Das Freibad am Felsen

Dieser Ort hat touristisch einiges zu bieten und auch das Freibad, welche in den 1960er Jahren eröffnet wurde, gehörte dazu. Ein ganzes Naherholungsgebiet entstand hier.

Das Bad hatte ein großes Schwimmerbecken mit Startblöcken und auch ein kleines für die Kinder. Beliebt war die Rutsche im Nichtschwimmerbecken.
Auch für die Versorgung der Badegäste war gesorgt.

Kurz nach der Jahrtausendwende wurde das Bad aber geschlossen, der Verein der es zu diesem Zeitpunkt noch betreute gab auf. Seit dem steht es leer und wächst immer weiter zu, Vandalismus tut sein übriges. 2-3 Versuche seitens der Gemeinde es wieder zu eröffnen schlugen aber fehl.

Berufsschule zur Gasmaske

Dieser Komplex gehörte einmal zu einem größeren Maschinenbaubetrieb. Wie sieht die Situation heute aus?
Viele der Gebäude werden jetzt in anderer Form genutzt. Einige Firmen haben sich angesiedelt, Werkstätten wurden eingerichtet, die mal mehr oder weniger genutzt werden.
Wir konnten diesen kleinen Teil besichtigen. Davon 2-3 Werkhallen die aber leer oder eingestürzt sind. Der Teil der mal als Berufsschule diente ist noch gut intakt, in einem Raum der mal als Vorratskammer für die Zivilverteidigung diente, machten wir dann die Entdeckung des Tages. Der Boden war mit Massen von Gasmasken bedeckt. Die restlichen Räume waren dann aber fast alle ausgeräumt und leer.

Kegelbahn des DKV

Kegeln gehörte in der DDR zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung. Es gab auch viele die das organisiert betrieben und an Wettkämpfen teilnahmen. Oft wurden solche Bahnen und Vereine unter der Regie von VEB organisiert.
So auch diese Bahn auf der schon lange keine Kugel mehr geschoben wurde, ihre besondere Lage brachte aber den Umstand hervor, das sie jetzt nach einigen Jahren noch Original zu sehen ist, aber der Verfall hat auch schon eingesetzt hat. Was will man mehr?

Der Kegelsport hat eine lange Geschichte, es begann 1822 und gegen Ende des 19. Jahrhunderts gründeten sich zahlreiche Vereine. Es entstand ein Verband und lenkte den Sport in geregelte Bahnen. Erste Meisterschaften wurden 1922 ausgetragen. Da es zu Beginn hieß „Kegeln ist schädlich für das Weib“ wurde erst 1926 die erste Keglerin in die Reihen des Verbandes aufgenommen.
In Deutschland gibt es 3 Arten des Kegelns, Bohle, Asphalt und Schere.
Mit der Automation der Bahnen in den 1950er Jahren begann ein Kegelboom, der erste Deutsche Meister kam aus Aachen, der erste Weltmeister aus der DDR. Zu dieser Zeit war auch die DDR Weltspitze in dieser Sportart, da diese aber wenig medaillenträchtig war, wurde sie ab 1970 nicht mehr gefördert.
Seit 1990 ist dieser Sport aber rückläufig, da mit der Wende viele Betriebe der Bahnen weg brachen. Von 200.000 aktiven Kegel- und Bowlingsportlern sind heute nur noch 80.000 geblieben.

Herrenhaus auf der Burg

Erste Ansiedlungen an dieser Stelle gehen sogar bis in das 14. Jahrhundert zurück, zuerst entstand hier eine Burganlage.
Später wurden daraus ein Gutsbesitz, der wiederum im 17. Jahrhundert in mehrere Teile zerfiel.
Dieses Herrenhaus wurde vor ca. 300 Jahren auf den Fundamenten der alten Burg gebaut und immer wieder mal erweitert und umgebaut.
Zu DDR Zeiten war eine Schule integriert und somit der letzte wirkliche Nutzer. Der Unternehmer, der Anfang 1990er Jahre das Anwesen erwarb und große Pläne präsentierte ist mittlerweile pleite und der Verfall des Herrenhauses hat schon ruinenartige Züge angenommen. Hier ist nichts mehr zu retten, die Stadt versucht das Gebäude sowie den umliegenden, verwilderten Park zu erwerben um den Schandfleck zu beseitigen.

Krankenhaus der Chemiewerker

Aktuelle Beiträge über dieses Krankenhaus sprechen von Abrissplänen für 2018, aber es scheint zu stocken, denn Mitte 2019 steht hier immer noch der alte DDR Bau. Geplant ist hier der Bau von Eigenheimen.
Zu Beginn der 1970er Jahre wurde das Haus als Betriebspoliklinik der Arbeiter des Chemiewerkes in dieser Stadt eröffnet. Es gab viel zu tun, über 10 Fachabteilungen und rund 150 Medizinische Fachkräfte sorgten sich um die Patienten. Das alles war auf die die 7 Stockwerke verteilt.
Nach der Wende wurde hier ein Gesundheitszentrum eingerichtet, das von der Stadt betrieben wurde. Da die Wirtschaftlichkeit aus blieb stellte man den Betrieb vor 5 Jahren ein.
Außerdem wurde eine modernes Gesundheitszentrum in der Stadt gebaut, das diese Aufgabe jetzt übernimmt.
Wir fanden eine ziemlich leere Location vor die auch schon stark randaliert da steht. Wenige Highlights kamen uns vor die Linse, deshalb waren wir auch nicht lange in diesem Krankenhaus.

Versuchsstelle Ost

Heeresversuchsanstalt KG – VersOst

Über diese Versuchstelle gibt es im Gegenteil zur VersWest nur wenig Dokumentation. Wohl in den 1930er Jahren wurde sie errichtet, der große Prüfstand ist noch gemauert und wahrscheinlich der älteste auf dem Gelände.
Hier wurden Test an Treibstoffen für die Brennkammern der Raketentriebwerke durchgeführt.

Die Russen konnten mit diesen Anlagen nichts anfangen, da sie auch vor deren Eintreffen zerstört wurden.
Deshalb blieb dieser Bereich, nach 1945 weitestgehend ungenutzt.

03-2021
Bei einer Wanderung in der Gegend sind wir hier wieder vorbei gekommen und haben diese Bilder mitgebracht.

Heeresversuchsanstalt Nord

Da dieser Kasernenteil echt riesig ist, haben wir eine weitere Erkundung unternommen und die scheinbar uninteressanten Gebäude angesehen.
Was hier zu erkennen war, das es hier hauptsächlich um die Fahrzeuge ging. Es gab viele Garagen oder Werkstätten zur Instandhaltung.
Einiges ist auch schon abgerissen oder völlig leer.
Auch gibt es hier noch die typischen Mannschaftsunterkünfte.

Hier geht es zum kompletten Beitrag.

Parcheggio della Cappella

Etwas seltsameres habe ich bisher kaum gesehen. Eine kleine Kapelle in Italien, die wie es aus sieht auch schon lange nicht mehr genutzt wurde. Aber Rund herum wurde ein Parkhaus aus Beton angebaut. Aber das wurde nicht fertig gestellt. Gab es Einwände gegen diesen Bau?

Die Inschrift über dem Eingang trägt das Jahr 1957 und bedeutet frei übersetzt:

Diese Kapelle ist dem Rosenkranz geweiht und der erste Sitz der Pfarrei C. dank der Großzügigkeit von Peter Bonazzo, der auch das Land für die neue Kirche gespendet hat“

Palazzo Mardonali

Geschichtliches über die Villa kennen wir nicht.
Aber erlebt haben wir hier doch einiges, ein Pfau in freier Wildbahn auf dem Weg dort hin, Geräusche aus dem oberen Stockwerk die sich dann als Urbexer aus Italien entpuppten und viel Inventar im Inneren des Palazzo.
Das Anwesen scheint mittlerweile auch recht bekannt zu sein, fast alles ist zerwühlt und Schriftstücke wurden überall im Haus verteilt. Die Bibliothek ist verwüstet, viele Dinge scheinen auch schon zu fehlen.
Zeitungen aus den 1960er Jahren haben hier die Oberhand. Auch die Geräte die hier so stehen sind älteren Datums. Es liegen Knochen herum, echt oder nicht wissen wir nicht, lebte hier einmal ein Arzt? Oder doch ein Technikliebhaber, sehr viele Autozeitungen und ein Urkunde von einer Technischen Institut in der Nähe finden wir.

Stuckverzierungen über den 4 Türen im Wohnzimmer

Das Wohnzimmer und viele andere Räume zeugen vom Reichtum der Besitzer, überall Stuck, Verzierungen und Malereien.
Warum wurde das alles aber hier zurück gelassen?

Castello dell‘ Artista

Ein Ingenieur und Künstler lebte hier zuletzt mit seiner Familie. Als die letzte Bewohnerin 2005 starb wurde das Anwesen nicht mehr genutzt.
Der Palast soll schon um die 600 Jahre alt sein. Nachdem Adlige es bekamen, bewohnten und auch erweiterten sie es über viele Generationen.