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Schloss Sehnsucht

Das Schloss wurde hier um 18. Jahrhundert errichtet. Es folgten einige Besitzerwechsel und noch einmal ein Umbau Anfang des 20. Jahrhunderts,  der die heutige Form entstehen ließ.

Nach dem 2. Weltkrieg sind hier verschiedene Nutzer eingezogen. Unter anderem diente es als Schule und zuletzt wohl als Altenpflege, was auch die noch vorhandene Einrichtung zeigt. Dazu wurde es nach der Wende renoviert. Seit wann es genau leer steht ist nicht bekannt, aber der Zahn der Zeit nagt auch hier schon am Gemäuer.

Die Alte Verwaltung

Dieses Gebäude wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Verwaltung des hier entstehenden Zementwerkes errichtet. Es zog dann die Geschäftsführung, die Buchhaltung und ein Labor ein.
Nach dem Krieg wurde dann das Gebäude als Jugendwerkhof genutzt.
Der letzte Nutzer nach der Wende, war dann eine Großküche, die „Essen auf Rädern“ anbot. Nachdem dieser Service aufgegeben wurde, steht das Gebäude leer.

Wenn aus Abfall Wertstoff wird

An einem Waldrand befinden sich die Reste eines Unternehmertraums. Das Unterfangen aus Bioabfällen Pellets zum Düngen herzustellen scheiterte krachend.

Die Bilder sind von 2 Besuchen 2015 und dann noch einmal 2022.

Schwimmbad Praha

Diese Schwimmhalle musste vor ein paar Jahren schließen, da ein moderner Neubau in der Nähe eröffnet wurde.
Erbaut wurde dieses Volksschwimmbad in den 1970er Jahren.
Als Besonderheit gibt es hier ein 18 Meter breites Glasfenster, das bei günstigem Sonnenstand durchleuchtet wird und dann einen Blickfang darstellt. Dieses Kunstobjekt stellt das Thema „Wasser und Mensch“ dar.

Jetzt wird ein Nachnutzer gesucht, aber für ein solches Objekt kann das schwierig werde, so dass auch ein Abriss in Frage kommt.

Flugplatz Nohra

Dieser Flughafen war von 1916 bis zum Jahr 1992 in Betrieb. Er hatte 3 verschiedene Nutzer. Zuerst die Deutsche Luftwaffe, dann nach dem Krieg die US Air Forces und zuletzt bis zu ihrem Abzug aus Deutschland die GSSD. Der frisch erbaute Flughafen musste 1920, auf Grund des Versailler Vertrags zivil umgenutzt werden. Die hier entstandenen Fabrik war aber als Tarnobjekt errichtet worden. Es entstand dann auch eine Betonpiste.
1935 wurde dann aus dem Flugplatz der Fliegerhorst Weimar-Nohra. Kurze Zeit später wurde mit der Errichtung einer Kaserne begonnen. Der Flugplatz wurde zur Ausbildung genutzt und im 2. Weltkrieg waren hier Jagdflugzeuge stationiert.
Nach der Übernahme des Standortes durch die US Army wurde er kurz von ihr genutzt, bis am 3.7.1945 die 8. Gardearmee der Roten Armee hierher verlegt wurde. Auch ein Hubschrauberregiment wurde hier stationiert. Nach dem Abzug 1992, wurde bald begonnen die ca. 200 Gebäude abzureißen und das Gelände renaturiert. Einige Häuser sind heute in ziviler Nutzung und von der militärischen Zeiten sind nur wenige Erinnerungen geblieben.
So fanden wir das Lenin Monument und ein Denkmal des unbekannten Soldaten mit „Ewiger Flamme“.

Sperenberger Flugplatzrunde

Im Sommer 22 konnten wir mit Aviator Urbex und einer Betretungserlaubnis den Flugplatz mit dem Auto erkunden.

Leider war an diesem Nachmittag wenig Zeit, so das wir die Landebahn befuhren und den Hangar, den Tower, das Abfertigungsgebäude, das Haus in dem sich Erich Honecker bis zu seinem Abflug nach Moskau aufhielt und ein paar Motive in der Kaserne aufnehmen konnten.

Auch im November 2023 waren wir mit Aviator Urbex wieder da.
Die Bilder sind am Ende angereiht.

Theater ohne Dach

Diese Lichtspieltheater wurde Mitte der 1950er Jahre erbaut und eröffnet. Es hatte knapp 500 Plätze und war auch für Kulturveranstaltungen gedacht.
Über dem Eingang wurde ein DDR typisches Flachrelief angebracht. Das Dach muss zwischen 2018 und 2020 eingestürzt sein. Die Rettung dieses Hauses scheint damit nicht mehr möglich.
Ohne große Erwartungen begann die Erkundung, aber am Ende war es trotz des zerstörten Saals ein spannender Ort der am Ende doch einige schöne Motive und Erinnerungen brachte.

Der Schmelzofen

Diese Hütten zur Edelmetallgewinnung wurden schon im 14. Jahrhundert erwähnt. Anfang des 19. wurden dann hier aus den Erzen der Umgebung, Silber, Kupfer und Nickel gewonnen und der Hüttenbetrieb aufgenommen.
Später folgten Erweiterungen für die Produktion von Zink, Säuren und Metallen. Jetzt wurden dazu auch Erze aus dem Ausland verhüttet.

Der Betrieb wurde auch in der DDR weiter geführt, mittlerweile kam aber auch der Aspekt der Umweltverschmutzung thematisiert. Nach der Wende erfolgte dann eine umfassende Modernisierung und so kann auch heute noch der Betrieb, umweltgerecht aufrecht erhalten werden.

Dieser hier gezeigte Teil ist aber nicht mehr in Betrieb und wurde früher als Schmelzofen genutzt. Entstanden ist das Gebäude gegen 1890 und wurde zuletzt Ende der 1930er Jahre modernisiert.
Die Erkundung gestaltete sich äußerst schwierig, da der Zugang nur durch sturzbachartige Wasserfälle möglich war. Aber wir gelangten hinein und können jetzt diese Eindrücke zeigen.

Der Metallbetrieb

Wir konnten einen metallverabeitender Betrieb mit vielen Motiven  besuchen. Ein tolle Erkundung, auch der riesige Kellerbereich hielt einige Überraschungen bereit.

Sprenggarten Adlershorst

Dieses ehemalige Versuchsgelände der Wehrmacht liegt tief im Kummersdorfer Wald und gehörte zur damaligen Versuchsstelle-Ost. Hier wurden Probesprengungen von Splittergranaten durchgeführt und auf der Schießbahn panzerbrechende Munition erprobt. Gebaut wurde das hier ab 1937.
Die 165m lange Schießbahn ist mit Beobachtungsbunkern ausgestattet, in der Umgebung gab es noch eine kleinere Schießbahn, 2 runde Wasserbecken unbekannter Funktion, sowie Munitionsbunker.
Vom Sprenggarten ist nichts mehr zu sehen, die umgebenden Bretterwände wurden nach dem Krieg abgetragen. Es sind nur noch die dazugehörigen Beobachtungs- und Muitinsbunker vorhanden.
Die GSSD nutzte scheinbar einige dieser Bunker nach, in einem finden wir einen wohnähnlichen Ausbau. Aus welcher Zeit das aber stammt ist unklar. Sogar eine Hundehütte ist vorhanden.

Übersichstplan