Wer hier in dieser Gegend Erholung sucht ist gut bedient, malerische Landschaften und viel Wasser. Aber wenn der Ausflügler sich stärken möchte ist hier Schluss mit Lustig.
Die meisten Gaststätten sind geschlossen, auch diese hier ist seit ein paar Jahren ohne Betreiber, als die alten in den Ruhestand gingen fand sich keiner der übernehmen wollte. Zu viel hätte wohl investiert werden müssen um wieder konkurrenzfähig zu sein.
So hilft auch die Lage nicht das hier wieder Leben einzieht. Hier gab es schon im 18. Jahrhundert eine Gastwirtschaft, mit diesem historischem Hintergrund ist es schade das es hier am Ende „nur Glühwein ausgeschenkt wurde“ und der falsche Weihnachtsstern als Deko diente.
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FDGB Moosteppich
In den 1970er Jahren wurde dieses Ferienheim fertig gestellt und war fortan ein Urlaubsdomizil des FDGB.
Es war ein sehr beliebtes Ferienziel, denn es bot Wassernähe, viele Sportmöglichkeiten, Gaststätte und Cafe für die über 400 Gäste. Selten gab es hier einen Platz für die DDR Arbeiter, die aus allen Bezirken hierher kamen, die es hierher schafften waren froh darüber.
Nach der Wende wurde die Anlage als Urlaubsobjekt weiter betrieben, aber jetzt wollten die Leute lieber das Ausland erobern als hier in der Einsamkeit die schönsten Tage im Jahr zu verbringen. Über 10 Jahre schon steht alles leer und verfällt immer weiter.
Der kleine Waschbär war neugierig was wir hier machen und trottete hinter uns her. Der letzte der sich scheinbar noch für das Objekt interessiert.
Landgasthof zum Bunten Baudenabend
Dieser kleine Landgasthof musste, wie viele andere auch, in diesem dünn besiedelten Gebiet die Segel streichen. Die Industrie in der Region wurde auch immer weniger, so das die Leute weniger weg gingen.
Die letzten Versuche mit einen Bunten Baudenabend das ganze zu retten, scheiterten wohl auch.
Saal Melodie
Ein kleines Dorf auf dem Land und eine Gaststätte mit der früheren typischen Ausstattung.
Vorne die kleine Gaststätte, oben ein paar Gästezimmer und hinten gab es einen kleinen Saal für Feiern. Auf der Bühne stand sogar noch das Pult für den Discjockey. Hatte er es nach dem letzten Akt hier stehen gelassen, oder war es dort fest installiert? Mittlerweile hat die Natur dort vieles übernommen, Sand und Moos geben jetzt den Takt vor.
Das war eine der marodesten Locations die wir je besucht haben, alles war morsch. Der Boden gab an allen Stellen nach, die obere Etage war größtenteils mit der unteren vereint.
Ferienlager Quirl
Das war einmal eine Ferienlager eines großen Industriebetriebes der Region.
Im Sommer ist dieses Lager ziemlich zugewachsen und kaum zu erkunden, deshalb schauten wir mal im Winter vorbei. Das Versorgungsgebäude ist noch ganz gut ausgestattet, Küche und Geschirr ist vorhanden. Auf dem Gelände sind einige kleine Bungalows verteilt, der Zugang ist oft durch Dornen „gesichert“. Scheinbar stört es auch keinen wenn man sich hier auf hält, die Nachbarn gaben noch Tipps zum Erkunden, das hat man selten.
Das Lager ist nach der Wende sich selbst überlassen worden und durch seine Lage im Wohngebiet noch nicht so stark zerstört wie viele andere dieser Art.
Das nächste Waldbad
Diese Tour bescherte uns das nächste Waldbad, das hier sieht aber moderner aus und scheint noch nicht so lange aufgegeben worden zu sein. Aber auch hier ist die abgelegene Lage sicher nicht von Vorteil gewesen.
Leider sind die Gbeäude hier schon sehr stark vom Vandalismus gezeichnet.
Ausgestattet mit Schwimmer und Nichtschwimmerbecken, Spielplatz, Gastronomie, Sportbereich mit Kegelbahn, Volleyballfeld und Tischtennisplatte war eigentlich alles vorhanden was der anspruchsvolle Badegast so braucht.
Wann und Warum dieses Waldbad schließen musste konnten wir nicht in Erfahrung bringen.
Das Alte Waldbad
Ohne genaue Angaben der Position, hätten wir dieses Waldbad nicht entdeckt. Versteckt liegt es hinter Bäumen, ist verlassen seit vielen Jahren und wird nicht mehr beachtet. Früher war es sicher einmal sehr beliebt, der Bahnhof in der Nähe brachte die Badegäste schnell hierher. Ein Nichtschwimmerbereich mit Rutsche war vorhanden, auf den großen Liegewiesen konnte man die Seele baumeln lassen.
Heute ist der Gastronomiebereich und die Umkleidekabinen stark einsturzgefährdet. Der Holzbau hat die Jahre nicht unbeschadet überstanden. Das Dach ist undicht und das Haus ist nicht mehr zu retten.
Am Schwimmbecken bröckelt der Beton, alte Duschen und die Rutschen sind verrostet. Der Sprungturm nicht mehr zu betreten und das Sprungbrett ist nur noch morsches Holz.
Gartenlokal
Ein paar Jahrzehnte vor dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dieses Lokal erbaut. In den folgenden Jahren erfolgten viele Veränderungen am Gebäude. Bis zur Schließung wurde hier ein Gartenlokal betrieben. Die Gäste konnten im Freien oder im Gasthaus sitzen, oder es gab Veranstaltungen im Festsaal. Sogar der Kegelleidenschaft konnte hier gefrönt werden.
Jetzt ist das Haus in einem erbärmlichen Zustand, es hatte einmal gebrannt. Teile des Daches fehlen, so das an diesem Tag, im ehemaligen Ballsaal Schnee lag. Ein kleiner Wald ist auch schon entstanden. Schade drum, es wird schwierig hier wieder etwas aufzubauen.
Kulturhaus Energie
Dieses zuletzt als Kulturhaus genutzte Gebäude hat seinen Ursprung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Zuerst eröffnete hier eine Gaststätte. Umbauten und Vergrößerungen folgten. Der Saal entstand und konnte auch als Kino genutzt werden. Das Haus wurde bald zum kulturellen Zentrum des Ortes. Als der große Arbeitgeber hier schließen musste wurde das Kulturhaus auch nicht mehr genutzt, da die Arbeiter fehlten und die Einwohnerzahl sich halbierte.
Jetzt sucht man einen Investor der hier etwas entwickeln möchte.
HO Kulturhaus
Dieses Kulturhaus wurde zur Wende ins 20. Jahrhundert erbaut. Zuerst war hier eine Gaststätte beheimatet, später dann die „Handelsorganisation“ kurz HO Kulturhaus.
Der Ballsaal ist aufwendig gearbeitet, viele schöne Stuckverzierungen und geschmackvolle Farben prägen das Gesamtbild. Da das Haus scheinbar schon über 20 Jahre nicht genutzt wird, ist der Verfall schon an allen Ecken zu sehen. Die oberen Stockwerke sind schon zum Teil so morsch das sie eine Begehung unmöglich machen.












































































































































































































