Archiv der Kategorie: Verschiedenes

Bahnbetriebswerk TKW

Als im Jahr 2010 nach 121 Jahren, die Eisenbahngesellschaft hier ihren Betrieb einstellte, gründete sich ein Verein der sich den Erhalt des BBW auf die Fahnen geschrieben hatte. Seit dieser Zeit kümmert sie sich um den Lokschuppen und die angrenzenden Anlagen. Eine große Aufgabe, die 2012 in ein Museum mündete. Es werden zahlreiche Veranstaltungen angeboten um die hier zusammen getragene Exponate den Menschen zu zeigen.
Hier stehen einige Lokomotiven, Spezialfahrzeuge, Waggons und Relikte welche die Eisenbahngeschichte zeigen.
Zum Glück wird der Verein hier auch von staatlicher Seite unterstützt, auch die lokale Politik, Sponsoren, Spender und viele Freiwillige unterstützen das Vorhaben.

Bunker Kossa

Die Bunkeranlage Kossa, gelegen in der Dübener Heide in Sachsen / Sachsen- Anhalt, ist ein beeindruckendes Zeugnis des Kalten Krieges. Erbaut zwischen 1976 und 1979 von der Nationalen Volksarmee der DDR, diente sie als geheime Führungsstelle im Falle eines Atomkriegs.

Ein Labyrinth unter der Erde:

Die Anlage besteht aus mehreren Bunkern, die bis zu 8 Meter tief unter der Erde liegen. Die einzelnen Bunkerabschnitte beherbergten verschiedene Funktionsräume, darunter:

Kommandozentrale:
Hier wurden die Entscheidungen im Ernstfall getroffen.
Nachrichtenzentrale: Sichere Kommunikation mit anderen militärischen Einrichtungen.
Ruhe- und Aufenthaltsräume: Für die Soldaten, die im Bunker stationiert waren.
Versorgungsräume:
Mit Lebensmittel, Wasser und anderen notwendigen Gütern.
Einzigartige Einblicke:
Heute ist die Bunkeranlage Kossa als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucher können an Führungen teilnehmen und die verschiedenen Räume besichtigen. So erhalten sie einen Einblick in die Welt des Kalten Krieges und die militärische Infrastruktur der DDR.

1935
Deutschland rüstet zum Krieg. In jenem Jahr sucht sich die Westfälisch-Anhaltinische Sprengstoff AG (WASAG) ausgerechnet einen der schönsten Flecke in der Dübener Heide aus, um eine Munitionsfabrik zu errichten und zu betreiben. Während des Krieges kommen dort tausende Zwangsarbeiter zum Einsatz.

Nach Kriegsende
Die Sowjets sprengen Straßen, Wege und sämtliche WASAG-Bunker. Kaum fünfzehn Jahre später zeigt die NVA der DDR Interesse für die Liegenschaft. Im Gebiet „Buche“ entstehen in den sechziger Jahren eine Pionier- und eine chemische Werkstatt mit Gerätelagern und mehrere Verwaltungsgebäude. Nahezu 400 Armeeangehörige und Zivilbeschäftigte waren dort tätig.

1976-1979
Die umfangreichen Bauarbeiten innerhalb eines abgeteilten Stückes im Objekt dienen nicht einfach der Erweiterung des Bestehenden, vielmehr entsteht dort eines der bestgehüteten Militärgeheimnisse der DDR. Eine geschützte Führungsstelle im Rahmen der Planung von Verteidigungshandlungen des Warschauer Vertrages.

1990-1993
Die Bunkeranlage wurde 1990 von der Bundeswehr übernommen und 1993 aus ihrem Bestand ausgegliedert.

1997-2002
Aufbauwillige finden sich und stellen es sich zur Aufgabe, dieses Denkmal zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

2002
Die einst geheime und geschützte Führungsstelle wird als technisches Kulturdenkmal anerkannt und als Museum offiziell eröffnet. Von nun an finden Führungen durch die Bunkeranlage statt.
Quelle: https://www.bunker-kossa.de/bunkeranlage-museum.html

Mappamondo della Pace

Mappamondo della Pace ist ein Globus mit 10m Durchmesser, nach dem Bau war er der Größte rotierende Globus der Welt und wurde in das Rekordbuch aufgenommen. Die Idee dazu hatte ein Bauunternehmer in den 1970er Jahren und setzte das Projekt dann um. Nach 5 Jahren Bau wurde dieser 1988 eingeweiht. Der Unternehmer war selbst am Bau beteiligt und nannte den Globus in der Hoffnung auf Frieden zwischen den Völkern „Mappamondo della Pace“ (Weltkarte des Friedens).
2 Motoren treiben das 180 Tonnen schwere Holzbauwerk an. Dessen Oberfläche wurde aus Glasfaser gefertigt. Im Inneren und in den Gebäuden wurden Geräte ausgestellt die bei der Arbeit verwendet wurden und die der Mann gesammelt hatte.
Aus Sicherheitsgründen wurde dann 2010 ein öffentlicher Zutritt verboten. Der Sanierungsplan wurde bis heute nicht umgesetzt, weil die Mittel dafür nicht erbracht werden konnten. Der Bauherr verstarb auch 2011 und damit das Herz des Projekts.

Das verlassene Labor

Auf einem aktivem Gelände finden wir dieses unscheinbare Gebäude. Im Inneren befindet sich ein verlassenes Labor mit fortschreitendem Verfall, wir wir ihn lieben. Viele Gegenstände wurden hier zurück gelassen und damit sich selbst überlassen.

Schweizer Baude

Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz viel uns diese Baude auf die als Lost Place ausgeschrieben war. Die alte Baude ist in einem sehr schlechten Zustand. Es ist entkernt und alles wertvolle fehlt. Von außen kann man erahnen, das es hier früher sicherlich viel los war. In Zeiten von Schneesicherheit konnte man hier Wintersport ausüben. Heute gilt das Gebiet eher als Wanderziel und die wahrscheinlich wenigen Besucher ließen die Baude nicht mehr rentabel wirtschaften.

 

Spitzenporzellan

Diese Fabrik wurde nahe eines kleinen Dörfchen vor über 200 Jahren gegründet. Klein angefangen wurde hier Geschirr produziert, aber das Geschäft kam nicht in Gang und der Gründer verkaufte. Jetzt begann ein neues Zeitalter und es wurde investiert. Die Rohstoffe zur Porzellanherstellung gab es gleich in der Nähe und damit kurze Transportwege. Es wurde normales Kaffee- und Tafelgeschirr produziert das auch bemalt wurde.
In den folgenden Jahrzehnten galt das Porzellan als das Beste aus dieser Region. Später hagelte es auch weltweit Preise und Medaillen und die Fabrik errang Weltruf. Das gelang auch durch das Festhalten an strikten Qualitätsmerkmalen, man wurde Lieferant für Adlige, Fürstenhöfe und auch religiöse Größen.
Zur Jahrtausendwende aber ging diese traditionelle Porzellanfabrik in den Konkurs. Heute sind die Hallen entkernt und die meisten Maschinen ausgebaut, aber viele der letzten Produkte stehen hier noch und wurden nicht mehr ausgeliefert.

Brauerei Stellwerk

Der Traum hier in einem alten Stellwerk eine Showbrauerei zu installieren, ist in den Anfängen stecken geblieben und am Ende geplatzt. Geplant war hier eine kleine Brauerei aufzubauen, die regional ihr Bier verkauft. Es sollte Pilsener, Winterbier und Glühbier geben.
Das Stellwerk wurde hier 1941 in Betrieb genommen und 2005 wieder außer Betrieb genommen. In den Folgejahren blieb das Gebäude ungenutzt, bis dann vor rund 10 Jahren 2 Jungunternehmer hier eine Brauerei aufbauen wollten. 3 Jahre später gaben sie aber auf, da die Lage nicht dafür geeignet war und die Auflagen nicht einzuhalten waren.

 

Maison Colombine

Dieses kleine Haus war fast ein Zufallsfund auf dem Weg zu einer anderen Location. Da es auch schon spät war an diesem Tag wurde es dann auch der letzte besuchte Ort des Tages. Informationen haben wir aber kaum, man fand einige Gegenstände die aus Deutschland stammen. Der Rest sah schon sehr alt aus und scheinbar lebt hier auch schon viele Jahre niemand mehr.

 

 

Schänke am See

Die Schänke wurde in den 1920er Jahren, nach einem Brand, wieder neu aufgebaut. Aber der Betreiber hatte sich damit übernommen und musste das Haus verkaufen. Eine Brauerei übernahm das Geschäft.
Hier fanden Versammlungen, Skatrunden und Tanzveranstaltungen statt. Bisher wurden hier nur Getränke ausgeschenkt.
Als ein Pächterehepaar die Schänke übernahm wurden dann auch Speisen angeboten die bei den Gästen sehr beliebt waren und das Haus war damit auch über die Grenzen des Ortes beliebt.
Es folgten einige weitere Pächter aber nach der Wende gab es dann keinen Betreiber mehr und das Gebäude verfällt mittlerweile immer weiter.

Früher vs. Heute

Bunker Harnekop

Dieser Bunker diente dem Ministerium für Nationale Verteidigung als Hauptführungsstelle. Er hatte die Schutzklasse A und eine Fläche von 7500 m² die sich über 3 Etagen verteilten. Er sollte Atom- und Chemiewaffen standhalten und den maximal 500 Personen im Inneren 3-4 Wochen Schutz bieten.

Der Bau erfolgte von 1971 bis 1976 unter strenger Geheimhaltung und selbst die daran Beteiligten sowie die Bevölkerung wussten meistens nicht genau, was hier geschah. Die NATO wusste bis 1990 nicht um die Existenz dieses Bunkers. Die Bundeswehr nutzte ihn dann noch 3 Jahre bis er seinen militärischen Dienst quittierte.
Heute sind die umliegenden, dazu gehörigen Gebäude anderweitig genutzt und auch der Verein muss das Bauwerk bald verlassen, dessen Zukunft dann ungewiss ist.