Archiv der Kategorie: Wohnen

Ferme Micke Mouse

Wir besuchen eine kleine Ortschaft in Belgien und ein altes schon ín Teilen zusammen gestürztes Haus. Der Verfall schreitet hier schon arg voran, am Ende suchen wir den Namensgeber des Ortes, Das Gerät mit den Micke Mouse Ohren. Irgendwie habe ich das Teil größer erwartet, das wir im angrenzenden Schuppen fanden. Es entpuppt sich als Getriebe für den Riemenantrieb auf der anderen Seite. Die Klappen dienen der Wartung bzw. der Schmierung der Zahnräder. Als wir gingen schaute der Nachbar böse hinterher, aber wir waren da schon fertig.

Die Brandvilla

In diesem früheren Ort der Textilindustrie gibt es einige schöne Villen aus dem 19. Jahrhundert.

Auch diese, denkmalgeschützte brannte in letzter Zeit leider mehrfach. Man geht von Brandstiftung aus.
Einst waren hier holzgetäfelte Räume, aufwendige Treppen und das vom Architekten entworfene Äußere hervor zu heben.
Abgerundet wurde das Ganze mit einem Park rund um die Villa.

Seit der Wende wechselte das Haus mehrfach den Eigentümer.
Jetzt soll das Gebäude erhalten werden, das scheint aber in diesem Zustand sehr aufwendig bzw. zu teuer, zudem mit den üblichen Denkmalschutzauflagen das ganze Unterfangen sehr Aufwendig erscheint.

Villa de Vecchi

Auf dem 3. höchsten Berg der Insel wurde diese Villa in den 1930er Jahren errichtet. Zu dieser Zeit waren hier die Italiener und deren Gouverneur sollte diese als Domizil dienen.
Das Haus wird auch oft als Mussolini Villa bezeichnet, weil der Diktator hier auch im Sommer residieren sollte, aber dazu kam es nie.
Auch eine kleine katholische Kirche wurde daneben gebaut.

Die Deutschen Besatzer plünderten in der Zeit des 2. Weltkrieges die Villa und brachten die Wertgegenstände nach Deutschland.

Bis 1947 diente das Gelände der griechischen Königsfamilie als Ressort und wurde dann aufgegeben.

Heute ist das Anwesen verfallen, aber die frühere Schönheit ist noch sehr gut vorstellbar. Auch der atemraubende Ausblick von der Terrasse lohnt schon den beschwerlichen Weg hierher.
Die Regierung hofft noch bis heute, das sich ein Investor findet um hier vielleicht ein Hotel aufzubauen. Aber leider verfällt die Villa immer mehr.

Geisterstadt Eleousa

Mitten im Wald taucht der merkwürdige Ort Eleousa auf. Die auf den ersten Blick verlassene Geisterstadt mit seiner Piazza den klotzigen Arkadenbau und den Kolonialhäusern wurden 1935 – 1936 von den Italienern zur Kolonialisierung gebaut. Italienische Forstarbeiter wurden hier angesiedelt um die Wälder des Berges wieder aufzuforsten.
Der Mittelpunkt des Dorfes gruppierte sich um einen rechteckigen Platz mit einer Römisch Katholischen Kirche, das Haus der faschistischen Partei und ein imposantes Arkadengebäude für Geschäfte, Gewerbe, ärztliche Versorgung und sogar ein Kino im ersten Stock dessen aufgemalte Leinwand noch heute auf der Kopfwand zu sehen ist.
1939 verließen die Siedler den Ort, da das deutsche Militär den Ort dann als Stützpunkt nutzte.
Von 1947 bis 1970 wurde in den Gebäuden dann ein Sanatorium für Tuberkulose Kranke betrieben und war eines der größten in der Region. Die Abgeschiedenheit half die Quarantäne aufrecht zu erhalten.
Heute ist der Ort verlassen und verfällt zusehends. Doch nicht ganz, denn unterhalb dieser Anlage liegt das eigentliche Dorf das Heute noch bewohnt ist.

Jagdschloss

Dieses Jagdschloss ist mittlerweile nur noch eine Ruine, Mehrere Brände und Vandalismus, ein neuer Eigentümer nach der Wende der sich nicht darum kümmerte und die Natur setzten diesem Schloss zu.

Ende des 17. Jahrhunderts wurde es erbaut und hatte bald eine Wohnfläche von einem kleinen Fußballfeld. Auch ein riesiger Schlosspark war vorhanden.
In stürmischen Zeiten war hier auch einmal kurzzeitig ein Krankenhaus untergebracht. Weitere adlige Eigentümer folgten.
In Zeiten des Nationalsozialismus fiel das Jagdschloss in die Hände der NSDAP, die Soldaten hier zur Erholung schickte und Ämter einrichtete.

Die DDR, als letzter Nutzer installierte zuerst eine Bäckerei. Später dann wurde es zur Erholung und Schulung von Werktätigen eines großen VEB genutzt. Auch Kinder konnten hier ihre Ferien verbringen.
Als die Treuhand das Objekt verkaufte begann der Verfall.

Die Bilder stammen aus 2. Besuchen.

Das Alte Schloss

Das Schloss wurde hier im 16. Jahrhundert auf den Resten einer Burg errichtet. Damit gehört das Anwesen zu den ältesten noch erhaltenen Schlössern im Land.

Zerstörungen in folgenden Kriegen wurden durch Umbau und Erweiterungen ersetzt. Vor über 100 Jahren wurde dann auch ein Park gestaltet. Zum Schloss gehören noch einige umliegende Wirtschaftsgebäude, Werkstätten und Verwaltungsgebäude. Davon werden heute noch welche genutzt.

Vor einigen Jahren wurden wichtige Sicherungsmaßnahmen durchgeführt um den Verfall und die Feuchtigkeit vom Schloss fern zu halten. Auch ein Verein kümmert sich darum, aber die gefundene Webseite läuft ins Leer, somit ist davon auszugehen, das dieser hier nicht mehr das große Sagen hat. Heute wird das Anwesen zur Nutzung angeboten.

Das einsame Schloss

Dieses Schloss hat jetzt schon eine über 300-jähirge Geschichte. Wurde aber in der Zeit des Bestehens kaum dauerhaft bewohnt und das war kurz nach dem Entstehen im 18. Jahrhundert. Die nächsten Besitzer nutzte das große Schloss nur als Nebensitz, Sommerresidenz und zuletzt als Hauptsitz eines Landwirtschaftsbetriebs. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte hier, wie so oft, eine Enteignung und eine wechselhafte Nutzung. Es sollte sogar abgerissen werden, da es sehr baufällig war. Aber in den 1960er Jahren wurde das Schloss doch gerettet und wieder renoviert und eine DDR Institution zog hier ein. Nach der Wende wurde hier der Betrieb noch bis nach der Jahrtausendwende fort geführt. Ein späterer Verkauf an eine Gesellschaft und ein Weiterverkauf an privat folgten. Eine Nutzung des Gebäudes scheint aber nicht in Sicht, zu groß ist der Investitionsbedarf. Das Zimmer für Hochzeiten wurde scheinbar auch schon lange nicht mehr genutzt.

Haus der Oma

Ein kleines Haus am Wegesrand. Hier lebte zuletzt eine alte Frau in bescheidenen Verhältnissen. Heute ist alles zerwühlt und traurig anzusehen.

Die Mühlenwohnung

Die letzten Besitzer und Betreiber der Mühle wohnten hier auch und ließen scheinbar einiges von ihren Besitztümern zurück. Warum wissen wir nicht, heute ist die Wohnung sehr baufällig und von den Witterungsbedingungen gezeichnet. Die kleinen Balkon sind heute schon „naturgrün“.