Dieser frühere Schwermaschinenbetrieb war einer der größten in der DDR. Überall im Stadtgebiet gab es Hallen und Produktionsstandorte. Diese riesige Halle hatten wir immer im Auge aber hatten es nie ernsthaft versucht dort hin zu kommen. Am Ende eines erfolgreichen Tages, lag diese Halle auf dem Weg nach Hause und im Abendlicht war es am Ende einfacher als gedacht diese Halle zu besichtigen.
Das waren schon erstaunliche Abmessungen eines Produktionsbetriebes, was genau hier gemacht wurde wissen wir nicht. Die Abmessungen sind 220mx150m und zum Glück hielten sich die Beschmierungen in Grenzen.
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Kulturhaus der Werktätigen
Diese Kulturhaus wurde in Ende der 1970er Jahre errichtet und war der Anziehungspunkt für die Bürger dieser Stadt. Hier konnten Konzerte und Veranstaltungen statt finden. Auch für große und kleine Feiern war das Haus geeignet. Wir fanden eine kleine Bar, den Projekttorraum, den großen Saal der leider weitgehend leer war. Im Keller eine weitere, große Bar. Auch ein Restaurant war damals vorhanden.
Ein paar Jahre nach der Wende schloss das Haus und bis heute ist nichts geschehen. Pläne zum Abriss und Neubau, oder auch einer anderweitigen Nutzung an diesem Standort sind vorhanden, aber noch nicht umgesetzt. Das Gebäude ist in privater Hand und der Besitzer kümmert sich nicht darum. Scheinbar ist der Besitzer auch schon insolvent.
Jetzt hat ein Brand und Vandalismus dem Gebäude zugesetzt. Eingeschlagene Fenster wurden mit Holzplatten verschlossen. Im Inneren ist fast alles zerkloppt und beschmiert. Das einst so stolze Haus macht einen traurigen Eindruck. Wir haben nur auf 2 Bildern die Beschmierungen weg retuschiert, zu groß ist der Schaden der hier angerichtet wurde.
Zentrales Pionierlager
Auf dem gesamter Gebiet der DDR gab es zentrale Pionierlager, dieses hier liegt in einem der Mittelgebirge, recht malerisch am Stadtrand. Es gab immer einen Trägerbetrieb für dies Lager, hier war ein Chemiegigant dafür verantwortlich. Knapp 1.000 Pioniere und FDJler konnten hier ihre sozialistisch geprägten Ferien verbringen. Auch aus den Bruderländern kamen die Gäste.
Heute schwärmen die Kinder und Betreuer immer noch von den vielfältigen Unternehmungen in diesem Lager.
Die Versorgung fand etwas abgelegen von den Unterkünften statt. Heute ist das alles fast gar nicht mehr erkennbar und man denkt das es 2 verschiedene Orte sind weil alles mittlerweile in einem dichten Wald steht.
Es gab ca. 30 kleine Häuser, auf alten Postkarten ist auch ein Zeltlager erkennbar. Auch existierte ein Freibad mit Sprungturm, welches mittlerweile abgerissen ist. Das Wasserwerk dafür steht noch. Ein Baracke für die Versorgung und wir denken auch für den „Propaganda“ Unterricht, denn hier finden wir noch einige Schautafeln aus sozialistischen Zeiten. Heute prangt noch ein Schild „Freizeitcenter“ am Eingang, das sicher noch aus den Nachwendezeiten stammt. Dazu dann noch die obligatorischen Waschräume, die nach Berichten nicht immer warmes Wasser „anboten“.
Oben auf dem Berg befand sich der große Speisesaal mit Heizwerk und noch ein paar Baracken, unter anderem für die medizinische Versorgung und ein größerer Bau der wohl später noch eine Zeitlang für Ferien genutzt wurde.
Über die Nutzung nach der Wende konnten wir nichts mehr in Erfahrung bringen, aber scheinbar hat das Lager nicht lange überlebt. Die einfachen Unterkünfte sind so marode und lassen auf rund 30-jährigen Leerstand schließen.
Oben im Lager scheint es so, das noch etwas länger versucht wurde hier ein Feriendomizil zu betrieben, aber die Bürger wollten die weite Welt sehen und nicht in miefigen alten Pionierlagern den Urlaub verbringen.
Im Keller der Kantine, fanden wir überdimensionierte Nachrichtentechnik nebst Büro, bei der wir vermuten das auch hier ordentlich gelauscht wurde.
Die explosive Kantine
Den Namen des Beitrags habe ich mal aus einem Forum übernommen. Passt super zur Lage und Bestimmung. Die Kantine stammt noch aus Zeiten der DDR, gehörte zur daneben liegenden Fabrik. Heute wird sie scheinbar nicht mehr benötigt, die heutigen Angestellten sollen sich gefälligst selber verpflegen. Der Verfall ist genial hier. Aber seht selbst.
Schule Heimatstube
Eine der typischen DDR Schulen, wie man sie überall findet. Das scheint ein Standardbau in der DDR gewesen zu sein. Es gibt 2 Flügel die in der Mitte verbunden sind durch einen Gang. In den Flügeln waren dann die Klassenräume.
Meistens etwas abgesetzt dann die Sporthalle und weitere Versorgungsbauten.
Hier war zuletzt auch noch ein kleines Heimatmuseum untergebracht, das wohl mit der Schulschließung auch nicht mehr geöffnet wurde. Ein paar Exponate sind hier verblieben.
Das Gelände wird zu Teilen noch vom Bauhof genutzt, es lagern ein paar Baustoffe hier und die Garagen beherbergen die Geräte. Im Keller der Schule stehen alte Verkehrsschilder und Geräte.
Das vegane Seniorenheim
Viele Seniorenheime in dieser Stadt mussten in den letzten Jahren schließen, auch dieses hier vor rund einem Jahr. Erst kurz nach der Jahrtausendwende errichtet, ist hier jetzt schon der Betrieb eingestellt. Wie man ließt, lässt sich mit den Alten kein Geld mehr verdienen. Ein paar hundert ältere Menschen die hier ihren Lebensabend verbringen wollten mussten sich eine neue Bleibe suchen, auch die 50 Mitarbeiter waren auf einmal ohne Arbeitsstätte.
Statt dessen sind hier Abriss und lukrative Wohn- und Geschäftshäuser geplant, auch von der Idee eines Schulneubaus lasen wir bei der Recherche. Schon nach kurzer Zeit sind hier Obdachlosen gesehen worden und auch die Kabeldiebe waren hier. Ganze Flügel wurden verwüstet um die dünnen Kabel aus den Wänden zu reißen.
Wiederum sind andere Bereiche, wie der Speisesaal oder das Treppenhaus nahezu unverändert. Außen sind die meisten Wände mit Schmierereien verunstaltet. Die Etagen und Flügel wurden zur besseren Orientierung nach Obst, Pflanzen und Blumen benannt.
Ferienlager halbierter Ast
Ein großes DDR Kombinat betrieb hier ein Kinderferienlager. Für die Eltern war dieser Aufenthalt fast kostenlos und für die Kinder meist ein großes Vergnügen.
Mit heutigem Standards kann man das sicher nicht mehr vergleichen, aber in den einfachen Hütten hatte die meisten Kinder ihren Spaß. Im Haupthaus wurde gekocht, und gegessen und auch die Waschräume waren hier untergebracht. Nebenan auf einem kleinen Grundstück gab es die laubenähnlichen Unterkünfte. Sie waren, DDR unüblich, mit halbierten Ästen verziert. Das gab den Lauben dann doch noch einen anderes Aussehen.
Heute macht das Grundstück einen verwahrlosten Eindruck mitten in dem kleinen Dorf und ist dort als Schandfleck bekannt. Ich wurde gefragt ob ich das kaufen möchte und erfuhr von einer älteren Dame, die nebenan wohnt, das diese dort einmal in der Küche gearbeitet hatte. Vor ein paar Jahren dann die letzte Nutzung, als hier eine Mutter mit ihren Kindern Quartier bezog. Ob legal oder nicht wusste die Dame nicht und war letztendlich froh das die Familie hier nicht länger unter diesen Umständen leben musste.
Wasserwerk der Kaserne
Abseits einer ehemaligen GSSD Kaserne steht dieses Wasserwerk mitten im Wald. Die Einbauten, die durch die Tür passten wurden beim Abzug der sowjetischen Streitkräfte wahrscheinlich mitgenommen. Nur die großen Wasserbehälter und ein paar Rohre blieben zurück.
Stütznachrichtenzentrale
Dieser Bunker wurde um 1980 von einer GSSD Militärbaubrigade errichtet. Er ist einetagig ausgeführt und hatte rund 500 m² Grundfläche. Er beherbergte einmal 2 Netzersatzanlagen zur Notstromversorgung. Die meisten Anlagen sind heute demontiert. Der Nachrichtenbunker war ein Bestandteil des GSSD Netztes auf dem Gebiet der DDR. Außen fanden wir 2 riesige Lüfter – Wärmetauscher, diese haben wir in dieser Bauform noch nicht gesehen. Der Rufname war früher einmal „Wald.
Die Milchproduktion
Diese riesige Anlage zur Milchgewinnung wurde vor rund 40 Jahren eröffnet. Sie war hauptsächlich zur Versorgung der DDR Hauptstadt mit Milch gedacht. Auch halfen hier Spezialisten aus der Sowjetunion beim Aufbau. Viele Jahre wurde hier gearbeitet und hunderte Kühe standen in den Boxen.
Die Schließung erfolgte dann durch das Amt. Nach Kontrollen des Veterinäramtes wurden zuerst Auflagen erteilt, die Haltung der Kühe zu verbessern. Aber weitere Besichtigungen ließen keine Besserung erkennen und die Tierhaltung wurde von Amts wegen vor einem Jahr untersagt.
Wir waren noch nie in einer solch riesigen Anlage, seid froh das es keinen Geruch im Internet gibt. Wohl fühlen sieht anders aus, auch weil das Gelände noch von der Landwirtschaft genutzt wird. Die Anlage hat eine Kantenlänge von 260m x 120m und somit über 30.000m² Nutzfläche, rund 5 Fußballfelder hätten darin Platz.
Am Ende der Anlage eine riesige Halle mit 2 Förderbändern, die zur Versorgung mit Futter dienten. Auch 2 Melkkarussels gab es, eins wurde schon in Teilen demontiert.












































































































































































































































































