Diese kleine Kirche in einem fast genauso kleinem Ort in den Bergen Polens wurde ihrem Schicksal überlassen.
Es gibt auch kaum noch etwas, was die Kirche retten könnte, die Schäden sind mittlerweile zu groß. Auch der angrenzende Friedhof wird nicht mehr gepflegt. Über dem Altar hängt noch ein Kruzifix. Im Rest liegen die Deckenbalken, der Turm ist nicht mehr zu besteigen. Eine besondere Atmosphäre herrschte in dieser kleinen Kirche, die malerisch am Berghang steht.
Das kleine Dorf blüht wegen ein paar Pensionen wieder auf, was aus der Kirche wird werden wir sehen.
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Schimmelhotel in den Bergen
Das Hotel liegt in einem kleinen Bergdorf.
Wir konnten sehen das es vor langer Zeit aufgegeben wurde, die Natur hat sich hier schon einiges zurück geholt. In fast jedem Raum hat sich der Schimmel ausgebreitet und in einigen wachsen sogar die Pflanzen. Da lachte das Urbexer Herz und wir konnten den enormen Verfall dokumentieren. Auf ein nasses Bett schien die Sonne und die Feuchtigkeit verdampfte in leichten Rauchschwaden, so hatte ich das bisher noch nie gesehen.
Historische Daten sind uns leider nicht bekannt.
Schloss Münchhausen
Die Ursprünge des Anwesens gehen bis in das 14. Jahrhundert zurück, als hier ein Wirtschaftshof errichtet wurde. Der Zerstörung während der Hussitenkriege erfolgte der Wiederaufbau im 15. Jahrhundert durch das Augustinerstift. Weitere Eigentümerwechsel folgten durch die Veränderung der territorialen Gliederung. Als Preußen im 18. Jahrhundert hier Eigentümer war, gelang das Schloss in Besitz eines Ministers, der es später an seine Schwester weiter vererbte, die mit einem von Münchhausen verheiratet war. In dieser Zeit erfolgten Umbauten der Münchhausens die es in den jetzigen Zustand versetzten.
Als das Land nach dem 2. Weltkrieg wieder Polen zugesprochen wurde, gelangte es in Regierungsbesitz und hier wurde eine LPG eingerichtet. Restaurierungen erfolgten dann 1970 und zuletzt vor 35 Jahren. Heute ist das Schloss in Privatbesitz, ein paar Meter weiter ist noch die Grabstätte der Freiherren von Münchhausen zu sehen.
Schloss Eckersdorf
Dieses Schloss wurde als Renaissancebau im 16. Jahrhundert erbaut. Die umliegende Parkanlage dann etwas später.
Wie bei den meisten Schlössern erfolgten auch hier weitere Umbauten und Erweiterungen. Ein Neuaufbau wurde Ende des 19. Jahrhunderts nötig, da ein Brand große Teile des alten Schlosses vernichtete.
Die Familie die hier viele Jahre lebte, verließ dann nach Ende des 2. Weltkrieges den Ort.
Der Staat übernahm das Anwesen und betrieb in Teilen davon dann eine Funktionärs- und Landwirtschaftsschule. Auch als Kinderheim und Krankenhaus wurde es genutzt. Ab 1980 ist es aber verlassen. Das Schloss hat 115 Zimmer und 30 Kellerräume. Da sich bis heute jemand um den Erhalt kümmert konnten wir diese Schönheit für ein kleines Geld bewundern.
Sanatorium Lebensborn
Dieses Schloss wurde Ende des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil erbaut. In den Zeiten des 1. und 2. Weltkrieges war hier dann zuerst ein Krankenhaus, später dann ein Sanatorium untergebracht. Auch eine kleine Kapelle gab es hier.
Um die Zeit im Nationalsozialismus ranken sich heute einige dunkle Mythen. Man sagt das hier eine Kinderfabrik des Vereins „Lebensborn“ installiert wurde um dem Deutschen Reich, Kinder zu schenken die dem Rassenwahn entsprachen.
Als die Sowjetarmee nach dem Krieg den Ort übernahm wurden die Deutschen vertrieben und durch polnische Bewohner ersetzt. Später wurde aus dem Sanatorium dann eine landwirtschaftliche Schule. Mitte der 1990 Jahre kaufte ein Privatmann das Haus und wollte hier ein Hotel errichten, aber der Investor verschwand bis heute. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen ihn und seit einem Jahr wird das Gebäude wieder zum Verkauf angeboten.
01-2023
Dieses Sanatorium statteten wir zu Beginn des Jahres 2023 einen erneuten Besuch ab. Es kümmert sich immer noch niemand um das imposante Haus. Der Zustand ist auch bis auf weitere Beschmierungen fast identisch zu unserem Besuch vor über 2 Jahren.
Schloss Möhnersdorf
Dieses kleine Schloss erzählt vor Ort nichts über seine Geschichte und die Recherche brachte auch nicht viel.
Eine begonnen Renovierung lässt es auch fast im Rohbaustadium zurück. Bis auf den Hauptsaal mit Kamin und Reste eines Flügels verblieben nur Mauern oder Gasbetonsteine. Irgendwann wurde der Umbau aufgegeben und das Gebäude verschlossen, es gab nur einen winzigen Zugang den wir unter Schwierigkeiten nutzen konnten.
Die Adelsfamilie die dort wohnte, musste das Schloss 1945 verlassen. Es gab hier auch zuvor noch ein Familiendrama, Familienmitglieder wurden auch hie r in der Nähe beigesetzt.
Eine Zeit lang wurde das Schloss auch als Kinderheim benutzt.
Hier noch eine Collage aus 2 Bildern. Eins aus damaligen Zeiten, als die Familie vor dem Kamin saß und eins aus 2020.
Standortlazarett
Dieses Lazarett wurde von der Wehrmacht vor dem 2. Weltkrieg errichtet. Das Haupthaus ist ein riesiger Bau, hier konnten über 600 Patienten versorgt werden. Modernste Technik kam hier zum Einsatz in den verschiedensten medizinischen Bereichen. Es gab Einrichtungen, wie Theater, Schwimmhalle, eine kleine Kapelle, Kinderabteilung, Apotheke, Kantine usw.
Nach der Evakuierung zum Ende des Krieges übernahm die Rote Armee das Gelände. Es wurde weiterhin als Lazarett genutzt und nach dem Abzug der Truppen 1993 ging es in private Hand über. Das Spekulationsobjekt brachte nicht das Gewünschte ein und so bewachte ein Wachdienst bis vor wenigen Jahren das Lazarett. Als dieser abgezogen wurde zog hier der Vandalismus ein. Es wurde ein Treffpunkt für Jugendliche und Wertstoffsammler. Ich habe solch ein Ausmaß der Zerstörung bisher kaum gesehen, untere Teile der Wände wurde heraus geschlagen um an die Rohre darin zu kommen. Also ist heute fast alles an Metallen verschwunden. Die Schwimmhalle ist auch zerstört und beschmiert.
Theater der Luftabwehr
Diese hier stationierten Truppen waren Teil der Sowjetarmee in Osteuropa.
Heute ist davon kaum noch etwas zu sehen. 1-2 Wohngebäude und dieses Theater stehen hier noch ungenutzt. Zuletzt war hier eine Raketenbrigade stationiert die mit der Luftwaffe in der Nähe verbunden war. Im Theater prangt noch ein Leninspruch, den ich mal wörtlich übersetzt habe.
УЧИТЬСЯ ВОЕННОМУ ДЕЛУ НАСТОЯЩИМ ОБРАЗО – „DAS ERLERNEN DER KRIEGSKUNST IST DIE WAHRE BESTIMMUNG“
Hotel am Bahnhof
Das Hotel wurde in den 1920er Jahren eröffnet und wurde schnell überregional bekannt.
Es war damals schwer, hier ein Zimmer zu bekommen, es war ständig ausgebucht. Auch einiges an Prominenz stieg hier ab.
Nach dem Krieg gab es einen neuen Eigentümer der das Hotel weiter bis zur Wende führte. Es soll hier sogar einen Intershop gegeben haben, im unteren Geschoss war eine Bar, Konferenzräume und das Restaurant. Zuletzt konnte man hier nur noch Essen gehen, aber nicht mehr übernachten, da das Hotel nicht mehr den Ansprüchen gerecht wurde musste es bald schließen.
Mehrere Etagen boten einige Zimmer in diesem verwinkelten Hotel. Im großen Speisesaal ist noch am ehesten der letzte Zustand zu sehen. Dunkle Holzvertäfelungen und Lampen im DDR Schick sind hier geblieben. Die Küche hat auch keine Modernisierung erhalten.
Heute steht der Abriss bevor, da die Stadt jetzt Eigentümer des Hotels ist und das baufällige Haus wohl nicht mehr zu retten ist.
Das feuchte Archiv
Ein Archiv eines Betriebes der gerade in Teilen abgerissen wird.





























































































































































































































































