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Cafe Kohlhase

Zu diesem ehemaligen Cafe finden wir keine relevanten Informationen. So muss die Erfahrung vor Ort ausreichen um das Objekt zu beschreiben.

Die Lage direkt an der Hauptstraße macht den Zugang nicht einfach, aber wir können an einem regnerischen Tag hinein schlüpfen. Ein erster Schreck als sich der jetzige Bewohner an uns vorbei schlich, wir und die Katze hatten jeweils einen kurzen Herzaussetzer bekommen.

Da wir keine Einträge im Internet finden, gehen wir schon von längerem Leerstand aus. Die angefangene Renovierung deutet auf einen Nachtnutzungsversuch als Wohnhaus hin. Heute ist aber schon einiges undicht hier und verfällt schon.

Es gab einen kleinen Biergarten, aber die Lage an der Straße machte das Verweilen sicher nicht so angenehm wie gewünscht. Der benachbarte größere Ort boomt heute und lockt viele Touristen an, aber hier etwas abseits der Touriströme ließ sich dann kaum jemand nieder und die Einheimischen bleiben dann irgend wann auch fern, so das sich der Betrieb nicht mehr rechnete.

 

 

Gasthaus zum Clown

Wir fahren in ein kleines Dorf im Harz.
Hier bietet sich ein typisches Bild, viele Häuser stehen leer. Eigentlich wunderschön gelegen mit vielen Wanderwegen in der Umgebung, aber die Jungen hält es hier nicht nur die Alten bleiben. Dabei bleiben auch einige Becherbergungsstätten auf der Strecke. So wie das Gasthaus hier mit angeschlossenem Hotelbetrieb.

Wir hatten dieses Haus schon länger auf dem Zettel und kennen schöne Bilder mit viel Einrichtung davon. Aber was wir vorfinden hat damit nichts mehr zu tun. Geplündert und zerstört, vom Verfall gezeichnet passt der trübe Tag ohne Licht sehr gut zum Szenario, so das wir nur mit wenig Material wieder den Heimweg antreten.

Das Hotel und Gasthaus ist eines der ältesten Gebäude hier und war zuerst eine Schenke und die erste Erwähnung als Hotelbetrieb findet sich um 1894. Das Gasthaus etablierte sich als Dorfkneipe und hier fanden einige Feiern statt. Auch fanden sich nach Feierabend einige der Bergarbeiter der Region ein und hauten ihre Lohntüte auf den Kopf. Zum Ende hin wechselten hier einige Pächter und der letzte konnte die nötigen Investitionen nicht tätigen um zu überleben, die Wende ließ die Gäste weiter weg bleiben und der Betrieb wurde um 1995 aufgegeben.

Pension Auerhahn

Auf der Suche nach Informationen über diese kleinen Pension stießen wir doch tatsächlich auf einen Google Maps Eintrag mit Bilder des Anwesens und sogar Bilder der verlassenen Zimmer. Es gibt aber keine Bewertungen von Gästen dazu.
Ansonsten sind die Infos spärlich, im Untergeschoss wurde schon angefangen zu renovieren. Das Wohnzimmer blieb eingerichtet, im Stil der 80er Jahre, zurück. Dunkle Möbel und viel Getier an den Wänden, Radios und Geräte auch aus dieser Zeit.

Ein paar Gästezimmer gab es im Obergeschoss. Insgesamt alles recht durchwühlt und scheinbar schon einige Jahre verlassen. Die Gründe dafür sind uns nicht bekannt.

Braustübl

Das Braustübl war an einem alten Hotel angeschlossen und diente als Speise- und Veranstaltungshaus. Das Haus wurde wohl vor über 10 Jahren geschlossen.
Das Hotel ist mittlerweile renoviert und heute wieder in Betrieb. Der Durchgang von früher ist zugemauert.
Das hier gezeigte Gebäude soll wahrscheinlich abgerissen werden. Der Schmuck der letzten Party ist auch noch zu erkennen. Es gab auch einen kleinen Saal mit Bühne.

Ferienheim am Feld

Dieses Erholungsheim entstand in den 1930er Jahren, zuerst kamen hier Bauarbeiter eines Großprojektes unter. Später dann entstand hier ein FDGB Erholungsheim, der Saal bot Platz für rund 350 Gäste. Knapp 300 Gäste konnten beherbergt werden. Viele große Feiern wurden hier abgehalten.
Nach der Wende wurde hier versucht mit altem Ostcharme weiterhin Gäste anzulocken, aber das gelang nur mäßig und die Anlage hatte viele verschiedene Besitzer. Zuletzt entstand hier eine Ferienpark GmbH mit angeschlossener Gaststube. Bis vor ein paar Jahren der Betreiber einfach verschwand und heute sind die Gebäude dem Verfall und dem Vandalismus ausgesetzt.

Kulturhaus Rote Nelke

Dieses Kulturhaus eines großen VEB steht, genau wie der Betrieb daneben schon längere Zeit leer.
Geschichtliches darüber konnten wir nicht finden.

Heim des Energiekombinates

Das Haus wurde in den 1920er Jahren erbaut und es wurde hier zu Beginn ein Cafe betrieben.

Später wurde es ein FDGB Heim eines ehemaligen Energieversorgers.

Die zurück gelassenen Gegenstände lassen darauf schließen, das hier nach der Wende, bis auf eine Renovierung nicht mehr viel passiert ist. DDR Typische Möbel und Ausstattung ließen hier sicherlich keine Urlaubsflair nach „neuem“ Standard zu. Hier wurde dann noch eine Pension betrieben, die Ende der 1990er Jahren schließen musste. In den Zimmern gab es jeweils ein Waschbecken um die nötigsten Sachen zu erledigen.
Es handelt sich hier um ein Bettenhaus, in unmittelbarer Nähe liegt das Haupthaus das wir aber zu unsicher fanden um darin Fotos zu machen.

Das Waldhaus

Am Rande einer Wanderung kommen wir an diesem ehemaligen Ferienhotel im Wald vorbei. Das eigentliche Hotel ist gut gesichert und verschlossen. Aber ein Bettenhaus im hinteren Teil der Anlage ist offen und ist ungeschützt dem Verfall ausgeliefert. Der Schimmel breitet sich hier ungestört aus, es riecht modrig und es entstehen Farben die wir dann wieder „schön“ finden.

Jugenderholungsheim

Das Jugenderholungsheim wurde um 1930, als 3-flügeliger Bau entworfen und gebaut. Hier kamen in jedem Flügel je 80 Mädchen und Jungen unter. Dadurch gab es eine räumliche Trennung der beiden Geschlechter.
In der Mitte lag der Große Saal und die Küche. Für festliche Gelegenheiten war hier auch eine Bühne vorhanden.

Schon kurze Zeit später diente das Haus dann den Nazis als Ferienlager für den Bund deutscher Mädel (BDM).

Nach dem Krieg nutzte die DDR das Anwesen als SED Schule. Es wurde auch ein wenig umgebaut, der Turm z.B. kam hinzu. Es bekam den Ruf als „Rotes Kloster“ wegen der ideologischen Besessenheit der Studierenden. Hier sollte das neue Bildungssystem des Sozialismus aufgebaut werden. Ab den 1970er Jahren wurde die Schule dann auch als Gemeinschaftshaus genutzt. Hier fanden Auftritte bekannter Künstler statt, denen auch die Bürger des Ortes beiwohnen konnten.

Die Wende brachte dann den Verfall, es gab Pläne für einen Hotelbau aber diese wurden nicht umgesetzt. Heute ist das Haus entkernt, wenig wurde zurück gelassen.
Die Lage oben auf dem Berg ist schon Super, wir hatten hier nach einem Wandertag am Abend ein schönes, warmes Licht und konnten damit diesem trostlosen Bau doch einiges abgewinnen.

Drohenvideo

Gasthof zur Mühle

Die Brett- und Mahlmühle entstand schon im 16. Jahrhunderts.

100 Jahre später durfte hier auch Bier und Branntwein ausgeschenkt werden. Die Mühle entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zu einem beliebten Ausflugsziel. Die Lage in einem Wandergebiet lockte viele Ausflügler hier her.
Nach der Wende endete der Gasthausbetrieb. Auch das Sägewerk wurde nicht weiter betrieben. Wir finden einen Ort der scheinbar zu diesem Zeitpunkt eingefroren wurde und jetzt, 30 Jahre später verfallen ist. Vandalen waren auch hier und vieles zerwült. Aber es stehen noch einige Dinge aus DDR Zeiten hier, der Junost Fernseher, die Trabbis, die Registrierkasse, die Betten und die Klopapierhalter um nur einiges zu nennen.