Die Wasseraufbereitungsanlage wurde vor über 100 Jahren hier von einem Unternehmer erbaut. Er brauchte sauberes Wasser für seine Textilindustrie. Der Fluss in der Nähe bot dieses nicht, so war diese Anlage notwendig. Es gibt hier 6 Filterbecken, nach dem Filtervorgang konnte das Wasser über das natürliche Gefälle wieder in die Produktionsanlagen geleitet. Bis 1990 war die Anlage in Betrieb und seit dem haben sich hier scheinbar schon einige ausgetobt, fast jeder Winkel ist besprüht.
Vor 2 Jahren tauchten Pläne auf, die Anlage zur Fischzucht zu nutzen, bis jetzt ist aber nichts passiert.
Archiv für das Jahr: 2019
VEB GREIKA
Dieser Betriebsteil war einer von vielen eines großen DDR Textilbetriebes. Dem VEB gehörten über 30 Betriebe an die alle in dieser Region angesiedelt waren. Was genau hier produziert wurde ist schwer zu sagen, eine Quelle spricht von einer Weberei. Die Hallen sind heute alle leer und Teile der Fabrik sind einem Brand zum Opfer gefallen.
Merkwürdig ist die moderne Energiezentrale, die nicht zum anderen Bild passt. Scheinbar ist hier nach der Wende noch modernisiert worden. Der große VEB wurde 1990 zerschlagen, ob hier noch weiter produziert wurde ist nicht bekannt.
Status: abgerissen
Bahnbetriebswerk Grüne Wiese
Hier ist nicht mehr viel übrig vom alten Bahnbetriebswerk, teilweise sind die Gebäude noch genutzt oder nicht zugänglich, einzig dieser gezeigte Ringlokschuppen konnte erkundet. Ein zweiter war fest verschlossen.
Ursprünglich gab es hier mal 3 davon, jeweils mit vorgelagerter Drehscheibe, für die Wartung und Reparatur von Lokomotiven. Erbaut gegen Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts mit den Drehscheiben erweitert.
VEB Eisenwerk
Die Ursprünge dieses riesigen Werkes reichen über 100 Jahre zurück, begonnen wurde hier mit Herstellung von Gussstücken. Die Weltwirtschaftskrise führte zur Insolvenz in den 1930er Jahren. Nach dem Krieg baute die Sowjetische Aktiengesellschaft den Betrieb wieder auf, weil sie Teile für die Wismut brauchte, die das Uranvorkommen in der Region ausbeuten sollte.
Als der Betrieb dann in einen VEB umgewandelt wurde, änderte sich auch die Produktpalette. Teile für den Fahrzeugbau wurden jetzt gegossen, unter anderem für den LKW W50 oder den Traktor ZT300.
Durch Erweiterungen und vielen sozialen Einrichtungen avancierte das Eisenwerk zum Vorzeigeunternehmen.
Ein Elektroschmelzofen wurde Mitte der 1980er Jahren als letzte große Investition installiert.
Die Wende überlebte der Betrieb nicht, da wichtige Abnehmer weg brachen und 1996 wurde die Produktion eingestellt.
Überall auf dem Gelände kann man Street Art entdecken.
Hier waren über 150 herausragende Künstler aus Europa, Weißrussland, Mexiko, Argentinien, China und den USA am Werk. Sie alle pilgerten im Sommer 2013 zum Eisenwerk, das im Volksmund auch die „Fackel“ genannt wird, um dort zum achten Mal die IBUg (Industriebrachenumgestaltung) zu zelebrieren.
Molkerei Farn
Hier wurde mal eine kleine Molkerei betrieben.
Wie lange dieser Standort schon geschlossen ist und wann die Produktion begann, konnten wir nicht mehr heraus finden. Vor Ort sind die meisten Einbauten entfernt und die leere Hülle wartet auf eine Nutzung. Erste Abrisspläne sind vom Tisch, ein Einkaufsmarkt hat sein Interesse bekundet aber dann wieder zurück gezogen.
Der Verfall deutet auf einen Jahrzehnte langen Leerstand hin.
VEB Folie
Vor rund 100 Jahren gründete sich dieser Chemiebetrieb und begann mit der Produktion von Fasern für die Textilindustrie, die Enteignung und Umwandlung in einen VEB erfolgte nach dem Krieg. Es wurden neben den Chemiefasern auch Folien produziert. Nach der Wende erfolgte dann die Umwandlung und Umbenennung, aber vor über 10 Jahren musste Insolvenz angemeldet werden und der Betrieb schloss.
Kammgarnspinnerei
Diese Spinnerei hatten wir einmal durch Zufall entdeckt, aber keinen Weg hinein gefunden.
Als wir immer wieder Bilder von dort sahen, konnte bei einem nächsten Versuch ein Zugang gefunden werden, Eine atemberaubende Location die wir in der Abendsonne betrachten konnten. Der Verfall in vielen Ecken der Fabrik ließ auch die Stadtväter hellhörig werden und nun ist in diesem Jahr der Abriss geplant.
Die Kammgarnspinnerei wurde Ende des 19. Jahrhunderts hier errichtet und die Besitzer nach dem Krieg enteignet. Wie bei vielen alten Fabriken, wurde der Betrieb dann in einen VEB eingegliedert.
Kurz nach der Wende wurde die Produktion eingestellt.
VEB Rechenzentrum
Dieses unscheinbare Gebäude sahen wir uns aus Mangel an Alternativen mal genauer an.
Als wir die Räume betraten, schlug uns schon der Geruch von Moder entgegen. Das machte Lust auf mehr. Der Büroteil war schon extremem Verfall ausgesetzt. Die Schreibtische blühten und die Fensterbretter waren bemoost.
Aber warum gab es hier auch einen gestelzten Boden? So etwas wurde doch nur gebaut um viele Kabel ungestört zu verlegen. Die weitere Erkundung brachte dann die Erkenntnis, das es sich hier um ein Rechenzentrum handelte. Im Archivraum wurden die Bänder gelagert. Der eigentliche Rechenraum ist leider leer.
Außerdem fanden wir in den Nebenräumen die nötige Versorgungsapparatur aus Lüftung, Heizungs- und Kältetechnik.
Die Renaissanncekirche
Diese Kirche wurde in der Zeit der Renaissance erbaut. Der Baumeister war ein Architekt der Stadt. Zu Beginn 20. Jahrhundert erfolgte eine Veränderung der Außenhülle. Auch 80 Jahre früher fanden umfassende Instandsetzungsarbeiten statt. Zuletzt wurde hier das Dach erneuert und damit einem weiteren Verfall vorgebeugt. Wenn wieder Fördermittel zur Verfügung stehen, ist geplant im Inneren weiter zu machen.
Die Konstruktionsabteilung
Dieser hier besichtigte Betriebsteil eines DDR Kombinats beschäftigte sich mit der Planung- und Konstruktion von Maschinen und Anlagen.
Fast in jedem Raum standen Konstruktionsmittel wie Zeichenbretter, Vervielvältiger usw. es gab Archive und viele Büros. Auch Räume für Datensicherung oder eine Abteilung für die Monteursplanung war vorhanden.
Die Leichtbauweise der Gebäude hat seine Spuren hinterlassen. Wir fanden hier den sehr speziellen Verfall vor den wir so mögen…wie die folgenden Bilder zeigen.
05-2022
Auf der Anreise zum Urlaubsgebiet kamen wir auch hier wieder einmal vorbei. In Ermangelung anderer Ziele sollte hier doch noch schöner Verfall vor die Linse kommen.
Aber es war schon fast zu viel. Hier hatte nach dem letzten Besuch vor 3 Jahren, der natürliche Verfall und auch der Feuerteufel arg zugeschlagen und der Besuch war schon grenzwertig. Jeder Zeit hätte hier mehr einstürzen können. Aber es ging gut und es kamen noch ein paar Bilder dabei heraus.






























































































































































































































































































