Ein daneben gelegenes Altersheim, das aber uninteressant war, gab dieser Villa ihren Namen.
Leer und beschmiert erzählte sie nicht mehr viel, nur die beiden Brautkleider vor dem Kamin lassen Spekulationen zu.
Ein daneben gelegenes Altersheim, das aber uninteressant war, gab dieser Villa ihren Namen.
Leer und beschmiert erzählte sie nicht mehr viel, nur die beiden Brautkleider vor dem Kamin lassen Spekulationen zu.
Im Rahmen einer offiziellen Fototour konnten wir die oberirdischen Anlagen des sogenannten Objektes 5001 besichtigen.
Es handelt sich hierbei um ein Schutzbauwerk des Nationalen Verteidigungsrates der DDR. Bekannt auch als „Honecker-Bunker“.
Der Bunker selbst ist verschlossen, der Verein bemüht sich diesen bald der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Hier sieht man den Zugang zum Bunker, der 3-stöckig ausgeführt war. Er hatte keine militärische Bedeutung. Geplant war, hier 50 Personen des Nationalen Verteidigungsrates ein bombensicheres Konferenzzimmer bereit zu stellen.
Webseite des Vereins Bunker 5001
Mitte der 1930er Jahre errichtete die deutsche Luftwaffe hier einen Standort. Der Flugplatz wurde für die Ausbildung genutzt.
Bald zog hier ein Jagdgeschwader ein um die Einsätze zu proben.
Auch während des Krieges war der nahe Standort zu Polen Ausgangsbasis für Kriegseinsätze.
Die GSSD nutze den Platz dann weiter und stationierte hier unter anderem auch Bomber. Nach der Wende zogen die Truppen ab und der Platz wird zivil für Leichtflugzeuge genutzt.
Einige der Hangars werden nach genutzt, als Jugendzentrum oder von Firmen. Daneben stehen wieder leere Hallen und auch der ehemalige Tower ist zugewuchert. Die Häuser der hier stationierten Soldaten und Offiziere sind zum Teil renoviert und ziviles Leben ist eingezogen.
04-2021 Kaserne des Flugplatzes
Mittlerweile wächst das Wohngebiet rund um die verbleibenden Kasernengebäude und es sind auch schon einige abgerissen worden. Die Häuser hatten wir als uninteressant oder nicht begehbar eingeschätzt, aber man kann sich täuschen. Besonders in den Kellern fanden wir erstaunlich viele Hinterlassenschaften in den Lagerräumen.
In einem Keller muss es mal eine KFZ Ausbildung gegeben haben, sogar ein LKW Chassis steht hier unten, das nur in Einzelteilen hier herunter gebracht worden sein kann. Ein Lager mit Schreibmaschinen und verschiedene Utensilien war hier auch einmal vorhanden.
Einst war das eine beliebte Gaststätte mit Biergarten und großem Saal.
Jetzt ist sie nur noch ein Schatten ihrer selbst, Vandalismus hat Einzug gehalten. Die neuen Gäste sind Sprayer, Fotografen und die ansässige Jugend.
Sie bot nur wenige Motive, die Zimmer waren größtenteils leer und vieles schon zerstört.
Eine verlassene Fabrikantenvilla.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde diese Fabrik gegründet und fertigte von Anfang an Strümpfe für die kleinen Menschen.
Ein Großteil der Socken, die in Deutschland gekauft werden, kommen von hier.
Vor dem 2. Weltkrieg expandierte der Betrieb, es wurden Zweigstellen errichtet und in viele Länder exportiert.
Nach dem Krieg wurde der private Betrieb enteignet und die Familie floh. Gegründet wurde dann ein VEB, der auch hier bis zum Ende Kinderstrümpfe herstellte. Der Neuanfang nach der Wende gelang nicht, die Treuhand übernahm den Betrieb zwar, aber nach ein paar Jahren kam das endgültige Aus.
Jetzt beginnt der Abriss dieses Betriebes und bald erinnern vielleicht nur noch dies Bilder an diesen Standort.
Ursprung dieses Tanztempels war einmal die Kohleindustrie, die hier am Standort fast 100 Jahre den damaligen Brennstoff herstellte.
Lange Zeit stand dann das imposante Gebäude leer bis um die Jahrtausendwende eine neue Nutzung gefunden wurde. Die Fabrik wurde zur Disko mit mehreren Bars und Tanzflächen. 10 Jahre ging alles gut dann wurde das Haus geschlossen.
Wir dachten erst an Board einer fliegenden Untertasse geraten zu sein, die futuristische, technische Ausstattung ließen diesen Schluss zu Aber am Ende hoben wir nicht ab und blieben alleine zurück im Urbexland.
Das Olympische Dorf in Elstal ist seit 2017 nicht mehr frei zu besuchen. Es werden nur noch geführte Besuche angeboten.
Grund dafür ist, das die Stiftung nicht mehr Eigentümer des Geländes ist, sondern Pläne für die Renovierung und zur Erschaffung von Wohnraum verwirklicht werden sollen. Die Arbeiten werden Ende des Jahres beginnen und betreffen das Haus der Nationen. Dort entstehen Luxuswohnungen. Mal sehen wie mit der Geschichte dieses Ortes umgegangen wird.
Wir bekamen noch einmal die Gelegenheit uns verschiedene Gebäude anzusehen und unserer Führer hatte viele Fakten und Anekdoten parat, die Zeit verging wie im Fluge und am Ende waren wir froh das Olympische Dorf noch in diesem Zustand gesehen zu haben. Besichtigt wurde neben der Außenanlage, die Sport- und Schwimmhalle, das Jesse Owens Haus, das Haus der Nationen und das Hindenburghaus.
Zu den geschichtlichen Hintergründen möchten wir den Wikipediaartikel zitieren:
Namensgebung
Die Unterkünfte erhielten von NS-Seite die Bezeichnung Dorf des Friedens, gleichzeitig sah der Plan vor, „die schönste Kaserne der Welt“ zu erschaffen. Es stand jedoch bereits bei Beginn der Planungen fest, dass nach den Olympischen Spielen die Wehrmacht die Anlagen nutzen sollte. Gleich nebenan lag der Truppenübungsplatz Döberitz. Somit war das Sportler-Dorf von Anfang an Bestandteil der verdeckten NS-Aufrüstung. Die Häuser wurden für ihren späteren Zweck massiv gebaut.
Gliederung der Anlage
Das Olympische Dorf wurde von den Gebrüdern Werner und Walter March geplant und in den Jahren 1934 bis 1936 auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Wustermark (Ortsteil Elstal, 18 Kilometer westlich des Olympiastadions in Berlin) errichtet. Hier wohnten während der Spiele die rund 3600 männlichen Athleten mit Betreuern und Personal, während die rund 330 weiblichen Teilnehmer in Unterkünften auf dem Gelände des direkt an das Olympiastadion angrenzenden Deutschen Sportforums untergebracht waren. Jedes Haus bekam den Namen einer deutschen Stadt, das Speisehaus der Nationen hieß zum Beispiel Haus Berlin. Die Gebäude sollten einer Anordnung wie auf einer Deutschlandkarte entsprechen.
Das Dorf bestand aus einem Empfangsgebäude, 136 eingeschossigen und fünf zweigeschossigen Wohnbauten, einem großen Speisehaus, einem Küchenhaus, dem Hindenburghaus, dem Kommandantenhaus, einer Sporthalle, einer Schwimmhalle, einer Sauna sowie einem Ärzte- und Krankenhaus. Das Speisehaus Haus der Nationen bestand aus 38 Speisesälen, die jeweils einer Nation zur Einnahme des Essens und der Geselligkeit dienten. Es war so geplant, dass vom obersten der drei terrassenartig angelegten Stockwerke aus das Olympiastadion zu sehen war. Im Hindenburghaus gab es Unterhaltungsveranstaltungen.
Es wurde mitten im Olympischen Dorf ein Thing-Platz – getreu der NS-Thingbewegung – angelegt. Nachdem eine britische Zeitung während der Olympischen Spiele bemängelt hatte, dass dem Idyll die Störche fehlten, ließen die NS-Organisatoren die Vögel im Berliner Zoo einfangen und brachten sie zum Teich des Dorfes. Die bewachte Anlage war auch während der Olympischen Sommerspiele umzäunt. Strenge Bestimmungen regelten den Zutritt, der beispielsweise für Frauen untersagt war.
Der Großteil der männlichen Olympiateilnehmer residierte im Olympischen Dorf. Es sollte ein Ort der Ruhe sein, an den sich die Sportler zurückziehen konnten. Zugleich ermöglichte es die kostengünstige Unterbringung und Verpflegung der Athleten und bot ihnen Trainingsmöglichkeiten sowie ein Unterhaltungsprogramm. Um die Ruhe sicherzustellen, wurde es rund um die Uhr von der Gestapo bewacht, die u. a. eine vollständige Postzensur sicherstellte und in den täglichen Berichten an das Organisationskomitee der Spiele über die Berliner Prostituierten berichtete sowie über deren Rassenschande mit afroamerikanischen Athleten.
Im Hindenburghaus fand das abendliche Unterhaltungsprogramm statt, das durch die Leitung der NS-Kulturgemeinde veranstaltet wurde. Dazu gehörten Berichte über die Olympischen Spiele, Filmwochenschauen, Spielfilme, Sportfilme, Kabarett, Konzerte, Ballett und Kulturfilme. Im großen Saal des Hauses gab es abendlich auch Filmvorstellungen. Zu sehen bekamen die Athleten auch einen Streifen mit dem Titel Der Neuaufbau des deutschen Heeres, was zu Protesten führte. Im Gebäude befindet sich noch heute ein riesiges Relief des Künstlers Walther von Ruckteschell, das marschierende Soldaten mit Stahlhelm und geschultertem Gewehr zeigt und die Inschrift trägt: „Möge die Wehrmacht ihren Weg immer kraftvoll und in Ehren gehen als Bürge einer starken deutschen Zukunft.“ Alle Athleten, die hier ihr Olympia-Quartier bezogen, kamen an der in rötlichen Stein gemeißelten Losung vorbei – wollten sie zum abendlichen Amüsement mit Bühnenprogramm.
Nach den Olympischen Spielen
Nach den Olympischen Spielen wurden auf dem Gelände eine Infanterieschule und ein Infanterie-Lehrregiment untergebracht. Das Speisehaus der Nationen beherbergte ein Militärhospital, genannt das Olympialazarett. Diese zukünftige Nutzung war bereits beim Entwurf des Gebäudes berücksichtigt worden: Im zweiten und dritten Geschoss wurden große Terrassen angelegt, auf die die Kranken mitsamt Bett geschoben werden konnten.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs zog die sowjetische Armee auf dem Gelände ein und nutzte es bis zum Abzug 1992. Unter anderem hatte der SASK Elstal hier seinen Sitz, in dem sowjetische Leistungssportler während ihres Wehrdienstes in Deutschland trainieren konnten. Der SASK Elstal nahm gelegentlich an Sportveranstaltungen in der DDR, wie an Turnieren und Sportfesten, aber an keinen Meisterschaften und Punktspielen, teil.
Quelle Wikipedia
In der DDR gab es ein Richtfunknetz der Partei, bezeichnet als RFN. Es überlagerte die drahtgebundene Telefonie und war zudem unabhängig von der Deutschen Post.
Dieses Netz verband alle Bezirks- und Kreisleitungen und wurde als Konsequenz des Aufstandes vom 17. Juni 1953 errichtet.
Ab 1960 wurde auch die NVA Mitnutzer des Netzes.
Diese dokumentierte Station war dann auch Teil des NVA Netzes. Die Anlage selber war ausgeräumt aber Teile der technischen Einbauten sind hier geblieben und versetzten uns doch in Erstaunen wie viele Bauteile es hier doch noch gab.