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Gasthof Stern

Dieser traditionelle Gasthof in einem kleinen Ort hat schon einige Zeit geschlossen, leider konnten wir über die Gründe nichts heraus finden. Es gab hier alles was die Gastronomie in dieser Gegend ausmacht. Ein gemütliches Restaurant und einen Saal für Feierlichkeiten, im Keller eine Bar. Ein paar Gästezimmer waren hier auch vorhanden. Die Lage des Hauses im Ortskern geht auch in Ordnung. War es ein Schicksalsschlag? Alles wurde zurück gelassen und der Schimmel und Verfall breiten sich langsam aus.

Kartbahn

Diese Kartbahn ist schon einige Jahre verlassen, warum diese in dem Gewerbegebiet nicht mehr funktioniert hat ist uns nicht bekannt. Leider ist auch nicht mehr viel vorhanden, außer einer kleinen Lok die hier scheinbar als Schauobjekt stand ist kaum noch etwas vorhanden und auch schon sehr viel zerschlagen und beschmiert.
Aber trotzdem ist diese Erkundung spannend, denn solch einen Lost Place haben wir bisher noch nicht gesehen.

Einrichtungshaus

Zuletzt war hier in diesem traditionellen Gebäude, 30 Jahre lang ein Einrichtungshaus untergebracht. Das aber vor über 15 Jahren schließen musste.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Getreidespeicher errichtet, gab es über die Jahrzehnte hier verschiedene Nutzer. Unter anderem, ein Lager des Militärs und später dann eine Textilfabrik. Der Fabrikant baute hier nach einem vernichtendem Feuer das Gebäude wieder auf und stellte hier Textilien her. In DDR Zeiten wurden hier Unterwäschen produziert.
Heute wird nun ein Nachmieter genutzt mit einem tragfähigem Nutzungskonzept, die Zeit spielt aber dagegen. In den oberen Etagen beginnt die Natur schon , sich das Haus wieder zu erobern. Der Denkmalschutz macht das Vorhaben dann auch nicht preiswerter.
Viele Etagen sind heute leer, aber im Keller finden wir eine Werkstatt und ein Nähzimmer mit einigen Maschinen.

Das Familien Gasthaus

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Gasthof als Grenzstation betrieben. Im Jahr 1900 wurde er verkauft und eine Gaststube und ein großzügiger Saal angebaut.
Die beiden Weltkriege überstand das Gasthaus als Lazarett und Flüchtlingsunterkunft unbeschadet.
Der Sohn und seine Frau steuerten danach „Den Familien Gasthof“ durch schwere DDR-Zeiten. Als „Letzte Private Gaststätte“ erlangte das Gasthaus Kultstatus. 1992 ging das Areal an die Tochter und blieb damit weiter im Familienbesitz.
Mitte der 199ßer Jahre investierten die Besitzer eine 7 stellige Summe in die Sanierung und den Ausbau mit Weinfelsenkeller, Gartenlaube, Biergarten und vier Gästezimmern. Damit schien die Zukunft des Familienbetriebs gesichert.
Es war nie Thema, den Gasthof in fremde Hände abzugeben, aber gesundheitliche Probleme haben jetzt das jähe Ende des traditionsreichen Familienbetriebs vor knapp 20 Jahren eingeläutet. Es wurde ein geeigneter Nachfolger gesucht, um für die mehr als 100 Jahre alte Gaststätte weiter zu betreiben. Aber es fand sich kein Käufer. Seitdem gammelt das Haus vor sich hin und zeigt nun auch schon große Schäden an der Substanz, jetzt wurde die Gaststätte sogar in die Brachenliste des Orte aufgenommen.

Kino Freude

Dieses Kino „Freude“ ist jetzt über 20 Jahre geschlossen. Es erlebte seine Blütezeit im 20. Jahrhundert und wurde vor rund 100 Jahren erbaut und beherbergte auch eine Feuerwache. Der Kinosaal befindet sich im 1. Geschoss unten war der Eingang, die Kassen ein Restaurant, Technikräume sowie eine geräumige Halle. Früher wurden hier auch Theaterstücke aufgeführt und verschiedene Festlichkeiten durchgeführt, vor allem aber Hochzeiten. Das Gebäude war nach dem Bau der Stolz der Stadt.

Schach Matt

Wir können ein Ferienheim eines großen Unternehmens besuchen, wie es früher viele in diesem Land gab. Es gehörte einem Bergbauunternehmen, welches hier seinen Mitarbeitern einen schönen Urlaub ermöglichte.
Später fand auch ein Austausch unter den Betrieben statt, dadurch steigerten viele dieser Objekte ihre Attraktivität.

Heute steht es aber schon ein paar Jahrzehnte leer und verfällt immer mehr.
Da es aber noch irgendwie bewacht wird sind viele Häuser verschlossen, deshalb galt unser Interesse dem Hauptgebäude mit Speisesaal, Küche, Spielzimmer und Lagerräumen.
Hier hat die Natur schon die Kontrolle übernommen, was uns sehr schöne Motive lieferte.

Kulturhaus

Beim ersten Besuch konnten wir noch keinen Eingang finden, das Kulturhaus war komplett mit neuen Platten verschlossen worden. Aber jetzt ein paar Jahre später gab es einen Zugang und wir standen sofort im großen Saal. Ein eher seltene Bauform mit sichtbaren Trägern und kleiner Bühne. Der Verfall setzt schon ein, ansonsten ist das Haus eher schmucklos und bietet auch kaum noch etwas an Inventar.

Pension des Technikers

Dieses Haus erlebte einen wahren Urbex Ansturm. Viele Jahre war es weitesgehend unbekannt und konnte vor sich hin „reifen“. Die alte Gaststube war schnell nach Verlassen feucht geworden, die Deckenlampe stürzte herab und auch der Putz viel von der Decke, auch ein paar Räume in diesem Bereich sind schon stark von der Feuchtigkeit gezeichnet. Beim Verlassen wurden alle Heizkörper mit Folie eingewickelt, warum das? Auch der Grund warum hier alles zurück gelassen wurde ist uns nicht bekannt.
Jedenfalls war der Hausherr ein Freund der Technik, im Dachgeschoss finden wir eine kleine RFT-Werkstatt und viele dazu passende Geräte, die hier scheinbar auch nicht nur repariert sondern auch gesammelt wurden.
Wir sehen hier alles was das Sammlerherz begehrt, Messinstrumente, Monitore, Plattenspieler, HiFi Geräte aller Art, Telefone, Anzeigeinstrumente, Kabel, Taschenrechner, Fernmeldetechnik und und und. In den Nebenräumen afrikanisch eingerichtete Zimmer zum Verweilen. Ein Fernrohr zum Beobachten des Nachthimmels oder der Nachbarn?
In der ehemaligen Gaststätte dann eine Sammlung von Fotoapparaten und einigen anderen alten Dinge.
Dann befindet sich im Obergeschoss noch ein Tonstudio mit allem was man dazu braucht, nicht professionell aber trotzdem gut bestückt. Leider ist hier schon die Decke auf die Technik gefallen.
Ein wirklich spannendes Haus das wir hier erkunden konnten.

Grand Hotel

Das Grand Hotel ist hier im kleinen Ort die erste Adresse gewesen und wurde Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet. Viele Persönlichkeiten dieser Epoche waren hier zu Gast. Heute ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Die oberen Etagen sind so marode das wir da nicht mehr hin können. Aber das Erdgeschoss hat noch einiges zu bieten und man ahnt den Glanz von früher. Sehenswert war die Rezeption mit benachbartem Speiseraum und die Bar. Über 30 Zimmer gab es hier. Hinter dem Hotel finden wir einen Saal für Veranstaltungen, das war eine Überraschung.
Auch heute noch wird das Hotel in einschlägigen Portalen gelistet. Die Bewertungen sind gut, Lage, Essen und Ausstattung….alles vom Feinsten. Man kann es gar nicht glauben, so wie es sich heute für uns präsentiert.
Vor über 10 Jahren wurde es schon zum Verkauf angeboten, damals ein geschätzten Wert von 3,5 Millionen Euro,
schließen musste es wegen gravierender Sicherheitsmängeln. Aber es wollte niemand haben und heute wird es für ein halbe Million angeboten.