Das sind die Reste eine Fliegerhorstes.
Heute stehen noch 2 von 3 Hangars und die Ruinen von 2-3 Verwaltungsgebäuden, mittlerweile scheinen diese Rest vergessen zu sein.
Die Gründung des Fliegerhorstes erfolgte hier um 1934 und genutzt wurde der Flugplatz zum Einfliegen und Einführen von neuen Flugzeugen. Bis zum Kriegsende waren hier dann verschiedene Truppenteile stationiert.
Danach übernahm die Rote Armee das Gelände. Hier war ein Panzerregiment, Mot-Schützen, Pioniere und andere Einheiten stationiert. Ein Feldflugplatz bauten die Sowjetischen Streitkräfte neu.
Nach dem Abzug fand sich keiner der das Gelände nutzen wollte und der Verfall begann. Der Abriss eines Hangar für eine Industrieanlage erfolgte vor rund 15 Jahren. Der Rest wird langsam von der Natur zurück erobert. Einige Teile der Deckenkonstruktion der Hangars sind schon herab gestürzt.
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Sonderwaffenlager Fichte
Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR gab es 2 Sonderwaffenlager für atomare Sprengköpfe, beide in Brandenburg. Dieser Standort wurde in geheimer Mission in den 1960er Jahren errichtet. Es wird vermutet das ab 1969 hier die Waffen eingelagert wurden. In diesen Bunkern wurden Kernsprengköpfe, die im Ernstfall an die Raketentruppen der NVA übergeben werden sollten, gelagert.
Die Anlage bestand aus 2 baugleichen Lagerbunkern, die um 90° versetzt angeordnet waren um die Zugänglichkeit nach einem nahen Treffer zu gewährleisten. Hier konnten ca. 160 Sprengköpfe aufbewahrt werden.
Ende 1990 wurde das Lager geräumt und an die Behörden übergeben. Die oberirdischen Bauten sind heute abgerissen und es war jetzt kurze Zeit einer der beiden Lagerbunker zugänglich. Dabei entstanden die folgenden Bilder.
Hier der Beitrag des anderen Sonderwaffenlagers.
Ton der Schiebtüren der Lagerbunker
Kino in Not
Ist das Kino ein verlassener Ort? Nicht so ganz, jedenfalls ist der Betrieb eingestellt aber die notwendigen technischen Anlagen werden noch betrieben um eine Wiedereröffnung zu ermöglichen.
Das Gebäude hier wurde schon 1894 als Wagenhalle genutzt, Teile davon sind heute im Kino integriert.
Schon um 1920 erfolgte der Umbau zum Kino, hier konnten bis 1.000 Besucher Platz finden.
In den Zeiten des 2. Weltkriegs fanden dann aber keine Vorführungen statt, sondern die Räume wurden als Lazarett genutzt.
Ein weiterer Umbau und eine Wiedereröffnung erfolgte dann 1957. Zu dieser Zeit war das Kino das Premierenkino Ostberlins und der DDR.
Nach der Wende übernahm die Treuhand das Lichtspieltheater und privatisierte es. Die letzte Modernisierung erfolgte hier dann 1997. Wegen der Corona Pandemie musste das Kino 2020 geschlossen werden und zahlreiche Leute kämpfen heute für eine Wiedereröffnung. Der Eigentümer will lieber Wohnungen oder Büros erschaffen.
Wir sind gespannt wie dieser Kampf ausgeht.
VE Mühle
Diese Volkseigene Mühle ist in 2 großen Bauten aufgeteilt. Leider ist ein Betriebsteil nicht zugänglich, da dort auf dem Dach einiges an Antennen verbaut ist. Der Blick durch die Fenster lässt aber spannendes erahnen.
Aber auch der andere Teil war nicht langweilig und überraschte uns, für einen Zufallsfund war das doch eine schöne Location. Keinerlei Vandalismus ließ uns einen fast intakten Mühlenbetrieb erkunden. Man könnte meinen, wenn man die Motoren wieder anwirft und die Riemen auflegt, könnte es wieder los gehen.
Aber klar ist auch, diese Zeiten sind vorbei. Getreide wird längst wo anders gemahlen.
Stahlbau Außenstelle
Diese Außenstelle eine Stahlbaubetriebes ist heute verlassen und die Hallen weitestgehend leer geräumt.
In der Verwaltung blieb aber vieles zurück, sogar die Personalabteilung hat die persönlichen Dokumente der Mitarbeiter hier gelassen.
Vor 5 Jahren endete das Engagement an diesem Standort und der Betrieb wurde geschlossen.
Die knapp 20 Mitarbeiter konnten an den Hauptsitz wechseln, was einige taten.
Heute prangt der riesige Portalkran am Eingang der Niederlassung und wächst immer weiter zu. Die Verwaltung ist vandaliert, in der Montagehalle ist ja kaum etwas zum Zerstören vorhanden.
Dampf und Keramik
Der Ursprung der Keramikfabrik datiert auf das Ende des 19. Jahrhunderts. Der Firmengründer begann klein und forschte an Verbesserungen von Dampfmaschinen. Bald war die ursprüngliche Arbeitsstätte zu klein und diese Fabrik wurde hier an diesem Ort errichtet. Auch heute noch sieht man den Baustil von damals. Große gusseiserne Fenster und einige Verzierungen an der Außenfassade prägen das Erscheinungsbild. Vor den Weltkriegen waren hier über 200 Menschen beschäftigt. Später dann wurden hier neben Dampf- auch Keramikmaschinen entwickelt und hergestellt.
Nach dem 2. Weltkrieg aber wurde die Fabrik enteignet, abgebaut und als Reparationsleistung in die Sowjetunion verbracht. Ein paar Jahre später dann hier die Gründung eines VEB für Maschinen der Keramikindustrie und der Wiederaufbau. In den Hochzeiten hatte der VEB dann hier knapp 1.000 Beschäftigte. Nach der Wende erfolgte dann der Verkauf an ein Konkurrenzunternehmen. Vor knapp 10 Jahren scheiterte ein Insolvenzerfahren und der Betrieb wurde eingestellt.
Denkmal der Roten Armee
Am Rande eines alten Truppenübungsgplatzes finden wir dieses Denkmal. Es wurde restauriert, dabei ist sogar ein Fehler unterlaufen, im 3. und 4. Wort ist wahrscheinlich ein Buchstabe falsch. Sonst ergibt der Satz kaum einen Sinn.
НАША СЛАВА В БОЯХ ЗАВОЁВАНА –
UNSER RUHM WIRD IN SCHLACHTEN EROBERT
Sonst ist hier weit und breit nichts mehr zu finden von den früheren militärischen Aktivitäten.
Truppenübungsplatz Wünsdorf
Anfang des 20. Jahrhunderts gab es Überlegungen hier einen Truppenübungsplatz zu schaffen. Ab 1910 begann damit die Militärgeschichte des Standortes Zossen/Wünsdorf. 1911 wurde dann die Gemeinde Zehrensdorf für diesen Übungsplatz aufgelöst und in Zossen auch ein Truppenlager eingerichtet.
Hier übten Infanterieeinheiten bis zum Ende des 1. Weltkrieges. Danach endete vorerst die militärische Nutzung und das Lager diente der Unterbringung von Umsiedlern und Emigranten.
Ab 1933 wurde die militärische Nutzung wieder aufgenommen, es wurden Bunker zur Artilleriebeobachtung gebaut. 1935 präsentierten sich Hitler hier erstmals Panzereinheiten.
1936 wurde das Areal zum Oberkommando des Heeres (OKH) ernannt. Weitere Bunker, wie die Bunkersiedlungen Maybach I und II, sowie der Fernmeldebunker Zeppelin wurden errichtet.
Ein Bombenangriff 1945 zerstörte nur wenig, die Arbeite des OKH wurde nicht unterbrochen.
Nach dem 2. Weltkrieg übernahm die Rote Armee Wünsdorf, die Bunkeranlagen wurden bis 1948 gesprengt. Der Bunker Zeppelin aber wurde ausgebaut und erhielt den Tarnnahmen RANIT.
Der Übungsplatz wurde vielfältig genutzt. Heute finden wir Überreste von mehreren Schießständen, einige Gräben und Schützenpanzermodelle zur Infanterieausbildung, sowie Panzerschießbahnen. Was hier genau alles gemacht wurde war wie immer ein Geheimnis der GSSD.
Nach dem Abzug der GSSD/WGS wurde das Gelände dem Land Brandenburg übergeben und es begann die Umgestaltung der ehemaligen Kasernenkomplexe, die bis heute andauert.
Wir besuchten diesen TÜP mehrmals und zeigen jetzt die folgenden Bilder davon. Danke auch an Andreas der einige der gezeigten Objekte gesucht und gefunden hat.
Sicher wird in einiger Zeit noch etwas hinzu kommen, sowie ein Video von der Begehnung.
Ein Video der Begehungen:
Das Hartsteinwerk
Wann hier genau mit dem Abbau von Hartsteinen begonnen wurde, wissen wir nicht.
Aber es muss ein Pause gegeben haben, denn die Wiederaufnahme des Abbaus erfolgte in den 1980er Jahren. Geschlossen wurde die Anlage Anfang des 21. Jahrhunderts, als der Betrieb an ein Konkurrenzunternehmen verkauft wurde. Die wichtigsten Geräte wurden danach abgebaut und verlegt. Einiges auch abgerissen.
Heute hat sich hier die Natur schon viel wieder zurück geholt, der blaue See in einem alten Abbauloch sah schon sehr verwunschen aus. Einmal im Jahr wird hier etwas Schotter aus dem Tagebau geholt, so das die Genehmigung nicht erlischt. Das Verwaltungsgebäude ist verwüstet und bietet einen trostlosen Anblick.
Das Flaschenhaus
Dieser Lost Place ist recht bekannt und da wir auf der Durchreise waren, wollten wir dieses skurrile Gebäude auch einmal ansehen. Man muss sagen, das es sich immer noch gelohnt hat, da man so ein Haus wahrscheinlich kein zweites Mal sieht. Heute ist es durch Vandalismus schon stark mitgenommen, aber die Lage einsam im Wald lässt den Schutz ja fast nicht zu. Mitten in einem Wandergebiet liegt dieses Flaschenhaus, aber wie kommt es hier her?
Es ranken sich viele Geschichten rund um das Anwesen. Wir geben hier mal die wahrscheinlichste Version wieder. Der Erbauer wollte hier, in den 1970er Jahren mit einfachen Mitteln sein Wohnhaus errichten, deshalb bot sich der preisgünstige Baustoff an. Flaschen im Verbund mit Beton. Eine Baugenehmigung gab es natürlich nicht. Das die Konstruktion robust ist, zeigt sich ja auch heute noch. Es war eigentlich alles vorhanden, autarke Stromversorgung, Wasser, WC sogar eine frei stehende Badewanne im Garten ist vorhanden. Das muss früher schon ein Anblick gewesen sein, wenn Wanderer hier vorbei kamen und der Hausherr in der Wanne saß.
Aber wo ist der Erbauer jetzt? Man sagt das es hier viele Polizeieinsätze gegeben hat und der Besitzer wohl auch auf die Beamten geschossen hat. Am Zaun befindet sich auch Stacheldraht, was ja zu einer Verschanzung im Wald passt. Andere Berichte sprechen davon, das der Mann verstorben ist, wann ist nicht bekannt.






























































































































































































































































































