In den 1920er Jahren wurden hier die ersten Schritte zu Errichtung eines Flugplatzes eingeleitet. Nach der Inbetriebnahme zu Beginn der 1930er Jahre bekam das Militär Interesse daran und die zivile Nutzung endete, auch weil der 2. Weltkrieg vorbereitet wurde und Flugplätze gebraucht wurden. Es wurden hier fast 100 Gebäude errichtet. Viele verschiedene Einheiten waren hier stationiert.
Nach dem 2. Weltkrieg übernahmen die Alliierten das Gelände und Ende der 1950er Jahre dann die Bundeswehr.
Die militärische Nutzung endete dann vor gut 10 Jahren und vor einigen Jahren begann die zivile Nutzung und der Umbau zu einem Wohngebiet. Viele Häuser sind schon fertig renoviert, diese 3 hier sind auch bald an der Reihe, konnten jetzt aber noch einmal besichtigt werden. Wir fanden sehr viele Wandbilder und wurden erinnert an die Kasernen der GSSD. Hier wurde aber viel mehr technisches an die Wände gebracht. Leider war fast kein Inventar mehr vorhanden, so das die Bilder fast ausschließlich die Architektur und die Bemalungen zeigen.
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Die Hustenburg
Dieses Schloss wurde Mitte des 19. Jahrhundert erbaut und von der Familie, die es geschaffen hat, auch bis zum Ende des 2. Weltkrieges bewohnt. Von der Besatzungsmacht eingenommen wurden hier zuerst die Truppen untergebracht, später dann Heimatgvertriebene. Die letzte Nutzung war dann eine medizinische, erst als Heilstätte, später dann als Kinder-Rehaklinik. Seit über 30 Jahren steht das Schloss nun leer, Versuche einer Nachnutzung scheiterten. Vor 15 Jahren wurde das Schloss verkauft, aber der neue Eigentümer bebasichtige zuerst eine Sanierung, aber bis heute ist davon nichts zu sehen.
Mittlerweile hat der Leerstand dem Gebäude schon arg zugesetzt. Einige Räume befinden sich eine Etage tiefer, andere stehen kurz davor. Nur im Keller haben wir uns einigermaßen wohl gefühlt.
Schlosserei zum Tarnboot
Ein Zufallsfund im Nichts, am Straßenrand einer Landstraße fanden wir diese Gebäude die uns sofort als verlassen ins Auge sprangen. Wir versuchten die letzte Bestimmung dieses Betriebes heraus zu finden. Im Lager fanden wir viele Teile die auf eine Schlosserei schließen lassen. Die etwas größere Halle waren schon eingestürzt, in einer anderen stand ein Boot mit Tarnanstrich. Das wird schwer zu bergen sein, da der Ausgang schon mit Bäumen zugewachsen ist. Die meisten Anlagen sind nicht mehr vorhanden.
Sporthalle an der Fliegerschule
Tausendmal berührt – Tausendmal ist nichts passiert. Wie oft habe ich hier vorbei geguckt und nie wurde mir Einlass gewährt. Am Ende öffnet sich doch ein Türchen und man kann hinein gucken, nun sonderlich spektakulär ist es hier nicht, aber da es dich gibt „Sporthalle“ wolltest du „erobert“ werden. Die Malereien der letzten Betreiber sind verblasst oder übermalt. Es gab auch die obligatorische Sauna.
Am Ende mal 2 Collagen die Bilder aus den 1940er Jahren mit heute vermischen.
Schießbahnen
Wieder haben wir in altem Kartenmaterial diesen Ort gefunden, der sich beim Besuch auch als das entpuppte, was wir angenommen hatten. Wir fanden 3 Schießbahnen inmitten des jetzt hier entstandenen Waldes. Es gab einen recht lange, große Bahn mit großer Anschusswand. Diese war ca. 500 lang. Eine mit einer quer verlaufenden Scheibenanlage, also ich denke das wird so eine Art laufende Schießscheibe gewesen sein. Diese Bahn war auch deutlich kürzer. Die 3. können wir nicht näher zuordnen, es gab einen betonierten Kanal am Ende der Bahn, die Aufbauten fehlen heute schon.
Übungspanzer
Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz der GSSD wurde dieser Übungspanzer zurück gelassen. Er sieht auf den ersten Blick täuschend echt aus, erst wenn man näher kommt bemerkt man die Attrappe. Im Turm scheint es so, das die Vorrichtungen zum Laden und Drehen des Turms nachgebildet wurden um hier zu üben. Heute ist kilometerweit um den Panzer nur noch Wald zu finden und einige Hinterlassenschaften die auf die frühere Bestimmung schließen lassen.
11-2023
Ein weiterer Besuch des Panzers zeige dann wieder einmal eindrücklich, das solche Orte verramscht werden wenn sie auf bestimmten Plattformen auftauchen. Auch hirnlose Idioten mussten hier ihre Parolen hinterlassen. Das Teil stand hier über 30 Jahre ohne das es jemand wusste, jetzt führt ein Trampelpfad hin. Die letzten Bilder der Galerie zeigen den aktuellen Zustand.
Ich habe mal auf Video umgeschalten, nichts besonderes aber da ist es.
Rundlokschuppen
In Deutschland gibt es nur noch 2 Bauwerke dieser Art. Erbaut wurde dieser um 1900 auf einem ehemaligen Rangierbahnhof. Das Dach ruht auf 24 Stützen aus Gusseisen und der Lokschuppen hat 60m im Durchmesser. Die Drehscheibe in der Mitte des Lokschuppens, hat einen Durchmesser von 16m. Angrenzend ist noch eine Werkstatt, Verwaltung und Diensträume, Diese sind aber in sehr schlechtem Zustand. Die Nutzung endete 1993, seitdem verfällt das Bauwerk und vor 10 Jahren sollte es abgerissen werden aber der Denkmalschutz widersprach dem Vorhaben und erst heute scheinen Instandsetzungsarbeiten am Dach statt zu finden. Ob über eine neue Nutzung nachgedacht wird, wissen wir leider nicht. Die Lage des Rundlokschuppens spricht eigentlich gegen eine öffentliche Bestimmung.
Stütznachrichtenzentrale im Wald
Dieser Bunker war eine Stütznachrichtenzentrale im Grundnetz der GSSD.
Eine in der Nähe befindliche große Liegenschaft hatte aber damit nichts zu tun.
Das Bauwerk war monolithisch ausgeführt und eine Nutzfläche von knapp 800m². Der Bunker wurde in den 1970er Jahren gebaut. Hatte 3 Zugänge die zugeschüttet worden sind, aber mittlerweile ist einer wieder frei gelegt.
Der typische Bunkergeruch empfängt uns als wir durch diesen hinein krabbeln. Die meisten Einbauten wurden beim Abzug der sowjetischen Streitkräfte mitgenommen, nur die Tanks und Belüftungsanlagen sind als große Teile hier drin geblieben.
Da der Bunker wirklich sehr abgelegen im Wald liegt und eine Zufahrt mit einem KFZ nicht möglich ist, haben wir diesmal das Fahrrad als Transportmittel gewählt und eine schöne Fahrt durch den Wald gehabt.
4. Militärstadt
Wir finden hier einen relativ großen noch verlassener Bereich in der „Verbotenen Stadt“.
Auf einer Karte der damaligen Zeit ist dieser als Militärstadt Nr. 4 gekennzeichnet. Einige Wohnhäuser dieses Areals sind heute schon modernisiert und bewohnt.
Wir erkunden einige leere Lagerhäuser und viele Garagen. Auch ein Speisehaus mit einem schicken Sowjetstern im Eingangsbereich.
In der Militärstadt Nr. 4 haben einige verschiedene Einheiten ihren Dienst verrichtet. Es waren hier, eine Funkzentrale, das Zentrum für Satellitenverbindungen, eine Aufklärungsabteilung, eine Wacheinheit, ein mot. Schützenregiment und die Hauptverwaltung Aufklärung unter gebracht.
Dann fanden wir noch einen zugewachsenen Wachturm, der noch recht gut erhalten war, dazu eine typisch russische Beleuchtungsinstallation, einfach an einen Baum genagelt.
Auch 3 gesprengte Spitzbunker aus Zeiten des 2. Weltkriegs gibt es noch. Diese wurden nicht von der Roten Armee beseitigt.
Spitzbunker Bauart Winkel
Diese Spitzbunker des Typs 2a wurden in den Zeiten des 2. Weltkriegs erbaut und im ganzen Land eingesetzt.
Meistens als Schutzbauwerke in der Industrie oder in militärischen Liegenschaften. Hier konnten 350 bis 500 Personen Schutz finden. Die Belüftungsanlagen sind so wohl elektrisch als auch per Hand bedienbar.
Durch die nach Oben hin spitz verlaufende Form, sollte ein sehr kleines Ziel geschaffen werden und die Bombe sogar vom Bauwerk weg gedrückt werden.
Ihren Namen bekamen diese Luftschutztürme durch ihren Konstrukteur Leo Winkel, es soll wohl 16 äußerlich verschiedene Typen gegeben haben.
Dieser hier war komischerweise offen und begehbar und im Inneren wurde schon einmal restauriert. Es wurden neue Holztreppen installiert und gestrichen. Dabei wurden die Originalen Beschriftungen ausgespart.
Im Untergeschoss fanden wir einige verendete Vögel die es irgendwie hinein geschafft haben, aber dann wohl keinen Ausgang mehr gefunden haben.
Eigentlich ist solch ein Bauwerk nicht sehr spektakulär, da es doch recht spartanisch ausgestattet ist. Aber diesen Zeitzeugen aus vergangenen Jahren einmal in diesem Zustand zu sehen ist dann doch schon etwas besonderes.
Wir müssen leider auf Außenaufnahmen verzichten.











































































































































































































































































