Diese alte Gaststätte befindet sich, heute total zugewachsen, in der Nähe einer Touristenatraktion. Wir passen einen günstigen Moment ab um in das Haus zu huschen, es herrschte viel Verkehr auf der angrenzenden Hauptstraße. Warum hier irgendwann keiner mehr anhielt wissen wir nicht. Wir finden vor Ort und im Netz keine Informationen über das Anwesen.
Scheinbar gab es hier eine kleine Gaststätte, vielleicht auch ein paar Fremdenzimmer. Es ist alles sehr verbaut und verfallen.
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Uhrenfabrik
In diesem kleinen Ort begann die Industrialisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts und auch die Geschichte dieser Fabrik.
Für ein großes Uhrenwerk in der Nähe, wurden hier Teile produziert, später dann in den Kriegszeiten wurden hier auch Rüstungsgüter hergestellt.
Wie die meisten Betriebe in der ehemaligen DDR wurden auch diese Fabrik abgebaut und erst in den 1950er Jahren wieder aufgebaut. Wieder wurden Uhren, aber auch Maschinen hergestellt.
1990 übernahm die Treuhand den VEB und es entstanden einige kleinere Firmen aus dem ehemaligen Großkombinat. Dieser größere Betriebsteil musste aber vor rund 15 Jahren schließen. Zuletzt wurde hier ein Feuer gelegt, das aber gelöscht werden konnte ohne größere Schäden anzurichten.
Jagdschloss Riesenstern
Dieses Jagdschloss wurde von einem Herzog errichtet, der sich besonders der Jagd und dem Schlossbau verschrieben hatte.
So baute er hier Mitte des 18. Jahrhunderts dieses Jagdschloss als Eingang und zum Schutz seines Jagdreviers.
Das heutige Erscheinungsbild verdankte das Schloss dann einer Hotelplanung um 1900, die dann auch umgesetzt wurde und das auf den Ruinen des alten Jagdschlosses errichtet wurde. Weiter Umbauten erfolgten in den 1920er und 1930er Jahren. Später, in der DDR betrieb die Handelsorganisation „HO“ das Haus. Die letzten Modernisierungen fanden hier in den 1970er Jahren statt, bis das Hotel Mitte der 80er Jahre, wegen Baumängeln, geschlossen wurde.
Da der Standort Ausgangspunkt für einige Wanderungen ist, herrschte hier trotzdem reger Verkehr und deshalb steht das Gebäude wohl auch noch relativ gut da. Heute ist das alte Schloss in Privatbesitz und steht unter Denkmalschutz. Einige Investoren hatten Pläne für diesen Standort, aber bis jetzt wurden keine davon umgesetzt.
Lagerhäuser der Pulverfabrik
Diese beiden Lagerhäuser stehen auf einem großen Gelände was einmal zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Pulverfabrik gegründet wurde.
Später wurde das Areal dann vielfältig genutzt.
Als Reichsbahnreparaturwerkstätten, Produktion von Panzerteilen oder chemische Versuchsanstalten.
Die sowjetische Besatzungsmacht demontierte die Anlagen nach dem Krieg. Der Wiederaufbau erfolgte danach und wieder wurden hier Panzer- und Bahnwerkstätten eingerichtet.
Nach der Wende siedelten sich hier dann eine große Zahl an unterschiedlichsten Firmen an.
Diese beiden Gebäude scheine seit einiger Zeit leer zu stehen und wir wissen nicht was hier genau gelagert wurde. Wir trafen auch den neuen Besitzer der hier bald einen Neunutzung anstrebt und das Gelände auch bald einzäunen möchte um die verbreiteten Müllanlagerungen und Vandalismus Einhalt zu gebieten.
Luftmunitionsanstalt
Eine der vielen Munitionsanstalten in Deutschland, diese hier liegt heute mitten im Wald.
Erbaut wurde sie zu Beginn der 1930er Jahre und umfasste eine Fläche von ca. 150 Hektar. Die knapp 80 Lagerbunker sind allesamt leer. Die Kommandantur und Wohnhäuser werden seit 2005 größtenteils zivil genutzt. Hier waren wir jetzt einige Monate später noch einmal und haben Bilder am Ende der Galerie angefügt.
Einige Einbauten in den Bunkern deuten noch auf die deutschen Errichter hin.
Nach dem Krieg diente das Areal der Sowjetarmee als Munitionslager einer Luftarmee. Es wurden hier Bomben und Raketen gelagert.
Vor Abzug der GSSD wurden hier scheinbar noch einige Waffen verschossen. Die große Anzahl an leeren Hüllen der Panzerabwehrlenkwaffe nebst Holzkisten deuten darauf hin. Hier handelte es sich um die 9K120 Ataka (NATO-Codename AT-9 Spiral-2) das ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus sowjetischer Produktion. Die Reichweite betrug 6 km und der Preis lag bei ca. 50.000 US Dollar/Stk.
Am Ende der Galerie sind noch Bilder des Raketenlagers aus 07/2021.
Fliegerkaserne
In den 1950er Jahren wurde hier ein Jagdfliegerregiment erbaut. Dort dienten etwa 600 Soldaten. Das Regiment war Teil des Nationalen Luftverteidigungskorps.
Später wurde hier auch eine Ausbildungsstätte für Piloten geschaffen.
Anfang der neunziger Jahre wurde die Einheit aufgelöst, und auf Anordnung des Verteidigungsministeriums wurde eine neue Fliegerstaffel eingerichtet, die bis Ende 2004 in Betrieb war.
Heute ist die Fläche, auf der die Einheit steht, weitgehend verkauft – aufgeteilt in einzelne Grundstücke. Einige Gebäude wurden abgerissen oder modernisiert. Es bleibt nur ein kleiner Teil übrig – der wahrscheinlich in naher Zukunft abgerissen oder verkauft wird.
Kindersanatorium
Das zuletzt als Kinderkrankenhaus genutzte Haus hat seine Ursprünge Mitte des 19. Jahrhunderts. Als Sanatorium für Tuberkulose und chronischen Atemwegserkrankungen wurde es hier erbaut und wurde hier in den 1920er Jahren in den jetzigen Zustand erweitert. Ein repräsentativer Bau mit einem großem umliegenden Park, der heute aber verwildert ist. Bänke und Klettergerüste tauchen auf dem Weg in das Haus aus dem Dickicht auf. Geschlossen wurde das Krankenhaus ein paar Jahre nach der Jahrtausendwende. Das Haus hatte Platz für 120 Betten. Heute wird es zwar noch bewacht, aber wir fanden schon viele Anzeichen von Vandalismus und Kabeldieben.
Bahnbetriebswerk ZNTK
Die Ursprünge dieses BBW reichen bis in das Jahr 1870 zurück, als hier die ersten Bahnwerkstätten in Betrieb genommen wurden. Um die Jahrhundertwende liefen hier einige Eisenbahnlinien zusammen und das Werk in unmittelbarer Nähe übernahm die Reparaturarbeiten. Das Werk wuchs weiter, es entstanden 2 neue Hallen, eine Schmiede, ein Heizhaus und eine Ausbildungsstätte. Jetzt wurden hier auch größere Reparaturen an Lokomotiven sowie Personen- und Güterwagen durchgeführt.
Die Ausmaße des Werkes betrug dann 200.000 m² und 450 Reparaturplätze. Im 2. Weltkrieg wurde das BBW angegriffen und zu 40% zerstört. Nach dem Krieg wurde es wieder aufgebaut und sogar weiter erweitert. Die Kapazität in den 1950er Jahren betrug dann das 4-fache der Vorkriegskapazität. 1980 waren dann 4.400 Leute beschäftigt und auch Schienenfahrzeuge produziert.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts kam das Unternehmen in Schieflage und große Teile des Betriebes wurden aufgegeben.
Schloss Krappitz
Dieses Schloss erbaute ein Industrieller Ende des 19. Jahrhunderts in diesem kleinen Ort in Schlesien. Ein weiterer Erbe lebte hier bis zum Ende des Krieges. Danach beherbergte der Palast ein Gestüt, eine Schule, eine Bibliothek und eine Wohnung. Heute ist es wieder in Privatbesitz aber nicht genutzt. Es ist ein dreiflügeliges. zweigeschossiges Gebäude. Der umgebende Park ist heute verwildert. Nutzungsplände sind uns nicht bekannt.
Heilanstalt und blaue Kirche
Vor mehreren Jahrhunderten begann hier alles mit der Errichtung einer Burg, auch eine Brauerei entstand hier.
Später dann, Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dann das heutige Schloss errichtet. Es hatte über 100 Zimmer. Als hier ein junger Geistlicher herzog, änderte sich die Nutzung. Er etablierte im Ort eine Heilanstalt um später dann das Schloss in eine Heil- und Pflegeanstalt umbauen. Anfang des 20 Jahrhunderts wurden hier Waisenkinder und solche die in ihrem Elternhaus nicht gut aufgehoben waren aufgenommen. Die Pflege wurde dann mit der psychiatrischen Betreuung verknüpft.
In Zeiten des Nationalsozialismus versuchte der Geistliche noch sich dem NS-Regime zu entziehen, aber 1936 übernahm die NSDAP die Klinik und soll dort Zwangsmaßnahmen an Patienten vorgenommen haben. Um diese dunklen Zeit der Heilanstalt ranken sich einige Gräueltaten. Später dann wurde hier ein Reservelazarett eingerichtet und dieses dann auch ab Mitte 1941 mit über 2.000 Betten betrieben.
Als die Front näher rückte, wurde das Lazarett geräumt und von den Russen eingenommen. Bis in die 1980er Jahre betrieb man hier dann wieder eine Pflegeeinrichtung für chronisch und psychisch erkrankte Menschen. Das Haus ging dann kurz vor der Jahrtausendwende in den Besitz der Gemeinde über, die aber keine weitere Nutzung vor sah. Der Mangel an Instandsetzung setzt dem Haus zu, Pläne der Neunutzung scheiterten an der Größe und der einsamen Lage.
































































































































































































































































