Ein Anwesen auf dem Land mit Wohnräumen und angeschlossenem Betrieb. Dort wurden einmal Maschinenbauarbeiten durchgeführt. Ein kleines Konstruktionsbüro war auch vorhanden.
Warum das alles jetzt leer steht wissen wir nicht. Alle Räumlichkeiten sind durchwühlt und scheinbar alles wurde zurück gelassen.
Ohne es zu ahnen besuchten wir das bekannte Chateau Noisy – Miranda als so ziemlich letzte Besucher.
Ein paar Wochen nach uns hatte der Eigentümer eine Abrissgenehmigung und begann auch damit das Traumschloss abzureißen.
Wir gingen an einem klaren, kalten Herbstmorgen den Hügel hinauf zum Schloss, das nicht zu sehen war auf dem Weg dort hin. Einmal bogen wir auch falsch ab, aber dann tauchte es endlich vor uns auf. Ein toller Anblick und wir waren alleine, man hörte ja das sich dort am WE viele Fotografen und Besucher die nicht mehr vorhandene Klinke in die Hand geben.
Noisy ist schon in sehr schlechtem Zustand gewesen, einen Flügel betraten wir nicht mehr, alles war schon in sich zusammen gestürzt. Die Treppe zum Turm hatte auch keine Stufen mehr.
Den jahrelangen Leerstand und die große Anzahl an „Besuchern“ hat es nicht verkraftet.
Auf dem Grund des heutigen Schlosses befand sich einst der Bauernhof Noisy, wohin die Herren des nahe gelegenen Schlosses Vêves 1792 flohen, als sie im Zuge der Französischen Revolution von ihrem Stammsitz vertrieben wurden. Deren Nachfahren aus dem Hause Liedekerke-Beaufort de Celles fanden Gefallen an der Lage und ließen dort ab 1866 das Schloss Miranda erbauen. Beauftragt wurde damit der englische Architekt Edward Milner. Dieser verstarb im Verlauf der Bauarbeiten, die daraufhin vom französischen Architekten Pelchner fortgeführt wurden. 1903 entstand so der imposante, 56 Meter hohe Uhrenturm, ehe 1907, trotz weiterer Pläne, die Bautätigkeit beendet wurde.
Das Schloss diente fortan als Sommerresidenz der Familie Liedekerke-Beaufort. Während des Zweiten Weltkrieges wurde es von deutschen Truppen besetzt. Nach dem Krieg bewohnte die Familie fortan den rechten Flügel des Schlosses und vermietete es zudem an die Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen als Ferienwohnheim für die Kinder von Bahnangestellten. Aufgrund gestiegener Kosten kündigte die Gesellschaft 1977 den Vertrag mit dem Grafen Liedekerke-Beaufort. Dieser gründete 1978 eine Stiftung, um das Schloss weiterhin als Heim nutzen zu können, nun vor allem für Schulklassen, und machte es für die Öffentlichkeit zugänglich. Versuche des Besitzers im Jahre 1990, Investoren zu finden, um das Schloss in ein Hotel umzuwandeln, blieben, auch angesichts der anfallenden hohen Kosten, erfolglos.
Seit 1991 ist das Schloss verlassen. Es setzte der Verfall des Anwesens ein. 1995 brannte der Dachstuhl, wohl verursacht durch eingedrungene Jugendliche. Der Graf Liedekerke-Beaufort ließ daraufhin die noch verwertbare Inneneinrichtung wie Kamine, Marmor und Parkett demontieren. In den folgenden Jahren nehmen Vandalismusschäden und Diebstähle stark zu. Teile des Schlosses sind inzwischen eingestürzt, und 2010 sowie 2011 brannte es darin erneut. Die Gemeinde Houyet bot dem Grafen Liedekerke-Beaufort einen Ankauf an, was dieser jedoch ablehnte. Das Schloss wurde daraufhin von der Denkmalliste gestrichen, womit dem Besitzer ein Abriss eingeräumt wurde. Diese Pläne lösten unter belgischen Medien jedoch Ungemach hervor, und ein Verein zum Erhalt des Gebäudes wurde gegründet.
Auch aufgrund des maroden, sehr schlechten Zustandes entwickelte sich Château Miranda zum Inbegriff eines Spukschlosses, was neben ergebnisorientierten Jugendlichen vor allem Liebhaber von Lost Places und Urban Exploration anzog, dies jedoch zum Missvergnügen des Besitzers, der das Schloss daher bewachen lässt.
Am 24. Oktober 2016 soll es nun dem Ende zu gehen, das Schloss wird abgerissen. Die Abrissarbeiten werden zwei Wochen andauern, dann wird das Gebäude der Vergangenheit angehören. Der Abbruch wird am alten Uhrenturm beginnen. Das Objekt ist mit Natodraht gesichert. (Quelle: Wikipedia)
Eine Fabrikant ließ diese Villa Anfang des 20. Jahrhunderts errichten, er zeigte damit seinen Reichtum und ließ diese von einem Architekten in zeitgemäßer Bauart errichten.
Zuletzt befanden sich hier wohl private Wohnungen, einige Schriftstücke deuten darauf hin.
Der neue Besitzer hat Renovierungsarbeiten begonnen, die aber nicht weiter geführt wurden.
Um die Villa existiert ein großer Park, der aber auch mittlerweile verwildert ist. Außerdem gibt es noch ein Nebengebäude in dem aber scheinbar ein Obdachloser wohnt und wir nicht weiter stören wollten.
Unser Ziel war es, ein altes Barockschloss zu besichtigen, aber auch beim 2. Anlauf gelang das nicht. Der neue Eigentümer lässt das Gebäude zwar verfallen, aber lässt auch keinen hinein.
So konnten wir „nur“ die Nebengebäude besichtigen, die aber schon erahnen lassen, welch schönes Schloss hier nebenan sein Dasein fristet.
Erbaut wurde es schon im 17. Jahrhundert und hatte mehre Seitenflügel. Es wurde in den folgenden Kriegen auch niemals zerstört und erst zu DDR Zeiten zum Allgemeineigentum in Form eines Gutes.
Hier wohnten die Arbeiter und es wurden Kulturveranstaltungen abgehalten.
Der Verkauf nach der Wende an Investoren brachte aber nicht die erhofften Sanierungen , sondern eher das Gegenteil. Die Bürger wurden ausgesperrt und es gab Ärger mit dem Denkmalschutz.
Seit vielen Jahren passiert hier leider gar nichts mehr.
Die Nebengebäude sind zum Teil auch schon eingestürzt.
Urbex-BB hat es jetzt auch einmal in diese sehr bekannte Villa geschafft.
Wie es den Anschein hatte, zu spät. Das Klavier wurde demontiert und die Tasten fehlen. Auch der Rest des Hauses macht mehr den Anschein einer Messibude. Die obere Etage ist extrem baufällig und wird bald nach unten sausen bzw. hat es in einigen Räumen schon getan.
Die Tour war bisher nicht sehr erfolgreich, da sahen wir im vorbei fahren dieses alte Gut. Also angehalten und mal nachgeguckt.
Die Stallungen und Nebengebäude waren nur noch blanke Ruinen in ihren Grundmauern. Auch das Gutshaus verhieß nichts besonderes.
Der Eindruck verstärkte sich auch noch beim Begehen der ersten Räume, seit Jahren zurück gelassene leere Räume.
Dann ein erster seltsamer Raum, mit Couch und Schreibmaschine? Dekoration eines Fotografen vielleicht? Aber auf dem Dachboden gab es dann doch noch ein paar nette Details, ein alter Kinderwagen und anderer Kram ließ uns doch noch ein paar Bilder auf die Speicherkarte bannen.
Über die Geschichte konnten wir leider nichts mehr erfahren.
Seit über 20 Jahren steht diese 100-jährige Villa nun leer und verfällt immer mehr.
Das Grundstück, welches mal ein Park war, ist verwildert.
In der Mitte der Villa findet man die Haupthalle mit der schönen Holztreppe und die vielen Zimmer des Gebäudes gehen davon ab.
Leider war es fast dunkel, als wir dort ankamen und deshalb nur ein paar Bilder.
Update 2017: Da wir in der Gegend waren, konnten wir noch ein paar Außenaufnahemn hinzu fügen. Der Park wurde beschnitten und man kann hoffen das jetzt bald ein neuer Eigentümer einzieht.
Etwas abgelegen neben einer Stadt liegt dieser „Trabifriedhof“.
Hier war wohl irgendwann auch ein kleines Lokal beheimatet, das aber einem Brand zum Opfer fiel.
Geblieben sind die Grundmauern und die Autowracks.
Der Name „Altes Schloss“ entstand durch den Volksmund, da das Gebäude durch seine architektonische Pracht auffiel.
Im gleichen Park in der Nähe steht das „Neue Schloss“.
Erbaut wurde das „Schloss“ als Fabrikantenvilla 1873/74. Es hatte damals 50 Zimmer und wurde ab dem Krieg für medizinische Zwecke genutzt. In den Zeiten der DDR war hier die Kreispoliklinik untergebracht.
Nach der Wende dann die letzte Nutzung als Pflegeheim. Seit 1996 steht das Schloss nun leer und wechselte seitdem mehrfach den Besitzer.
Verschiedene Nutzungskonzepte wurden erdacht aber nie umgesetzt. Leider verfällt das Gebäude immer mehr.