Archiv der Kategorie: Versorgung

Der Starke Sachse

Hie war einmal der Hauptstandort einer großen Möbelkette in den neuen Bundesländern.
Zudem ein großer Arbeitgeber der Region.

Nach der Wende baute ein Unternehmer diese Kette auf, er begann auf einem ehemaligen LPG Gelände mit dem Möbelverkauf und eröffnete später dieses Flaggschiff seines Unternehmens.
Leider waren die Wohnungen der Ostdeutschen schon bald alle eingerichtet und der Verkauf stockte. Das Unternehmen geriet darauf hin in Schieflage und meldete Insolvenz an. Viele der bestellten und bezahlten Möbel wurden nicht mehr ausgeliefert.

Eine andere Möbelkette zog noch für ein paar Jahre hier ein, aber scheiterte auch kurz nach der Jahrtausendwende. Seitdem steht das riesige Gebäude leer.

Das große Möbelhaus bot nur wenige Motive, aber im benachbarten Versorgungstrakt hat der natürliche Verfall schon begonnen.

Kantine des VEB

Auf dem Gelände diesen ehemals großen VEB gibt es noch diese alte Kantine. 2 große Speisesäle warteten auf die Werktätigen und ein fast genau so großer Bereich war dafür da die hungrigen Mäuler zu stopfen.
Jetzt sind hier alle Geräte verschrottet, nur im Keller sind noch einige Anlagen vorhanden.
Übrig geblieben ist der typische DDR Bau, der damals einen Teil der 3.000 Beschäftigten verköstigte.
Nebenan geht jetzt die Produktion weiter, jetzt aber mit deutlich geringerer Mannschaftsstärke.

Speisesaal

Wir fanden die verlassenen Reste eines ehemaligen DDR Betriebes, kein Ahnung welche Funktion dieser früher einmal hatte.
Die anderen Gebäude und das Areal werden mittlerweile als Schrottplatz genutzt, dieser Teil diente als Speisesaal und sicher auch für die eine oder andere Veranstltung. Die kleine Bühne im Raum läßt darauf schliesen. Der Rest war leer geräumt.

Kaufhaus zum Strauß

Dieses, im Jugendstil erbaute Kaufhaus wurde noch bis 2009 betrieben und 1913 erbaut.

Die ersten Betreiber waren eine kleine mittelständische Firma, bis 1929 die Karstadt AG das Warenhaus erwarb und nach dem Ende des 2. Weltkriegs enteignet wurde.

In den Jahren der DDR besaß die staatliche HO das Gebäude und es wurde zu einem Centrum-Warenhaus.  1984 wurden einige Renovierungsarbeiten an der historischen Fassade durchgeführt.
Nach dem Ende der DDR bekam die Karstadtgruppe das Kaufhaus zurück und es wurde in die Karstadt-Kompakt Sparte gelegt, die aber an britische Investoren verkauft wurde. 2007 wurde daraus Hertie, 2 Jahre später musste aber Insolvenz angemeldet werden und die Schließung erfolgte 2009. Auch ein zwischenzeitlicher neuer Investor hielt nur ein Jahr durch.

Das Sortiment umfasste zuletzt Bekleidung, Möbel, Süßwaren und andere Warengruppen bis auf Lebensmittel.

Jetzt ist das Warenhaus wieder in neuem Besitz und wird gerade renoviert, die Neueröffnung ist für Ende 2017 geplant. Das Sortiment soll aus hochwertigen und regionalen Produkten bestehen.

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Friedhof der Telefonzellen

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Im Zeitalter der Mobiltelefone hat die Bedeutung der Telefonzelle immer mehr nachgelassen. Von über 100.000 dieser gelben oder magentafarbenen Kommunikationshilfen sind nur noch gut 30.000 geblieben. Telefonzellen, die unter einem Monatsumsatz von 50 € liegen, werden abgebaut. Einige dieser Exemplare lagern hier im Wald.

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Kellergeschoss einer Markthalle

Dieser Keller ist der Rest einer Markthalle die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. In dieser wurden Lebensmittel und alles was man für das tägliche Leben brauchte verkauft.
Im Krieg wurde die Halle schwer beschädigt, danach nur notdürftig kurze Zeit weiter betrieben und schließlich abgerissen. Das Kellergeschoss allerdings existiert heute noch.

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Einkaufszentrum Vive la France

Sehr bekannt und auffällig, liegt dieses ehemalige Einkaufszentrum in einem französischen Stadtbezirk Berlins. Es beherbergte früher einmal zusätzlich ein Kino und ein Kultur- und Gesundheitszentrum. Es sind fast keine Einbauten mehr vorhanden und es wurde viel zerstört und beschmiert. Nachdem ein Investor das Gebäude 1998 gekauft hatte, steht es leer und verwahrlost.

Update 2016: Das Gebäude wurde nun abgerissen 10/2016

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