Den Namen trägt dieses kleine Kraftwerk von den ordentlich hintereinander aufgereihten, riesigen Dieselgeneratoren. Sie sitzen dort ein wenig wie Hühner auf der Stange.
Das Kraftwerk ging hauptsächlich im Notfall ans Netz um hohe Bedarfsspitzen abzufangen. Da die alten Generatoren aber bereits seit geraumer Zeit nicht mehr rentabel waren, wurde der Betrieb vor einigen Jahren komplett eingestellt und die kleine Belegschaft auf umliegende Kraftwerke verteilt.
Wenn alle 8 Dieselmotoren gleichzeitig in Betrieb waren, muss in der großen Halle ein Höllenlärm geherrscht haben. Glücklicherweise war es bei unserem Besuch fast totenstill, ein unregelmäßiges Knacken ließ einen immer etwas unruhig werden. Neben der Technik war der Kontrollraum ein weiteres Highlight.
Wieder besuchten wir die oberirdischen Reste einer Kohlenmine. Sie wurde in den 1860er Jahren gegründet. Auf Grund eines Unfalls in den 1920er Jahren, wo ein Dutzend Bergleute starben, nahm hier die Tätigkeit ab und rund 10 Jahre später wurde diese geschlossen.
Nachnutzer der Gebäude und des Geländes war ein Containerservice, auch Abfälle wurden hier nach dem 2. Weltkrieg gelagert. Zuletzt nutzte ein Schrotthändler das Areal, der aber den Ärger der Anwohner auf sich zog und auf deren Druck hier auf gab. Später dann wurde die Stadt Eigentümer, hatte aber bis heute keine Verwendung dafür. Abrisspläne vor einigen Jahren sind nicht umgesetzt worden. Hier sollte ein Gewerbegebiet entstehen, aber das große Industriesterben in der Stadt machte dieses Vorhaben zu Nichte. Jetzt ist Vandalismus eingekehrt und das was hier noch an Wertstoffen vorhanden war, entwendet. Übrig geblieben sind die alten Gebäude, die mittlerweile schon stark eingewachsen sind.
Hier wurde einmal vor vielen Jahren eine Kohlenmine betrieben.
Es Begann 1916 und endete 1967. Das Hauptgebäude wurde dann 1934 erbaut. Ein paar Jahre nach der Schließung gab es hier 3 Jahre einen Zoo auch ein Schrottplatz war hier einmal heimisch.
Heute stehen nur noch die Ruinen hier, bis auf ein Gebäude das von einem Betonunternehmen genutzt wird.
Wie hatten am Ende des Tages tolles Sonnenlicht hier, aber auch eine Gewitterwolke die aufzog. Aber wir blieben trocken und konnten die Ruinen in verschiedenem Licht betrachten.
In einer Kokerei wird mittels Destillation Koks und Rohgas erzeugt. Dieses Verfahren ist über Jahre bewährt und wurde auch hier eingesetzt.
Eine fast baugleiche Anlage konnten wir schon in Essen besichtigen.
Nun hier war der Zugang und das Unternehmen der Besichtigung weitaus spannender. Ein langer Weg durch mehrere Zäune über ein offenes Feld hinter dem gearbeitet wurde, brachte uns ans Ziel. Dort versuchten wir möglichst, ohne Aufmerksamkeit zu erregen, in die verschiedenen Anlagen zu kommen.
Ein Hauptziel, ein Gasometer war leider schon abgerissen. Langsam geht es dieser still gelegten Kokerei an den Kragen.
Kokerei Barbele
Kokerei Barbele
Kokerei Barbele
Kokerei Barbele
Kokerei Barbele
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Kokerei Barbele
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Kokerei Barbele
Kokerei Barbele
05-2023
Die Kokerei war reif für einen 2. Besuch. Zum Glück sind hier keine großen Abrissarbeiten zu sehen und das Gelände auch schon ganz gut zugewachsen. So versuchten wir die Orientierung zu behalten und verbrachten wieder einige Stunden auf dem Gelände. Als wir das Kraftwerk entdeckten, das beim 1. Besuch übersehen wurde war die Freude groß, da hier doch einige Motive und Eindrücke warteten. Auch das Gewirr an Rohren und Leitungen in luftiger Höhe sparten wir beim 1. Besuch aus. Zufrieden über diesen Industrietag machten wir uns dann auf den Rückweg.
Wie in der DDR üblich wurden auch in dieser Stadt das Neubauprogramm voran getrieben, die Versorgung mit Warm- und Heizwasser erfolgte meist durch ein Fernwärmeversorgung. So auch hier, als das Heizkraftwerk als Zentrale Versorgung der umliegenden Häuser diente. Es gab mehrere Kohlekessel in diesem Kraftwerk. Genaueres, wie Baujahr oder Zeitpunkt der Stilllegung konnten wir leider nicht heraus finden. Seltsam ist, das es in der Nähe noch ein 2. Fernwärmekraftwerk gab, das auch heute noch die Versorgung hier übernimmt. Ein neues ersetzte vor einigen Jahren aber das alte Bauwerk.
Wie es scheint hat dieses hier die Wendejahre nicht überstanden. Leider sind hier auch schon viele Schmierfinken tätig gewesen und verschandelten das Gesamtbild. Im Versorgungstrakt regiert noch der alte DDR Charme.
Eigentlich müsste es wohl eher heißen „Schrottplatz am Heizkraftwerk“, denn dieser war auch interessant, weil dort eine Menge an alten DDR Fahrzeugen abgestellt waren. Aber leider war der Schrottplatz an diesem Tag nicht zugänglich.
So begnügten wir uns mit dem alten Heizkraftwerk, das hier scheinbar nach der Wende nicht mehr gebraucht wurde. Das Kraftfuttermischwerk das hier in unmittelbarer Nähe steht ist auch nicht mehr in Betrieb und die restliche Industrie in diesem Gebiet hat sich mittlerweile in viele kleinere Betriebe aufgeteilt. So wurde ein zentrales Heizkraftwerk nicht mehr benötigt und steht jetzt viele Jahre leer.
Das Kraftwerk war eins nach typischer DDR Bauweise, durch Befeuerung mit Kohle wurde die Energie, hier in 2 Heizkesseln, gewonnen.
Heizkraftwerk am Schrottplatz
Heizkraftwerk am Schrottplatz
Heizkraftwerk am ScHeizkraftwerk am Schrottplatzhrottplatz
Hier wurden verschiedene Erze abgebaut, die unter anderem in der Energiegewinnung eingesetzt wurden.
Betrieben wurde sie ungefähr 30 Jahre bis zur endgültigen Stilllegung am Ende des 20. Jahrhunderts.
Als wir dort ankamen, lag der Schnee teilweise Meterhoch und es war eisig kalt, der Wind fegte über die Bergkuppe und man war froh wenn es in eines der Gebäude ging. Aber es hatte sich gelohnt, Verfall vom Feinsten erwartete uns überall. Viele Gerätschaften wurden zurück gelassen, unter anderem ein Lok und viele Maschinen in der Werkstatt, sowie Aggregate für den Notstrom. Auch die Förderanlagen waren noch dort.
Dieses Kernkraftwerk mit dem Namen „Bruno Leuschner“ war das größte in der DDR und von 1974 bis 1995 in Betrieb. Die Stilllegung erfolgte ab dem Jahr 1990 da es einige Sicherheitsmängel nach westlichem Standard gab.
Die Leistung betrug 2.000 MW und deckte damit 10% des Energiebedarfs der DDR ab. Geplant waren 8 Blöcke, aber nur Block 1 – 4 mit dem Reaktortyp WWER-440/230 waren jahrelang am Netz, Block 5 mit dem Reaktortyp WWER440/213 schaffte es nur bis zum Probebetrieb und Block 6 war nie mit radioaktivem Material bestückt, so das dieser heute noch besichtigt werden kann.
Der Rückbau der Anlagen dauert jetzt schon 25 Jahre an und wird noch viele Jahre lang die Ingenieure beschäftigen, die Kosten dafür betragen nach heutigem Stand 6,6 Mrd. Euro.
Es war ein größeres Gaswerk nötig geworden um die Versorgung dieser Stadt zu gewährleisten. Es hatte einen eigenen Gleisanschluss für den Transport der Kohle.
Der Verbrauch von Stadtgas stieg immer weiter an und auch die Leistung dieses Werkes, auch wurden immer mehr Leitungen verlegt und damit das Gasnetz erweitert.
In den 1980er Jahren wurde dann der Betrieb eingestellt, die Anlagen waren mittlerweile zu marode.
Die Stadt wurde jetzt auch vom Ferngas versorgt. Da das Areal stark belastet ist, ist eine heutige zivile Nutzung schwer vorstellbar und so rottet der Rest vor sich hin.