Den Honeckerhügel gibt es auch auf anderen Truppenübungsplätzen. Man nennt ihn so weil es ein Feldherrenhügel ist, hier wurden die Manöver des Warschauer Paktes beobachtet.
Er ist inmitten eines ehemaligen Truppenübungsplatzes platziert und unter dem Hügel befindet sich ein kleiner Bunker aus dem heraus die Truppenbewegungen beobachtet werden konnten. Heute ist dieser zugeschüttet. In Ostrichtung ist noch die Sandkastenkarte des Platzes zu finden. Der Zahn der Zeit nagt an diesem Bauwerk, auf der Karte war einmal die Geländeform dargestellt. Heute wachsen hier Sträucher und Bäume.
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Wasserturm am Übungsplatz
Dieser Wasserturm wurde gegen 1900 erbaut. Er ist gut 20m hoch und hatte ein Fassungsvermögen von über 70m³. Heute steht er alleine im Wald, es gibt nur eine kleines Dorf in der Nähe. Warum wurde er aber gebaut? Er war für die Versorgung eines kaiserlichen Übungsplatzes notwendig auch für die Eisenbahnen die diesen Platz versorgten. Vermutlich endete die Nutzung nach dem 1. Weltkrieg.
Führungsbunker der GSSD
Ein Führungsbunker der GSSD der gegen Ende der 1970er Jahre erbaut wurde. Er hat rund 800m² Nutzfläche und es gab mehre Zugänge, 2 waren verschüttet, aber einer wurde aufgebuddelt und gab den Zugang frei.
Die Zugänge dienten wohl einmal dem Stab und der andere den Technikern. 2 Tanks mit einem Fassungsvermögen von je 4.000 Liter für die Notstromdiesel waren noch vorhanden.
Die Funktion dieses Bunkers wird als Führungsstelle der rückwärtigen Dienste der GSSD beschrieben. Im Ernstfall dann als Führungsstelle der 1. Westfront. Da wir vorher kaum Information über diesen Bunker hatten, genossen wir zuerst den schönen Spaziergang im Wald dort hin. Dann zuerst die Enttäuschung, die vielen kleinen Räume waren alle leer und beschmiert. Aber dann kamen wir im Technikbereich doch noch auf unsere Kosten.
09-2024
Irgendwann stellte sich heraus, das es hier noch viel mehr zu sehen gibt. Also sind wir hier „wieder mal dagewesen“. Wir finden zu Beginn des Areals einige Lagerbunker und Fahrzeugdeckungen. Dann in der Nähe des großen Bunkers ein kleinerer mit mehreren Röhren. Die Funktion ist aber unklar, der Zugang in einem Gebäude ist sehr versteckt. Mittlerweile wurde der große Führungsbunker als Fledermausquartier umgebaut. Ansonsten ist hier nicht viel negatives passiert, die technischen Anlagen sind immer noch beeindruckend. Dann geht es weiter in den Wald und in einem weiteren Gebäude finden wir den letzten Bunker, der eigentlich aus nur einem großen Raum besteht, aber auch versteckt in der letzten Ecke des Hauses zu finden ist.
GSSD Funksendezentrale
Dieser Bunker diente wohl als Hautsendezentrale im Bedarfsfall. Er wurde ebenerdig errichtet und mit Erde überdeckt.
Die Stromversorgung bei Netzausfall sollten 2 Dieselaggregate übernehmen, die aber nicht mehr existieren. Der Hauptteil des Bunkers war mit den Sendeanlagen und Anlagen zu deren Kühlung ausgestattet. Auch die typischen Belüftungseinrichtungen sind noch vorhanden.
Die daneben befindliche Kaserne ist entkernt und verwüstet, einzig die Sauna bot noch einige Motive.
Bowling im Waldhotel
Wir betreten eine Gaststätte mit langer Tradition, hier wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts die erste Gastwirtschaft eröffnet. Diese blieb dann auch über mehrere Generationen in Familienbesitz, bis in den 1960er Jahren eine Enteignung erfolgte. Nach der Wende erfolgte der Neuanfang mit großen Umbaumaßnahmen. Bis vor einigen Jahren das Aus dieser Traditionsgaststätte kam, warum wissen wir nicht. Scheinbar wurde es verkauft und seit dem nicht mehr geöffnet, vielleicht ein Spekulationsgrundstück? Aber das ist Spekulation. 😉 🙂
Es war alles vorhanden und es ist eigentlich unverständlich das es hier nicht laufen sollte. Es gab neben der Gaststätte, ein Hotel, die Bowlingbahn und auch ein Biergarten am Wasser mit herrlichem Blick auf die Landschaft lockte Tagestouristen an. Hier wurden traditionelle Gerichte der Region serviert.
Die Azofabrik
Da wir chemisch nicht so bewandert sind, versuchen wir erst gar nicht zu beschreiben welcher Prozess hier statt gefunden hat. In Wahrheit wissen wir es auch gar nicht. Anhand der Beschriftungen der Behälter usw. könnte man sich was zusammen reimen, aber da die Halle ja im Verbund mit vielen anderen steht wäre das zu spekulativ.
Also lassen wir das Gesehene wirken. Ein unüberschaubares Gewirr an Leitungen, Pressen und Behältern in dem für uns so reizvollen Zustand des Verfalls und Rost. Das ließ auch schnelle den Schmerz vergessen, der auftrat um hier her zu gelangen. Ich wurde genötigt die Worte Blut und Finger in diesem Text zu verwenden, was ich hiermit erledigt habe. Wir konnten hier einen Verlassenen Ort der Spitzenklasse erkunden.
11-2024
Diesen Chemiebetrieb konnten wir auch ein 2x aufsuchen, der erste Zugang der etwas abenteuerlich war existierte in dieser Form nicht mehr. Also gesucht und einen leichteren Weg gefunden, diesmal ohne groß Blutvergießen. Im Inneren alles so wie beim ersten Besuch. Deshalb auch wenig neue Motive in der kleinen Fabrik.
Der Waldhof
Viele Informationen findet man nicht über diesen Gasthof. Aber Tradition scheint ja vorhanden zu sein, wir finden Postkarten des Saals, die diesen vor über 100 Jahren zeigen. Es gab einmal ein Hotel, Gaststätte und den schönen Saal mit aufwendigen Pfeilern und Verzierungen.
Heute ist der Hotel- und Wohnbereich zerwühlt, um nicht zu sagen zerstört. Der Kalender blieb im Jahr 1998 stehen, ein untrügliches Zeichen dafür wann hier die Lichter aus gingen. Der letzte Besitzer spricht davon, das Forderungen des Alteigentümers und mangelnde Unterstützung der Verwaltung das Aus besiegelten.
Die Gäste von früher schwärmten von der tollen Atmosphäre hier, egal ob beim Karneval, Betriebsfeiern, Disko oder privaten Anlässen. Auch über Essen und Getränke wurde nicht gemeckert.
Gasthof zur Linde
Dieser Gasthof wurde gegen Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Der große Saal wurde dann rund 50 Jahre später angebaut. Hier trafen sich oft die Bürger des Ortes um Sitzungen oder Feierlichkeiten abzuhalten. Viele mehr lässt sich über diesen Gasthof nicht heraus finden.
Im Inneren erwartete uns ein ordentliches Chaos, die gesamten Räume sind durchwühlt. Die Einrichtung der Wohnung, lässt darauf schließen das hier zu letzt ältere Leute gewohnt haben. Wahrscheinlich ist die Gaststätte auch schon über 20 Jahre geschlossen, am Ende verfällt diese jetzt immer mehr, da hier keiner mehr wohnt und sich um das Gebäude kümmert.
VEB Glaswerk
Vor über 100 Jahren wurde hier das erste Glas geschmolzen. Über 100 Mitarbeiter waren hier zu Beginn beschäftigt und stellten vielerlei Gläser für Haushalt und Gaststätten her.
Später wurden auch die Gläser für Scheinwerfer produziert. In den Kriegsjahren erfolgte die Umstellung auf medizinische benötigtes Material für Labore. Dadurch das Mitarbeitern zum Wehrdienst eingezogen wurden, drohte die Schließung.
Nach dem Ende des Krieges übernahm die Rote Armee die Glasfabrik und demontierte die Anlagen. Die in den Lagern vorhandenen Gläser wurden auch als Reparationsleistung beschlagnahmt.
Erst danach konnte hier wieder an eine Glasproduktion gedacht werden und es entstand ein VEB Glaswerk. 1947 begann wieder die Glasproduktion. Ein Beschluss der DDR Regierung Ende der 1960er Jahre die Automobilindustrie wieder aufzubauen brachte auch hier auch gesicherte Aufträge. Wieder wurden die Streuscheiben für Scheinwerfer produziert und das Werk modernisiert. Die Umwandlung nach der Wende war eigentlich erfolgreich, auch die Qualität der Erzeugnisse stimmte, aber die Konkurrenz aus dem Westen erwirkte das hier kaum noch Aufträge rein kamen so das hier 1993 die Lichter aus gingen. Man hoffte auf einen Neuanfang die Anlagen wurden in Bereitschaft gehalten, aber 2 Jahre später wurde das Inventar verkauft und ausgebaut.
Die Besichtigung erwies sich als schwierig, da ein Autoservice hier seinen Sitz hat. Viele Fahrzeuge stehen in den leeren Hallen herum um die wir einen großen Bogen machten. So kam es eigentlich nur zur Begehung der äußeren Werksbereiche. Das alte Glaswerk bot trotzdem einen unordentlichen Eindruck, falls hier jemand was aufbauen möchte hat er noch viel Arbeit vor sich.
Sterndenkmal
Dieses sternförmige Monument steht heute einsam im Wald. Im Umkreis von mehreren Kilometern sind keine alten militärischen Analgen zu erkennen. Auch auf historischen SAT Bildern steht hier nur wenig. Warum das Monument hier gebaut wurde, wissen wir nicht. Heute sind die aufgemalten Bilder kaum noch zu erkennen, Am besten ist die Bemalung noch auf der vom Wetter abgewandten Seite, ein Soldat vor einem Radar, erhalten.
Ansonsten gab es einen nicht mehr leserlichen Spruch, Panzer, Jagdflugzeuge und weitere Soldaten zu sehen.















































































































































































































































