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Rittergut Wasserburg

Das Rittergut wurde erstmals im 18. Jahrhundert erwähnt. Es lässt sich relativ wenig über die Geschichte finden. Früher gab es hier wohl mal eine Wasserburg, wegen Umbaumaßnahmen an den umliegenden Seen ist der Standort heute aber nicht mehr mit Wasser umgeben. Das Herrenhaus des alten Rittergutes wurde auf den Resten dieser Burg errichtet. Das erfolgte gegen Ende des 19. Jahrhunderts. In Zeiten der DDR war hier ein Kindergarten untergebracht.
Heute ist das Haus in Privatbesitz und leer. Es sind keine Zeichen einer Nutzung zu erkennen, es wächst langsam zu und verfällt.

Haus Heinemann

Am Rande der Stadt steht dieses kleine Haus. Man erkennt es kaum von der Straße, es ist fast komplett zugewachsen. Wie es scheint lebte hier zuletzt eine alte Frau. Die Einrichtung und die Kleidung lassen darauf schließen. Der Fernseher ist ein schwarz-weiß Gerät aus der DDR Zeit. Ob die Jahre kurz nach der Wende auch die Zeit des Verlassens ist, wissen wir nicht. Wir finden aber nur alte Zeitungen und Schriftstücke die bis zu diesen Jahren datiert sind. Auf dem Dachboden liegt ein Haushaltsbuch aus dem Jahr 1947 und weiter viele alte Dinge.

Die Hustenburg

Dieses Schloss wurde Mitte des 19. Jahrhundert erbaut und von der Familie, die es geschaffen hat, auch bis zum Ende des 2. Weltkrieges bewohnt. Von der Besatzungsmacht eingenommen wurden hier zuerst die Truppen untergebracht, später dann Heimatgvertriebene. Die letzte Nutzung war dann eine medizinische, erst als Heilstätte, später dann als Kinder-Rehaklinik. Seit über 30 Jahren steht das Schloss nun leer, Versuche einer Nachnutzung scheiterten. Vor 15 Jahren wurde das Schloss verkauft, aber der neue Eigentümer bebasichtige zuerst eine Sanierung, aber bis heute ist davon nichts zu sehen.
Mittlerweile hat der Leerstand dem Gebäude schon arg zugesetzt. Einige Räume befinden sich eine Etage tiefer, andere stehen kurz davor. Nur im Keller haben wir uns einigermaßen wohl gefühlt.

Gutshaus Oregano

Die Ursprünge des Gutshauses reichen bis in das 18. Jahrhundert, als hier die Ortschaft wieder aufgebaut wurde.
Mitte der 1800er Jahre gelangte das Gutshaus in den Besitz einer Industriellenfamilie. Die Enteignung nach 1945 folgte dann eine sozialistische Nutzung, man brauchte hier eine Schule unter. Nach der Wende gab es einen neuen Träger, der hier ein Altersheim unterhielt. Beliebt war das Haus nicht, die Abgeschiedenheit ergab kaum Abwechslung für die hier untergebrachten. Wenn man sich heute die leeren Zimmer ansieht, war das Haus an sich auch kein Ort zum Wohlfühlen.
Als das Altersheim vor 15 Jahren geschlossen wurde, gab es einen privaten Eigentümer.
Bis auf das leer räumen des Hauses und ein paar angefangenen Renovierungsarbeiten scheint seit dem aber nichts mehr passiert zu sein. Außerdem fanden wir wir viele ungeöffnete Briefe einer Firma für Organische Produkte die mittlerweile nicht mehr existiert.
Wie es scheint ist der Aufbau dieses Betriebes hier gescheitert.

Haus Gartenzwerg

Ein kleines Dorf in Brandenburg, hier wohnt nur noch der Gartenzwerg.

Was ist das Schicksal dieses kleinen Hofes? Wir finden Forderungen von Versicherungen über kleine Beträge, Reichtum war hier sicher nicht vorhanden. Die Ausstattung ist alt und vermutlich hat hier ein älteres Paar gelebt. Gab es keine Verwandten die sich hier noch kümmern? Nach dem Verlassen wurde das Haus sich selbst überlassen, alles ist zerwühlt aber scheinbar noch fast alles vorhanden. Das geschah vor rund 10 Jahren, die Kalender stehen beim Jahr 2008.
Wie immer sind wir hier schnell wieder weg, das ist mir nichts in vielen dieser persönlichen Sachen zu stehen.
Auch will man hier niemanden über den Weg laufen um sich zu erklären.
Ein paar Bilder sind es doch geworden.

Vom Rittergut zum Volksgut

Die letzte öffentliche Erwähnung dieses ehemaligen Rittergutes ist eine Versteigerung vor ein paar Jahren, in der es für nicht mal 40.000 Euro weg ging. Seit dem scheint aber hier nichts passiert zu sein. Wahrscheinlich dient es eher der Spekulation, als einem Neuanfang. Der Kaufpreis liegt bei rund einem Euro pro m².
Was lässt sich zur Geschichte sagen? Die Entwicklung der Liegenschaft beginnt kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert, als es verkauft wurde und der neue Eigentümer begann es Auszubauen. Das Gutshaus wurde neu errichtet und Nebengebäude wie Ställe und Scheunen gebaut.
Die Rote Armee übernahm das Anwesen nach 1945 und nutzte es kurzzeitig als Versorgungsstation, bis es wieder an den Kreis zurück gegeben wurde. Mit Gründung der DDR entstand hier ein landwirtschaftliches Volksgut mit allem was so dazu gehört. Nach der Wende erfolgte dann die Abwicklung durch die Treuhand, aber wie es scheint konnte die Firma, welche den Zuschlag bekam, damit nichts anfangen.
Heute sind große Teile durch Brände zerstört oder zugemauert, wie die alte Brennerei.

Rittergut am Bach

Dieses ehemalige Rittergut wurde dann später zu einem Schloss. Erbaut im 18. Jahrhundert hatte es verschiedene Besitzer unter anderem ein hoher Beamter des Landes.
Auch ein großer Dichter war hier oft zu Gast und Freund der Familie. Nach 1945 erfolgte die Enteignung und Umnutzung als Volks Eigenes Gut (VEG) auch wurden hier dann auch eine Landwirtschaftsschule betrieben.
Zuletzt waren hier hauptsächlich Wohnungen, eine Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie auch der Ortsvorstand untergebracht.

Jetzt beginnt der traurige Teil, es gab einige Versteigerungen, aber das alte Rittergut dient wohl nur als Spekulationsobjekt. Sanierungsmaßnahmen oder Eigennutzung erfolgte nicht. Der Gemeinde sind die Hände gebunden und man hofft mit jedem fremden Auto das der Erlöser vorbei kommt, so wurden wir auch angesprochen ob wir das gute Stück kaufen wollen. Aber wir hatten andere Pläne.

 

Schloss an der Aue

Dieses Barockschloss wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Erste Eintragungen von Bauten an diesem Ort stammen schon aus dem 12. Jahrhundert als hier eine Burg erwähnt wurde.
Es gab bis in das 20 Jahrhundert wechselnde Schlossherren, die durch Heirat, Verkauf oder Schenkungen in den Besitz kamen.
Nach 1945 erfolgte die Enteignung der Eigentümer und die Gemeinde übernahm das Haus und brachte unter anderem dort einen Kindergarten unter und richtete Wohnungen ein. Heute sind nur die Nebengebäude genutzt, das Schloss hat Sicherungsmaßnahmen und ein neues Dach erhalten, aber im Inneren ist es leer und wartet auf eine neue Bestimmung.

Rittergut Dornenhof

Dieses Rittergut ist heute verfallen. Die Gebäude sind in ruinösem Zustand und der Park ist verwildert. Aber es besteht Hoffnung, da ein Investor hier sanieren will und Wohnungen schaffen möchte. Im Moment ist das alles noch in der Planungsphase.
Wir konnten uns hauptsächlich nur im Haupthaus aufhalten, die Nebengebäude sind so stark verfallen, das sich das Betreten für uns als zu gefährlich dar stellte. Zu den Wirtschaftsgebäuden gab es kein Hinkommen, der ganze Hof ist voll mit Dornen und nur mit körperlichen Schäden wäre ein Besuch machbar gewesen.

Wann wurde das Rittergut erbaut? Wir finden Berichte die vom 18. Jahrhundert ausgehen, zu Beginn des 19. erfolgte dann ein Umbau des Haupthauses. Ein Haus hier soll sogar noch älter sein.
Die Besitzer wechselten hier einige Male und waren bis 1945 immer Adlige, in der DDR enteignet zog hier ein Volkseigenes Gut ein. Nach der Wende stellte dieses VEG seinen Betrieb ein und das Anwesen wurde wieder privatisiert. Eine Nutzung erfolgte seit dem nicht mehr.

Die Hütte

Mitten im Wald an einem kleinen See liegt „Die Hütte“. Ein Anwesen in das man sich verlieben könnte, wenn man Abgeschiedenheit sucht. Ein kleiner 3 Seitenhof, an der Stirnseite eine Scheune in der einige skurrile Sachen gelagert werden. Wir finden eine Kirchenorgel, einen alten Schlitten, Fischernetze und ein paar Möbel.
Im Haupthaus sieht es so aus, als ob eine begonnene Renovierung nie zu Ende geführt wurde. Die Spinnweben hier sind schon sehr alt…wann das hier aufgegeben wurde wissen wir aber nicht.