Die Weberei war einmal der größte Arbeitgeber des Ortes.
Seit über 30 Jahren wird hier aber nicht mehr in der ursprünglichen Form gearbeitet. Die alten Maschinen sind auch nicht mehr da.
Der Besitzer, ein Nachkomme der Gründer, betreibt hier ein ein Recycling von Kunststoffen. Überall liegen die „Rohstoffe“ dafür in den Hallen.
Die Substanz der alten Gebäude hat schon sehr gelitten, die Löcher zu flicken ist ja fast schon eine Lebensaufgabe, die sich aber der Eigentümer mit vielen Ideen auf seine Fahnen geschrieben hat. Bleibt zu hoffen das er den Kampf gegen die Zeit gewinnt. Wie es uns schien bedeutet das auch einen erheblichen finanziellen Aufwand, das ganze hier überhaupt dicht zu bekommen. An allen Stellen tropft es hinein, wie wir an diesem Regentag bemerkten.
Auch regt sich im Ort Widerstand gegen seine eigenwillige Betriebsführung. Vor ein paar Jahren wurde der marode Schornstein abgerissen, um einen Schaden durch herab fallende Steine auszuschließen.
Wir bekommen eine mehrstündige Führung durch das Areal mit vielen Geschichten des Eigentümers. Hier nun die dabei entstandenen Bilder.
Diese mechanische Weberei wurde zur Jahrhundertwende um 1900 errichtet. Ein erfolgreicher Betrieb der nun stetig anwuchs und in Spitzenzeiten mehr als 200 Beschäftigte hatte.
Zuletzt fertigte man hier Stoffe für Möbel. Nach 100 Jahren Produktion kam dann das Aus und seit dem stehen diese Hallen leer und sind mittlerweile der Stadt ein Dorn im Auge, die sich um den Abriss bemüht.
Jetzt regt sich aber auch Widerstand, der den Erhalt der Hallen fordert. Mal sehen wie das Ganze aus geht. Leider konnten wir nur einen kleinen Teil der ehemaligen Hallen besichtigen, da der Rest doch nicht so einfach zugänglich war.
Das alte Krankenhaus steht nun schon über 30 Jahre leer, trotz einiger Kaufinteressenten ist es nicht gelungen hier wieder eine Nutzung zu etablieren.
Erbaut wurde es gegen Ende des 20. Jahrhunderts, weitere Infos waren nicht zu bekommen.
Heute ist das Gebäude weitestgehend leer, aber am Ende fanden wir in dem oberen Stockwerk noch einige alte Gerätschaften aus der aktiven Zeit.
Als die Therme zu Beginn des 21. Jahrhunderts eröffnet wurde, war sie einmalig in Deutschland. Sie bot eine Heilwasser Außenbecken an, das im ganzen Jahr zu benutzen war. Auch im Inneren war angenehm warmes Sole Heilwasser vorhanden. Dazu gab es einen Wellnessbereich und eine Saunalandschaft.
Schon wenige Jahre nach der Eröffnung kam es zu einem Großbrand, vermutet wird wohl eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe die einen Großteil der Therme vernichtete. Zum Glück kam niemand zu Schaden. Der Wiederaufbau scheiterte auch weil es eine rechtliche Schlammschlacht gab. Jetzt kursieren Pläne für eine anderweitige Nutzung. Bei unserem Besuch war aber noch nichts davon zu sehen.
Diese Fabrik wurde im Jahre 1886 eröffnet, die Schließung erfolgte Mitte der 70er Jahre.
Jetzt wird es aber eng mit weiteren Informationen darüber, eigentlich ungewöhnlich bei solch einer langen Tradition des Betriebes. Wir finden nur einen Kommentar eines ehemaligen Mitarbeiters.
Die Spiritus- und Hefefabrik war ein Musterbetrieb in Technologie, Hygiene und Sauberkeit. Bis zur Einstellung der Hefefabrikation war dies der Fall. Dann äußert er sich über die Zerschlagung, den Verkauf der Anlagen und bescheinigt dem jetzigen Besitzer kein hohes geistiges Niveau. Er schämt sich wie es jetzt dort aus sieht.
Nun ich werte das mal als persönliche Meinungsäußerung, wir wissen nichts über den Untergang der Produktion hier. War es mangelnder Absatz? Es gibt ja im Land einige dieser Fabriken mit ähnlichem Schicksal.
Wir finden noch den Eintrag eines Herstellers. einer hier verwendeten Dampfmaschine, die zum Antrieb der Maschinen eingebaut wurde.
Diese Villa liegt am Nebenarm eines kleinen Flusses. Heute ist sie eingewachsen vom großen umgebenden Park. Nebenan befindet sich heute noch eine Industrieanlage, war das mal die Fabrikantenvilla? Wir finden vor Ort keinerlei Informationen über die letzten Bewohner. Auch die Recherche lässt nichts darüber finden.
Die Ausstattung mit dunklem Holz, lässt erahnen wie schön der Empfangsraum einmal aussah, als man die Villa betrat. Eine aufwendig gearbeitet Treppe führt nach oben. Es gibt auf den 2 Etagen einige Räume, die frühere Verwendung ist kaum noch zu erkennen.
Tief im Wald und auf einem Berg liegt dieses ehemalige DDR Ferienlager, der damalige Trägerbetrieb war ein Stahlwerk.
Frühere Gäste berichten von einem tollen Lager mit vielen Unternehmungen.
Wie meistens gab es ein einfache Ausstattung, das Haupthaus war massiv gebaut, die Baracken rundeten das Lager ab. Auch ein Schwimmbecken war vorhanden, heute wachsen Bäume darin.
Das Gelände wird wohl zur Zeit von einem Bauern genutzt, hier stehen Pferde und deren Mist liegt überall herum. Dazu passen auch die hier abgestellten Kutschen, aber diese scheinen scheine lange nicht mehr von einem Pferd gezogen worden zu sein.
Dieser ehemalige VEB stellt zuletzt Plasteteile her. Nach der Verlagerung der Produktion, vor einigen Jahren, steht dieser Betrieb jetzt leer. In den oberen Stockwerken wurde versucht gegen die eindringende Nässe anzukämpfen, was nur mäßig gelingt.
Als ein Freiherr, aus einer berühmten Familie, hier Ende des 19. Jahrhunderts im alten Schloss einzog, begann die Entwicklung dieses Anwesens.
Der Pferdenarr baut hier vieles zur Zucht und zum Training der Pferde auf.
Ein paar Jahre später baute er dann das jetzige neue Schloss sowie einen umgebenden Park mit allem was so dazu gehörte. In Kriegszeiten nutze die Wehrmacht das Schloss, es gab ein Pferdelazarett und auch Kriegsgefangene arbeiteten hier und wurde auch im Haus einquartiert.
Die sowjetische Besatzungsmacht nutzte dann das Schloss als Kommandantur, das umliegende Gut wurde an die Bürger und Neuansiedler aufgeteilt. Das alte Schloss wurde abgerissen, später diente dann das jetzige als Auffangstation für Neuankömmlinge. Zuletzt wurden hier dann Senioren betreut. Nach der Wende stand das Haus viele Jahre zum Verkauf, aber erst vor 5 Jahren bekam es einen neuen Eigentümer der auch ein Sanierung versprach. Im Inneren ist es weitgehend entkernt und man begann mit den Arbeiten. Leichtbauwände wurden eingezogen, aber dabei ist es geblieben. Man liest von unbezahlten Rechnungen und großen Versprechungen, dann verschwanden die Sanierer.
Die Eigentümer wollen es heute wieder verkaufen, da der letzte Deal ja geplatzt ist.
Zu Beginn des 20. Jahrhundert wurde dieses Reichsbahnausbesserungswerk eröffnet. Hier wurden Lokomotiven aller Art gewartet. Im 2. Weltkrieg wurden hier auch Kriegslokomotiven repariert. Obwohl es als kriegswichtig galt, blieb es von Bombardierungen verschont.
Deshalb wurde auch sofort nach dem Krieg hier wieder die volle Arbeit aufgenommen und waren dann hier knapp 3.000 Leute beschäftigt. Auch die Umwandlung in einen VEB erfolgte rasch. Für die Werktätigen wurden auch Annehmlichkeiten, wie ein Betriebsambulatorium, ein Kindergarten, Kulturhaus und Lehrlingsunterkunft geschaffen.
In den 1950er bis 70er Jahren wurden hier Dampfloks modernisiert und auch die neu entwickelten Schienenbusse wurden instand gesetzt. Als in den 1980er Jahren die Ölkrise einsetzte, wurde eine Kehrtwende eingeläutet und die Öllokomotiven wieder auf Kohle zurück gerüstet. Da aber die Dampfloks allmählich ausgemustert wurden, sank auch das Arbeitsvolumen hier und die Mitarbeiterzahl wurde halbiert.
Die Wende wurde hier gut gemeistert, da jetzt Spezialisten die alten „Damprosse“ aufarbeiten konnten gefragt waren. Die DB wurde Eigentümer und betreibt auch heute noch einen Teil dieses ehemalig riesigen Werkes.
Dieser hier dokumentierte Teil wurde aber aufgegeben und verfällt langsam.
Eine große Menge an zurück gelassenen Maschinen erfreute das Urbexer Herz, Rost und Verfall wohin man sah.
Eine wirklich tolle Location.