Zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde hier diese Schießbahn errichtet und immer weiter ausgebaut. Der Artillerieschießplatz diente zur Erprobung von Waffen, Geschützen, Munition und Ausrüstung. Die Beobachtungsbunker scheinen standardisiert zu sein. Bei mehreren Wanderung in diesem Gebiet konnten wir viele dieser Bauten finden, die wie an der Schnur gezogen heute im Kiefernwald stehen.
Der letzte der 10 Bunker steht über 7.000 Meter vom Abschussgebiet entfernt. Am Ende der Schießbahn gibt es noch verschiedene Ziele und Fangkörbe, wie es scheint wurde an unterschiedlichen Bauarten und Materialien der Beschuss erprobt.
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Altes Materiallager
Hier waren wir ja schon vor einigen Jahren.
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In diesem Winter statteten wir dem Areal noch verschiedene Besuche ab, einmal im Schnee bei besonderem Abendlicht.
Dann noch Areale die wir früher nicht besucht hatten, es sind zwar die immer gleichen Lagerhäuser, aber im Inneren wartet dann doch noch verschiedenstes Inventar. Auch einen Wachturm fanden wir noch am Rande des Lagers.
Kulturpalast
Auch in dieser aufstrebenden Industrieregion der DDR sollte eine zentrale Stätte des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens geschaffen werden.
So arbeiteten auch die Chemiearbeiter hier mit und 1954 wurde das Haus eröffnet. Von nun an traten hier nationale und internationale Künstler auf. Auch das Fernsehen der DDR zeichnete hier Shows auf. Aber auch Vereine und Zirkel konnten sich hier im Haus ihren Aktivitäten widmen.
Der große Saal bot 1.000 Sitzplätze, es gab noch kleinere Bühnen, viele Räume für kleinere Nutzer und ein Restaurant im Keller.
Nach der Wende erfolgte der Verkauf an einen privaten Investor, der das Haus bis 2015 nutzte. Nach der Schließung übernahm der Chemiepark wieder das Gebäude und wollte es sogar abreißen, das aber auf Widerstand in der Bevölkerung stieß. Heute gibt es wieder Pläne für eine Nachnutzung, der Investor machte jetzt sogar diese Besichtigung möglich.
Schweinehochhaus
Einst war das 6-etagige Schweinehochhaus ein Prestigeobjekt der DDR. Es wurde vor über 50 Jahren erbaut und es wurden dabei die typischen Beton-Fertigteile benutzt. Hier wurden Schweine gezüchtet um diese dann an weitere Mastbetriebe zu verkaufen.
Nach der Wende gab es neue Betreiber. Vor knapp 10 Jahren kamen die Türschützer um die schlechten Haltungsbedingungen öffentlich machten. Proteste und die Filme über die Tierschutzverstöße führte dann zur Schließung der Anlage. Es wurde auch der Abriss gefordert der aber bis heute nicht umgesetzt wurde.
Autofriedhof
Am Rande eines kleinen Dorfes finden wir diesen Autofriedhof. Details darüber sind uns nicht bekannt. Wie es scheint hat hier jemand über lange Zeit Fahrzeuge aus der ehemaligen DDR gesammelt und abgestellt. Wir finden verschiedene Anhänger, LKW W50 und L60, den Robur, Multicar, Traktor Fortschritt, Bagger und verschiedene Greifer. Militäraufbauten mit Inventar, usw.
Viele der Fahrzeuge haben mittlerweile eine „natürliche“ Wegfahrsperre erhalten. Dadurch weiß man das diese über Jahrzehnte nicht bewegt wurden.
04-2024
Am Ende eines Erkundungstages schauten wir auch hier noch einmal vorbei, die Frühlingsblüher gaben dem Platz eine schönes Äußeres. Auch war diesmal die Halle offen, in der wir noch Trabbis fanden. Hier ist aber eine große Unordnung vorhanden. Auch die Militärgeräte fehlen, waren es Diebe oder guckt hier jemand vorbei und benutzt noch Teile der Fahrzeuge? Aber es hat den Anschein das hier nicht wirklich jemand nach dem Rechten schaut, da alles immer weiter zuwächst.
Hauptsendestelle der Luftarmee
Dieser GSSD Bunker wurde Mitte der 1980er Jahre erbaut und diente der Luftarmee des Hauptquartiers als Hauptsendezentrum. Er ist 2-etagig aufgebaut und ebenerdig errichtet und wurde dann mit Erde überdeckt.
Lange Zeit war er verschlossen, da jetzt aber ein Investor das Gelände gekauft hat um dort Wohnungen zu errichten, wurde er geöffnet und scheinbar nicht mehr so sorgfältig verschlossen.
Im Untergeschoss befand sich der Sendesaal mit Operatorplatz, in der oberen Etage befanden sich die Arbeits- und Ruheräume.
Baumwipfelpfad Beelitzer Heilstätten
An einem regnerischen Herbsttag besuchten wir die alten Heilstätten. Diese sind mittlerweile erschlossen und werden umgebaut oder touristisch genutzt. Wir beginnen im Sektor A mit einer Führung durch die alte Chirurgie A1, die immer noch unsaniert da steht. Der Baumpfad geht über das Alpenhaus A3 und wurde immer weiter ausgebaut, soll am Ende dann auch über die Chirurgie gehen. Die Gebäude A4, A5 und A6 sind noch unsaniert. Zum Glück verirrten sich an diesem Tag nur wenige Menschen dort hin und man hatte seine Ruhe.
Dann guckten wir uns noch in den anderen Sektoren um. Das Männer Lungenheilgebäude, auch als „Withney Houston Haus“bekannt (B1) ist im Endstadium der Sanierung und erstrahlt in neuem Glanz.
Auch rund um das Heizwerk ist nichts wieder zu erkennen, Bäckerei, Fleischerei und Wäscherei sind in Renovierung (C3, C4, C6) auch auf dem Gelände des Männersanatoriums sind Arbeiten in Gange, wir wurden freundlich aber bestimmt vom Gelände gebeten. Alles in Allem ist der Charme der vergangenen Zeit nicht mehr vorhanden, die Heilstätten erwachen zu neuem Leben.
Weiter Links von den investoren:
Sektor C: Quartier Beelitz Heilstätten
Kultur siedelt sich auch im Männersanatorium C7 und Badehaus C9 an: KulturBHS
Sektor D, abgeschlossen: Refugium Beelitz-Heilstätten
Ein weiterer Investor dort: Skaj
Dieser Anbieter renoviert auch das Männerlungenheilgebäude B1: Link
Hier der Link zum ursprünglichen Beitrag über die Beelitzer Heilstätten
Landungsboot der GSSD
Am Rande eines Truppenübungsplatzes der GSSD liegt dieser kleine See. Hier wurde früher mit den Landungsbooten geübt.
In der Mitte liegt auch noch ein Gestell, das wir nicht zuordnen könne aus welcher Zeit es stammt. Aber diese Boote haben wir auch schon in anderen Kasernen gesehen. Erst durch die Trockenheit der letzten Jahre ist das Boot zum Vorschein gekommen, da es früher komplett unter Wasser lag. Heute ist es ein Bestandteil des Ufers und man kann sich durch den Matsch hin kämpfen.
Albrechtshaus
Wir nennen diesen Ort mit Klarnamen, weil hier wirklich nichts mehr zu retten ist.
Lange Zeit hatten wir vor dieses Objekt zu besuchen, nach mehreren Bränden fehlte uns die Lust. Durch einen Urlaub im Harz aber guckten wir auch hier einmal vorbei. Jetzt beim Bearbeiten der Bilder fehlt irgendwie die Stimmung die damals dort herrschte und den Besuch doch zu etwas besonderem machte. Trotz oder wegen der Zerstörung war es eine spannende Erkundung, auch das etwas abgelegene Haus fanden wir architektonisch sehenswert.
Zur Geschichte:
Wie viele Lungenheilstätten wurde diese auch um 1900 erbaut. Die Landesversicherungsanstalt Braunschweig war der Bauträger und es konnten 40 Männer hier unterkommen. Ein Jahr später wurde daneben das Marienheim für 24 Frauen eingeweiht.
Die kleine Holzkirche ist dann 1905 eingeweiht worden und ist heute abgebaut um an anderer Stelle wieder in neuem Glanz zu erstrahlen.
In den weiteren Jahren erfolgten mehrere Ausbaustufen um mehr Patienten aufnehmen zu können. Das waren dann um 1930, 100 männliche und 80 weibliche Lungenkranke.
Auch in den DDR Zeiten wurde hier zuerst die Tuberkulose behandelt, bis es dann ein Fachkrankenhaus wurde. Gegen Ende ist es dann, bedingt durch den Rückgang der Lungenkrankheiten zum Sanatorium geworden. Eine Umwandlung in eine Rehaklinik nach der Wende brachte keinen wirtschaftlichen Erfolgt und so erfolgte 1993 die Schließung. Es gab dann Pläne für ein Luxus- oder Wellnesshotel, aber seit 2009 ruht hier auch die Planung dafür. In dieser Zeit muss es auch einen Teilabriss gegeben haben, da die SAT Bilder von 2000 bis 2009 eine Veränderung sichtbar machen. Der nördliche Teil der Klinik verschwand. Ein Großbrand 2013 machte das Gebäude dann zu einer Ruine, dieser Zustand dauert bis heute an.
Cafe Kohlhase
Zu diesem ehemaligen Cafe finden wir keine relevanten Informationen. So muss die Erfahrung vor Ort ausreichen um das Objekt zu beschreiben.
Die Lage direkt an der Hauptstraße macht den Zugang nicht einfach, aber wir können an einem regnerischen Tag hinein schlüpfen. Ein erster Schreck als sich der jetzige Bewohner an uns vorbei schlich, wir und die Katze hatten jeweils einen kurzen Herzaussetzer bekommen.
Da wir keine Einträge im Internet finden, gehen wir schon von längerem Leerstand aus. Die angefangene Renovierung deutet auf einen Nachtnutzungsversuch als Wohnhaus hin. Heute ist aber schon einiges undicht hier und verfällt schon.
Es gab einen kleinen Biergarten, aber die Lage an der Straße machte das Verweilen sicher nicht so angenehm wie gewünscht. Der benachbarte größere Ort boomt heute und lockt viele Touristen an, aber hier etwas abseits der Touriströme ließ sich dann kaum jemand nieder und die Einheimischen bleiben dann irgend wann auch fern, so das sich der Betrieb nicht mehr rechnete.












































































































































































































































































































