Das ist eine alte Kompressorhalle für eine Kohlenmine.
Damit wurden die Bergleute und Maschinen mit Luft unter Tage versorgt. In den 1960er Jahren wurde diese Mine schon geschlossen und die anderen Gebäude schon vor 30 Jahren abgerissen. Nur die Kompressorhalle und eine Halle, die heute weitestgehend leer ist, blieben stehen.
Die Kohle wurde gleich in der Nähe verkokt und in dem benachbarten Kraftwerk verarbeitet.
Ein toller Ort, einsam steht das Gebäude in der Landschaft, kaum zu erwarten welche alten Maschinen hier schlummern. Die Lichtstrahlen dringen durch kleine Löcher ins Gebäude und leuchten die Dunkelheit aus.
Man muss aufpassen wo man hin tritt, der Boden ist löchrig. Aber es hat sich gelohnt.
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Dieselfarm
Den Namen trägt dieses kleine Kraftwerk von den ordentlich hintereinander aufgereihten, riesigen Dieselgeneratoren. Sie sitzen dort ein wenig wie Hühner auf der Stange.
Das Kraftwerk ging hauptsächlich im Notfall ans Netz um hohe Bedarfsspitzen abzufangen. Da die alten Generatoren aber bereits seit geraumer Zeit nicht mehr rentabel waren, wurde der Betrieb vor einigen Jahren komplett eingestellt und die kleine Belegschaft auf umliegende Kraftwerke verteilt.
Wenn alle 8 Dieselmotoren gleichzeitig in Betrieb waren, muss in der großen Halle ein Höllenlärm geherrscht haben. Glücklicherweise war es bei unserem Besuch fast totenstill, ein unregelmäßiges Knacken ließ einen immer etwas unruhig werden. Neben der Technik war der Kontrollraum ein weiteres Highlight.
Charbonnage de Forte-taille
Wieder besuchten wir die oberirdischen Reste einer Kohlenmine. Sie wurde in den 1860er Jahren gegründet. Auf Grund eines Unfalls in den 1920er Jahren, wo ein Dutzend Bergleute starben, nahm hier die Tätigkeit ab und rund 10 Jahre später wurde diese geschlossen.
Nachnutzer der Gebäude und des Geländes war ein Containerservice, auch Abfälle wurden hier nach dem 2. Weltkrieg gelagert. Zuletzt nutzte ein Schrotthändler das Areal, der aber den Ärger der Anwohner auf sich zog und auf deren Druck hier auf gab. Später dann wurde die Stadt Eigentümer, hatte aber bis heute keine Verwendung dafür. Abrisspläne vor einigen Jahren sind nicht umgesetzt worden. Hier sollte ein Gewerbegebiet entstehen, aber das große Industriesterben in der Stadt machte dieses Vorhaben zu Nichte. Jetzt ist Vandalismus eingekehrt und das was hier noch an Wertstoffen vorhanden war, entwendet. Übrig geblieben sind die alten Gebäude, die mittlerweile schon stark eingewachsen sind.
Carolo Beton
A310 Cafe
Möchtest du einen A310 haben? Bitte, dieser steht zum Verkauf.
Abtransport unklar und nicht im Preis enthalten.
15 Jahre war das Flugzeug für Nigeria Airways unterwegs, bis er am Ende 1999 am Rande der Schnellstraße „gelandet“ ist.
Hier wurde ein Cafe, ein Restaurant und eine Bar betrieben, das Highlight war die Terrasse auf dem rechten Flügel. Der Besitzer hat das Grundstück verkauft und möchte nun auch das Flugzeug los werden.
Heute ist hier ein Firmenparkplatz etabliert und das Flugzeug und die Bar mittlerweile auch dem Vandalismus ausgesetzt.
Charbonnage Du Gouffre
Hier wurde einmal vor vielen Jahren eine Kohlenmine betrieben.
Es Begann 1916 und endete 1967. Das Hauptgebäude wurde dann 1934 erbaut. Ein paar Jahre nach der Schließung gab es hier 3 Jahre einen Zoo auch ein Schrottplatz war hier einmal heimisch.
Heute stehen nur noch die Ruinen hier, bis auf ein Gebäude das von einem Betonunternehmen genutzt wird.
Wie hatten am Ende des Tages tolles Sonnenlicht hier, aber auch eine Gewitterwolke die aufzog. Aber wir blieben trocken und konnten die Ruinen in verschiedenem Licht betrachten.
Black Factory
Woher die Fabrik ihren Szenenamen bekam wurde uns schnell klar.
Die Reste der Anlagen sind in dunklen Farben getaucht und fast alles hier ist grau bis schwarz.
Hier wurden einmal Graphitelektroden hergestellt. In den 1970er Jahren wurden die Anlagen erbaut und die Produktion aufgenommen. Bis vor über 10 Jahren die Produktion eingestellt wurde weil die Konkurrenz aus China zu groß wurde. In den Hochzeiten, einige Jahre nach der Inbetriebnahme, waren hier 300 Mitarbeiter beschäftigt. Bis ab den 1990er Jahren der Rückgang der Produktion begann. Auch wurden jetzt schon Teile der Produktion verschrottet. Der Abriss des Geländes stockte aber, weil es Streit über die Bezahlung gab und wohl auch jemand deswegen ermordet wurde. Der Verdächtige wurde aber nicht verurteilt. Wir wissen natürlich nichts genaues, das sind Geschichten aus dem Internet.
Später wurde die Location für Rave Party genutzt und ist weiterhin dem Verfall ausgesetzt.
Einzig der Siebturm mit seinen 13 Stockwerken ist noch eine Besichtigung wert. Der Rest ist zerstört, abgerissen oder vermüllt.
Medizinbunker
Vor Ort haben wir einige Spekulationen über diesen Bunker angestellt. Heute trennen ihn von der Kaserne doch einige Meter und eine vielbefahrene Straße. Außerdem ist ein Flughafen in direkter Nähe. Dieser wurde vor ein paar Jahren erweitert und jetzt ist der Shelterzugang auf einer Wiese. Auf alten SAT Aufnahmen erkennt man, das er früher im Wald lag. Im Inneren finden wir noch ein paar Betten und medizinische Geräte. Auch eine Fernsprechzentrale schien hier untergebracht. Die Kaserne ist leider total zerstört und beschmiert, dort haben wir keine Bilder gemacht.
Kokerei Barbele
In einer Kokerei wird mittels Destillation Koks und Rohgas erzeugt. Dieses Verfahren ist über Jahre bewährt und wurde auch hier eingesetzt.
Eine fast baugleiche Anlage konnten wir schon in Essen besichtigen.
Nun hier war der Zugang und das Unternehmen der Besichtigung weitaus spannender. Ein langer Weg durch mehrere Zäune über ein offenes Feld hinter dem gearbeitet wurde, brachte uns ans Ziel. Dort versuchten wir möglichst, ohne Aufmerksamkeit zu erregen, in die verschiedenen Anlagen zu kommen.
Ein Hauptziel, ein Gasometer war leider schon abgerissen. Langsam geht es dieser still gelegten Kokerei an den Kragen.
05-2023
Die Kokerei war reif für einen 2. Besuch. Zum Glück sind hier keine großen Abrissarbeiten zu sehen und das Gelände auch schon ganz gut zugewachsen. So versuchten wir die Orientierung zu behalten und verbrachten wieder einige Stunden auf dem Gelände. Als wir das Kraftwerk entdeckten, das beim 1. Besuch übersehen wurde war die Freude groß, da hier doch einige Motive und Eindrücke warteten. Auch das Gewirr an Rohren und Leitungen in luftiger Höhe sparten wir beim 1. Besuch aus. Zufrieden über diesen Industrietag machten wir uns dann auf den Rückweg.
Fliegerhorst an der Ostsee
Hier betrieb die Wehrmacht bis zum Ende des 2. Weltkrieges einen Militärflugplatz der in den 1930er Jahren errichtet wurde. Die Rote Armee übernahm dann das Areal und stationierte hier eine Luftarmee bis zu ihrem Abzug 1994.
Hier gab es alles, was für den Betrieb notwendig war, mehrere Hangars auch für Reparaturen, eine Segelflugstation, eine Fliegerausbildung sowie die Kaserne für die Soldaten.
Nach dem Krieg wurde das Gelände zuerst nicht genutzt und viele Anlagen abmontiert unter anderem auch 2 große Werfthallen. Kurzzeitig war hier auch eine Schiffswerft untergebracht, aber zu Beginn der 1950 er Jahren entschloss sich die sowjetische Administration hier wieder einen Flugplatz zu betreiben. Die vorhandene Infrastruktur wurde wieder aktiviert und erweitert. Eine 2. Rollbahn wurde gebaut und danach verschiedene Lufteinheiten hierher verlegt. Hauptsächlich waren hier Jagdflugzeuge. In den 1960er Jahren wurden hier weitere Veränderungen durchgeführt, die Startbahnen wurden verlängert und Flugzeugdeckungen und Munitionsbunker gebaut. Der Standort war jetzt oft der Ausgangspunkt für Schießübungen über der Ostsee, an denen viele weitere Truppen des Warschauer Paktes teilnahmen.
Eine weitere Sanierung Anfang 1990 wurde wegen der politischen Wende nicht durchgeführt und nach Abzug dieser dann geschlossen. Heute ist hier ein Museum ansässig auch für Festivals wird das Gelände genutzt. Die folgenden Bilder entstanden rund um die heute genutzten Bauten, die letzten 7 in der Galerie sind aus dem Museum.





























































































































































































































































