr bekannt und wir haben es aber nie geschafft hier mal vorbei zu gucken, obwohl wir oft hier waren und Urlaub machten. Das Winterbild ist eine Aufnahme von der anderen Talseite.

Das Haus ist wirklich sehr marode und viele sagten schon vor vielen Jahren den kompletten Einsturz voraus.
Aber die „gute alte Dame“ hält sich irgendwie noch tapfer und trotz den Widrigkeiten.

 

Hotel V. L.

Die ersten Erwähnungen aus der Frühzeit des 20. Jahrhunderts deuten auf eine lange Geschichte des Hotels hin, damals noch von einem Geschwisterpaar geführt.
Das Haus macht von außen noch richtig was her, man kann kaum glauben das es leer steht, erst beim 2. Blick kommt man dahinter. Als wir es betreten, bemerken wir das die Zimmer fast alle noch gemacht sind. Man glaubt fast, das der Betrieb sofort wieder los gehen könnte. Das Restaurant ist auch in tadellosem Zustand. Wenn da nicht die vielen Kleinigkeiten wären die dagegen sprechen. Die Küche ist leergeräumt und an einigen Stellen sieht man doch schon den beginnenden Verfall. Das kleine Hotel sucht jetzt einen neuen Besitzer, hoffentlich findet sich bald jemand, bevor es zu spät ist.

Hotel in der Wiese

Und weiter geht’s beim munteren Hotelsterben. Auch hier liegen die letzten Eintragungen in den Hotelportalen 10 Jahre zurück.
Wir fanden Prospekte, in denen vollmundig die Vorzüge des Hotels angepriesen wurden, aber die Bilder auf den bunten Seiten sprechen schon eine andere Sprache. Der Charme der 90er Jahre spiegelt die Einrichtung wieder.
Eigentlich gab es hier ja alles für den Urlaubsgast, ein kleines Hallenbad mit Liegewiese, Sauna und Tischtennis.
Die Zimmer waren funktionell eingerichtet und das Frühstück wurde als ausreichend beschrieben.
Selbst die exzellente Lage um Touren starten, reichte scheinbar nicht aus um zu überleben.

Hotel zur Dartscheibe

Das was wir von dem Hotel im vorherigen Beitrag geschrieben haben, trifft auch hier zu.
Wobei dieses noch abgelegen von jeglicher Zivilisation liegt. Auch hier scheint die Schließung schon 20 Jahre zurück zu liegen. Auf einem Plakat einer Veranstaltung prangt das Jahr 1999, ein Kalender ist von 2002.
Eigentlich sieht das Hotel auf alten Ansichten sehr einladend aus, aber der Zahn der Zeit nagte auch hier und immer weniger Gäste verirrten sich hier her.
Es gab auch hier ein Cafe und Restaurant, so wie ein paar Fremdenzimmer. Diese ware aber nicht zugänglich.
Die Versuche das eindringende Wasser mittels Kinderplanschbecken und großen Gefäßen zu stoppen, wurde scheinbar auch aufgegeben.