Alle Beiträge von

Paltrockwindmühle

Diese Windmühle wurde im 18. Jahrhundert hier an dieser Stelle als Bockwindmühle erbaut. Rund 150 Jahre später dann zu einer Paltrockmühle umgebaut. Was ist der Unterschied?

Die Bockwindmühle dreht sich im Ganzen, hat einen Unterbau aus Holz, ist kleiner und einfacher und wurde deshalb früher oft gebaut.

Bei der Paltrockwindmühle dreht sich nur der obere Teil, sie hat einen gemauerten oder hölzernen Sockel, ist viel größer und komfortabler und wurde deshalb später verwendet da sie auch größer war, konnte sie mehr leisten. Dazu muss man sagen das auch die Wartung um einiges aufwendiger war.

In den 1930er Jahren erfolgte der Umbau zu einem Motorantrieb, zuerst mit einem Dieselmotor, später dann mit einem Elektromotor. Die Mühle wurde bis 1989 betrieben, zuletzt dann noch sporadisch bis 1994. Am Anfang diente sie zu reinen Mehlherstellung ab 1970 dann zur Mahlung von Futterschrot. Scheinbar kümmerte sich dann auch ein Verein um das gute Stück und wollte diese erhalten. Heute merkt man davon nichts mehr und die Mühle ist dem Verfall ausgesetzt.

Kulturhaus

Beim ersten Besuch konnten wir noch keinen Eingang finden, das Kulturhaus war komplett mit neuen Platten verschlossen worden. Aber jetzt ein paar Jahre später gab es einen Zugang und wir standen sofort im großen Saal. Ein eher seltene Bauform mit sichtbaren Trägern und kleiner Bühne. Der Verfall setzt schon ein, ansonsten ist das Haus eher schmucklos und bietet auch kaum noch etwas an Inventar.

Weizenmühle

Seit 1990 steht die alte Weizenmühle jetzt leer, nach einem Verkauf an einen Investor vor 15 Jahren sollte sie eine neue Nutzung erfahren. Aber bis heute ist nichts passiert und der Leerstand hat dem Gebäude schon mächtig zugesetzt. Alles was aus Holz ist, hat in irgend einer Form schon nachgegeben und ist samt Inventar einige Etagen nach unten gewandert. Deshalb konnte man hier nur vom sicheren Treppenhaus fotografieren. Markant ist auch der Siloturm der dank der steinernen Bauweise noch gut erhalten ist. Leider sind hier überall viele Beschmierungen vorhanden.
Im 18. Jahrhundert wurde hier eine Pulvermühle errichtet aber ein paar Jahre später wurde hier dann Getreide gemahlen. Zu Beginn des 20. Jahrhundert ging sie in den Besitz einer Großbäckerei über, die hier dann auch investierte und den heutigen Stand mit dem markanten Siloturm herstellte. Nach dem Krieg wurde sie in einen VEB eingegliedert.

Polstermöbelfabrik

In DDR Zeiten gehörte die Fabrik dann einem VEB Kombinat an und hier wurde unter anderem auch Möbel für IKEA hergestellt. 1997 endete hier die Produktion und Wind und Wetter, sowie ein Hochwasser haben dem Gebäude schon mächtig zugesetzt, es verfällt zusehens. Einige Böden sind schon sehr schief und nicht mehr zu betreten.
Da die Erben das Areal nicht haben wollten ist der Staat jetzt Besitzer und kann die alte Fabrik eigentlich nur noch abreißen.

Pension des Technikers

Dieses Haus erlebte einen wahren Urbex Ansturm. Viele Jahre war es weitesgehend unbekannt und konnte vor sich hin „reifen“. Die alte Gaststube war schnell nach Verlassen feucht geworden, die Deckenlampe stürzte herab und auch der Putz viel von der Decke, auch ein paar Räume in diesem Bereich sind schon stark von der Feuchtigkeit gezeichnet. Beim Verlassen wurden alle Heizkörper mit Folie eingewickelt, warum das? Auch der Grund warum hier alles zurück gelassen wurde ist uns nicht bekannt.
Jedenfalls war der Hausherr ein Freund der Technik, im Dachgeschoss finden wir eine kleine RFT-Werkstatt und viele dazu passende Geräte, die hier scheinbar auch nicht nur repariert sondern auch gesammelt wurden.
Wir sehen hier alles was das Sammlerherz begehrt, Messinstrumente, Monitore, Plattenspieler, HiFi Geräte aller Art, Telefone, Anzeigeinstrumente, Kabel, Taschenrechner, Fernmeldetechnik und und und. In den Nebenräumen afrikanisch eingerichtete Zimmer zum Verweilen. Ein Fernrohr zum Beobachten des Nachthimmels oder der Nachbarn?
In der ehemaligen Gaststätte dann eine Sammlung von Fotoapparaten und einigen anderen alten Dinge.
Dann befindet sich im Obergeschoss noch ein Tonstudio mit allem was man dazu braucht, nicht professionell aber trotzdem gut bestückt. Leider ist hier schon die Decke auf die Technik gefallen.
Ein wirklich spannendes Haus das wir hier erkunden konnten.

Haus des Bergmanns

In diesem kleinen Dorf gibt es ein mittlerweile schon sehr zugewachsenes Haus, auch von außen sieht das Anwesen schon sehr verfallen aus. Der Weg hinein ist schnell gefunden und wir finden noch sehr viel an Einrichtung im Inneren.
Zuletzt lebte hier scheinbar jemand in einfachen Verhältnissen. Der Fernseher ist noch ein s/w Modell so dass man von jahrzehntelangem Leerstand ausgehen muss. Auch das Radio, die Kleidung, die Möbel, die Küchenausstattung usw. sind Uralt. An der Wand eine Erinnerung an die Arbeitsstelle des Mannes im Tagebau die er scheinbar 1968 beendete.

Haus des Soldaten

Dieses kleine Haus in einer ehemaligen Kreisstadt ist uns schon lange aufgefallen. Aber links und rechts davon gibt es Nachbarn. Aber an einem Wochenende scheint es ruhig um das Haus zu sein und wir können hinein schlüpfen. Hier lebte in einfachen Verhältnissen zuletzt ein Mann. Wir finden eine Untersuchungsurkunde des Soldaten, als er entlassen wurde. Heute ist das Häuschen sehr baufällig und wie es aussieht schon viele Jahre verlassen. Der alte schwarz/weiß Fernseher wurde wohl zuletzt vor über 30 Jahren benutzt. Das Grundstück ist zugewuchert, aber irgend jemand hat dort eine Schneise geschlagen so das man gut zum Gebäude kommt.

Nachrichtenbunker

Hier in der Nähe des Hauptquartiers der GSSD auf dem Gebiet der DDR finden wir diesen kleinen Nachrichtenbunker. Leider ist er vollständig entkernt und auch schon beschmiert. Er wurde in den 1980er Jahren erbaut und hatte 2 Etagen. Hier war die Troposphären- und Richtfunkstelle einer Luftarmee untergebracht. Die Eingänge wurden später verschüttet aber es gab doch einen Weg hinein.

KiTa Biene Maja

Im Augenwinkel sehen wir im vorbei fahren diese eingewachsenen Gebäude und da an diesem Tag nicht so viel Zeit war kommen wir wieder im das Gelände zu erkunden. Es stellt sich als alte Kindertagesstätte heraus. Offensichtlich zu DDR Zeiten errichtet und auch noch bis in die 2000er Jahre hinein betrieben. Geschlossen scheinbar vor über 10 Jahren müssen jetzt die Kinder woanders untergebracht werden.

Bunker Kossa

Die Bunkeranlage Kossa, gelegen in der Dübener Heide in Sachsen / Sachsen- Anhalt, ist ein beeindruckendes Zeugnis des Kalten Krieges. Erbaut zwischen 1976 und 1979 von der Nationalen Volksarmee der DDR, diente sie als geheime Führungsstelle im Falle eines Atomkriegs.

Ein Labyrinth unter der Erde:

Die Anlage besteht aus mehreren Bunkern, die bis zu 8 Meter tief unter der Erde liegen. Die einzelnen Bunkerabschnitte beherbergten verschiedene Funktionsräume, darunter:

Kommandozentrale:
Hier wurden die Entscheidungen im Ernstfall getroffen.
Nachrichtenzentrale: Sichere Kommunikation mit anderen militärischen Einrichtungen.
Ruhe- und Aufenthaltsräume: Für die Soldaten, die im Bunker stationiert waren.
Versorgungsräume:
Mit Lebensmittel, Wasser und anderen notwendigen Gütern.
Einzigartige Einblicke:
Heute ist die Bunkeranlage Kossa als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucher können an Führungen teilnehmen und die verschiedenen Räume besichtigen. So erhalten sie einen Einblick in die Welt des Kalten Krieges und die militärische Infrastruktur der DDR.

1935
Deutschland rüstet zum Krieg. In jenem Jahr sucht sich die Westfälisch-Anhaltinische Sprengstoff AG (WASAG) ausgerechnet einen der schönsten Flecke in der Dübener Heide aus, um eine Munitionsfabrik zu errichten und zu betreiben. Während des Krieges kommen dort tausende Zwangsarbeiter zum Einsatz.

Nach Kriegsende
Die Sowjets sprengen Straßen, Wege und sämtliche WASAG-Bunker. Kaum fünfzehn Jahre später zeigt die NVA der DDR Interesse für die Liegenschaft. Im Gebiet „Buche“ entstehen in den sechziger Jahren eine Pionier- und eine chemische Werkstatt mit Gerätelagern und mehrere Verwaltungsgebäude. Nahezu 400 Armeeangehörige und Zivilbeschäftigte waren dort tätig.

1976-1979
Die umfangreichen Bauarbeiten innerhalb eines abgeteilten Stückes im Objekt dienen nicht einfach der Erweiterung des Bestehenden, vielmehr entsteht dort eines der bestgehüteten Militärgeheimnisse der DDR. Eine geschützte Führungsstelle im Rahmen der Planung von Verteidigungshandlungen des Warschauer Vertrages.

1990-1993
Die Bunkeranlage wurde 1990 von der Bundeswehr übernommen und 1993 aus ihrem Bestand ausgegliedert.

1997-2002
Aufbauwillige finden sich und stellen es sich zur Aufgabe, dieses Denkmal zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

2002
Die einst geheime und geschützte Führungsstelle wird als technisches Kulturdenkmal anerkannt und als Museum offiziell eröffnet. Von nun an finden Führungen durch die Bunkeranlage statt.
Quelle: https://www.bunker-kossa.de/bunkeranlage-museum.html