Anfang des 20. Jahrhunderts als Seminarschule für Lehrer gebaut, wurde sie aber bald nur noch als Schule genutzt, die mehr auf praxisbezogene Inhalte, als auf die klassischen Bildungsformen der damaligen Zeit setzte. Ab 1945 wurde das Gebäude von einer sowjetischen Einheit genutzt. Soldaten und Fahrzeuge waren hier bis 1994 stationiert.
Archiv für das Jahr: 2013
RAW neben den Türmen
Die beiden großen Wassertürme prägen das Bild dieses Reichsbahnausbesserungswerks. Weithin sichtbar erstrahlten sie bei unserem Besuch in der Abendsonne. An diesem Standort waren schon früh Bahnanlagen angesiedelt, die größten Anpassungen erfolgten Anfang der 1910er Jahre. Die meisten Gebäude stammen aus dieser Zeit. 2 Ringlokschuppen mit entsprechenden Drehscheiben sind vorhanden. Anfang der 90er wollte man hier einen großen Rangierbahnhof installieren, aber dieses Vorhaben wurde nie umgesetzt und 1995 der Betrieb eingestellt.
Postbahnhof
1912 konnte der Postbahnhof in Betrieb genommen werden. Das Hauptgebäude des Postbahnhofs ist 200 m lang und hat eine überdachte Fläche von 16.000 m².
Die achtbogige Halle des als Kopfbahnhof ausgestalteten Objekts überspannte 26 Gleise und 16 Bahnsteige. In ihr fanden bis zu 90 Bahnpostwagen Platz, was sie zur größten Bahnpostanlage ihrer Zeit machte. Für die Anlegung des kammförmig aufgefächerten Gleisnetzes mussten umfangreiche Geländeaufschüttungen erfolgen. Das Gleisfeld war wie beim Hauptbahnhof in eine preußische und eine sächsische Hälfte aufgeteilt. Der Postbahnhof hatte eine eigene Wasser- und Stromversorgung, für die ein mit zwei 120 PS und einem 250 PS Dieselmotor ausgestattetes Motorenkraftwerk errichtet wurde.
Im Jahre 1913 wurden im Postbahnhof 10,4 Millionen Stück abgehende und 4,8 Millionen Stück ankommende Pakete umgeschlagen. Hinzu kamen noch 36 Millionen Stück im Durchgangsverkehr.
Im Laufe der Zeit wurde der Postbahnhof ständig baulich erweitert und technisch verbessert. So wurde 1936 an der Rohrteichstraße ein großer Erweiterungsbau errichtet, der den betrieblichen Anforderungen bis zur Schließung 1994 genügen konnte. Mit der Umwandlung der Deutschen Bundespost in die Deutsche Post AG stellte diese die Bahnpost im gesamten Bundesgebiet ein und verlagerte die Posttransporte auf die Straße und in die Luft. Das denkmalgeschützte Bauensemble des Postbahnhofs steht seitdem leer.
Kraftwerk borstiger Schornstein
Ein Urbextraum in einer Großstadt gelegen, dieses Kraftwerk bietet eine Unmenge an schönen Motiven. Man kann erahnen, welche Mengen an Kohle hier durch die Öfen ging und wahrscheinlich auch wie viel Dreck ausgestoßen wurde. Genutzt wurde es als Energiequelle für die umliegende Industrie.
Eine Schornsteinsprengung dieses Kraftwerks ging schief, denn er kippte nicht wie berechnet, sondern landete in einer metertiefen Schlammpfütze, dessen Inhalt er in der Gegend „verteilte“.
Standortlazarett
Der Ursprung dieses Standortlazaretts bildeten 4 Krankenhausbaracken, die 1893 errichtet wurden. 1934 – 1936 erfolgte dann ein größerer Umbau und damit eine Erweiterung der Kapazitäten, da hier auch die Zivilbevölkerung von den Militärärzten behandelt wurde. Beim Neubau wurden die Terrassen und Balkone so ausgerichtet, dass die frische Waldluft und das Sonnenlicht bestens genutzt wurde. Es war das modernste Militärkrankenhaus der damaligen Zeit.
Die russischen Truppen nutzen das Krankenhaus bis zu ihrem Abzug 1992 und errichteten noch weitere Gebäude.
Hier noch eine Auswahl von Wandbildern, denen ich mich bei einem Wiederholungsbesuch widmen konnte.
11-2018
Das Gelände des Standortlazaretts umfasst ja noch einige andere Gebäude. Diese waren das Ziel der Erkundung, aber auch dem Lazarett wurde ein Besuch abgestattet. Das warme Herbstlicht bot uns doch ein schönes warmes Licht im Gebäude. Im hinteren Teil des Geländes fanden wir noch ein weiteres Krankenhaus, erbaut in den letzten Jahren der Besatzerzeit.
Hier wurde 1980 eine Geburtsklinik auf dem Gelände errichtet. Die russsiche Bauart lässt sich auch heute noch gut erkennen. Wie immer wurde der Putz weggelassen. In der Klinik erblickten bis 1993 viele Kinder das Licht der Welt.
Das neuere Heizhaus dort, hatte auch das Baujahr 1980 an der Wand verewigt.
Und Drohnenbilder
Kaserne Kapen
Ursprünglich war das Areal ein Waldgebiet mit Forstamt.
1935 wird ein Teil des Gebietes zum Truppenübungsplatz, Kasernen und eine Munitionsanstalt werden errichtet. Hier wurde großkalibrige Munition hergestellt. Der Sprengstoff kam aus einem Werk in der Nähe. Später wurden hier dann sogar Chemiewaffen produziert.
Nach dem Ende des Krieges, besetzte zuerst die US Armee das Gelände und erbeutete wichtige Dokument zur Chemiewaffenherstellung.
Später dann, im Mai 1945 werden die militärischen Anlagen von der sowjetischen Armee übernommen. Die in den ersten Jahren die chemischen Kampfstoffe vernichtete. Eine Teil des Geländes nutzte die sowjetische Armee als Militärstandort bis zu ihrem Abzug 1992. Der andere Teil wurde ein VEB Chemiewerk das auch nach der Wende abgewickelt wurde. Diese Bilder stammen aus den von der Sowjetarmee genutzten Teil.
10-2020
Ein erneuter Besuch der Kaserne, mit doch einigen neuen Funden.
Wie ein Sturmbahn im Wald, eine Fahrschule mit einigen Schautafeln und noch ein paar schöne Wandbilder.
Institut für Anatomie
In einem beschaulichen Stadtteil gelegen, befindet sich dieses ehemalige Institut für Anatomie. Es ist leider sehr vom Vandalismus und Schmierereien geprägt. Seit mehreren Jahren wird es schon nicht mehr genutzt und beherbergte früher einmal einen großen Hörsaal, kleinere Unterrichtsräume, sowie eine Pathologie mit Seziertischen und Leichenkühlkammern.
Hotel am Flughafen
Flughafen Tempelhof
Der Flughafen Berlin-Tempelhof wurde 1923 als einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands eröffnet. 2008 wurde er geschlossen. Berühmt wurde er, als die Amerikaner hier von 1948 bis 1949 die Luftbrücke organisierten und damit die Versorgung Berlins aus der Luft sicherten.
Hier kann man alles wichtige nachlesen.
US Richtfunkstation
Hier befand sich einmal ein Funkstandort der US Air Force. Der 80 Meter hohe Gittermast ist der zentrale Punkt dieser Anlage und weithin zu sehen. Früher waren hier die Antennen für den Richtfunkverteiler montiert. In Betrieb war diese Relaisstation von den 1960er Jahren bis 2007. Sie diente auch zur Luftraumbeobachtung.
Das Gelände war 2013 Drehort eines Films und erlangte dadurch einige Berühmtheit, was natürlich dem Zustand nicht zuträglich war. Ein Massentourismus setzte ein. Jetzt nach mehreren Bränden, Diebstählen und Zerstörungen bietet sich dem Besucher nicht mehr viel Originales.
































































































































































































































































