Teatro Guido

Dieses Theater wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet. Ein städtischer Ingenieur hatte es geplant, aber schon kurz nach der Eröffnung musste hier auch schon restauriert werden.
In den 1930er Jahren wurde auch die Innenausstattung erneuert. Das äußere mit der markanten Fassade wurde dann 20 Jahre später in Angriff genommen.

Aber in den 1980er Jahren erfolgte die Schließung und seit dem wurde es nicht mehr öffentlich genutzt.
Die Stadt hat immer wieder Pläne dieses Haus zu restaurieren, aber bis auf Sanierungen an der Fassade und Sicherungen am Dach ist noch nichts geschehen.

Villa Colori

Geschichtliches zu diesem Anwesen konnten wir nicht ermitteln.

Etwas abgelegen von den nächsten Häusern liegt diese Villa auf dem Lande.
Das Wohnzimmer war sicher früher einmal der schönste Ort im Haus, die Decke wurde aufwendig gestaltet und mit Malereien verziert. Heute ist diese und der Boden eingestürzt und an deren Stelle prangt dann jeweils ein großes Loch.
Die Kamine im Obergeschoss hängen frei an der Wand, weil der Boden fehlt.
Auch hier wurde scheinbar gerne dem Wein gefrönt, ansonsten scheint der letzte Bewohner doch recht einfach gelebt zu haben.

Grand Hotel Paragon

Dieses 5 Sterne Luxushotel wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in einem Kurort gebaut.Die Schließung liegt nun schon 10 Jahr zurück und der Verfall, aber auch der Vandalismus ist schon stark fortgeschritten.
Am beeindruckend ist der große Ballsaal mit dem riesigen Lichthof und dem Stoffbezug. Leider sind auch hier, die stuckverzierten Wände mit Farbe verunstaltet worden.
Das Hotel hatte einst über 100 Zimmer, Wellnesseinrichtungen, Barbereiche und Suiten. Es war eins der prestigeträchtigen Hotels der Gegend. Als irgendwann der Tourismus an Bedeutung verlor, war auch der Betrieb des Paragons zu unwirtschaftlich und es wurde aufgegeben.

Manicomio delle Idee

Wir konnten eine der Irrenanstalten Italiens besuchen, die zu einem der dunkelsten Kapitel des Landes gehörte.

Diese hier war über 100 Jahre aktiv und schloss erst zur Jahrhundertwende. Mitten in einer Stadt gelegen, wurden hier Menschen weg gesperrt die anders waren. Man kann auch über Versuche an Menschen lesen, die hier statt fanden.

Ursprünge dieses Bauwerkes gehen bis in die Jahre 700 zurück, das hier als Armenhospiz diente, später gab es dann ein Schule für das Militär. In den 1870er Jahren wurden dann die ersten Menschen, eingewiesen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Areal erweitert und weitere Häuser hinzu gefügt.
Es gab darauf hin vieles was für den autarken Betrieb benötigt wurde. Außerdem umgab die Gebäude ein Park.
In Hochzeiten waren hier 1.500 Patienten untergebracht die von 300 Angestellten betreut wurden.

Wir besuchten über mehrere Stunden nur das große Hauptgebäude, man konnte sich danach sehr bildlich vorstellen was hier mal so ablief.

Villa Catacombe

Kaum zu glauben das solch ein Gebäude leer steht.
Der historische Renaissancebau aus dem 17. Jahrhundert lässt den Besucher mit offenem Mund zurück. Die Pracht vergangener Tage kann man überall erahnen, heute sieht man aber nur noch den ruinösen Zustand nach jahrelangem Leerstand. Der Hauptraum ist riesig, auch mit dem Weitwinkel bekommt man diesen nicht vollständig auf den Sensor gebannt.
Ein Italienischer Regisseur dreht hier einmal einen Horrorfilm, daher stammt der Name. Es gibt aber kaum unterirdische Gänge, nur einen dunklen Keller.
Wie es scheint kommt aber Bewegung in das Anwesen, Rodungsarbeiten und Sicherungsmaßnahmen am Gebäude sind in Anfängen zu sehen. Vielleicht waren wir die letzten Besucher hier? Man kann es der Villa nur wünschen, wieder in altem Glanz zu erstrahlen.

Brusasco Seminario

Viele Informationen gibt es nicht über die alte Schule. Der Zugang in die oberen Stockwerke wird erschwert, da alle Treppenstufen fehlen, nur die Schrägen sind noch vorhanden.
Im Erdgeschoss gibt es einen kleine Kapelle mit sehr schönen Farben, die teilweise schon dem Verfall geschuldet sind. Oben ist außer leeren Klassenzimmern nichts zu sehen.

Palazzo Mint

Im 18. Jahrhundert wurde diese barocke Villa erbaut. Ein Adliger aus der Region ließe sie von einem berühmten Architekten errichten. Nach dem Ableben des ersten Besitzers, zogen hier immer wieder andere Adlige ein. Eines Tages gab es keinen Nachfolger mehr und der Palast stand leer.
Die letzte Nutzung war dann als Altenpflegeheim für christliche Würdenträger. Die Eingangshalle diente dann als Raum für Gottesdienste.
Leider sind auch hier schon einige Wände bekrakelt und beschmiert, aber einige Räume wurden verschont. Viele Räume wurden mit sehr schönen Deckenmalereien verschönert.

 

Orientel Gem

Passend zum nächsten Ort wurde das Wetter dann besser, der Regen hörte auf und die Sonne kam heraus.

Auf einem kleinen Weinberg wurde das Anwesen vor rund 100 Jahren erbaut. Dem Wein hatten sich auch die letzten Bewohner verschrieben, die damit ihren Lebensunterhalt finanzierten.
Scheinbar war dieses Geschäft sehr erträglich, da sich im ganzen Gebäude sehr viele Wand- und Deckenmalereien befinden. Damals ein Zeichen von Wohlstand, den die Bewohner damit ausdrücken konnten.
Heute steht die Villa zum Verkauf und ist bis auf wenige Gegenstände leer und ausgeräumt.
Aber die schönen Verzierungen und Bilder in den Räumen machen diese Villa zu etwas besonderem.

Villa Anna

Eine kleine Villa in den Bergen Italiens war das Ziel unseres nächsten Tages. Der Wettergott meinte es nicht gut mit uns, es goss in Strömen und so waren wir erst mal nass als wir bei „Anna“ ankamen.
Aber das war schnell verflogen als wir das Innere betraten. Efeu rankte schon in die Zimmer und krallt sich um die Stühle, die alte Ausstattung wurde hier zurück gelassen und bietet jetzt die tollsten Motive.
Im Erdgeschoss rankt sich alles ums Thema Wein, riesige Weinfässer lagern hier und die Werkzeuge zur Herstellung des Traubensaftes stehen hier auch noch in Hülle und Fülle.
Als Krönung des Ganzen tauchten auch nach andere Urbexer auf, auch in so einem kleinem Kaff ist man nicht mehr alleine, als sie schon längst gegangen waren machten wir noch unsere letzten Bilder.

Ville del Torre

Was können wir über diese Villa, mit dem hübschen Turm geschichtliches sagen? leider…nichts.
Auf unserer Italien Tour gehörte sie eher zu den Enttäuschungen, sehr hübsch von außen anzusehen, war im inneren nichts mehr vorhanden. Da hier vor einiger Zeit mit der Renovierung begonnen wurde, ist die Villa leer an Gegenständen oder Möbel. Ein Gebäudeteil scheint bezugsfertig zu sein. An den beiden Haupttreppen hier ist ein Treppenlift angebracht, alles ist behindertengerecht ausgeführt worden.
Der große Park vor der Villa ist auch schon verwildert. Hier hat schon einige Jahre keiner mehr was gemacht.