Archiv der Kategorie: Wohnen

Gutshaus zum Kinderwagen

Die Tour war bisher nicht sehr erfolgreich, da sahen wir im vorbei fahren dieses alte Gut. Also angehalten und mal nachgeguckt.
Die Stallungen und Nebengebäude waren nur noch blanke Ruinen in ihren Grundmauern. Auch das Gutshaus verhieß nichts besonderes.
Der Eindruck verstärkte sich auch noch beim Begehen der ersten Räume, seit Jahren zurück gelassene leere Räume.

Dann ein erster seltsamer Raum, mit Couch und Schreibmaschine? Dekoration eines Fotografen vielleicht? Aber auf dem Dachboden gab es dann doch noch ein paar nette Details, ein alter Kinderwagen und anderer Kram ließ uns doch noch ein paar Bilder auf die Speicherkarte bannen.

Über die Geschichte konnten wir leider nichts mehr erfahren.

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Villa Help Me

Ein Villa mit Park, die vor 100 Jahren erbaut wurde.
Jetzt benötigt sie Hilfe um aus ihrem Schlaf zu erwachen.

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Renaissanceschloss

Seit über 20 Jahren steht diese 100-jährige Villa nun leer und verfällt immer mehr.
Das Grundstück, welches mal ein Park war, ist verwildert.

In der Mitte der Villa findet man die Haupthalle mit der schönen Holztreppe und die vielen Zimmer des Gebäudes gehen davon ab.

Leider war es fast dunkel, als wir dort ankamen und deshalb nur ein paar Bilder.

Update 2017: Da wir in der Gegend waren, konnten wir noch ein paar Außenaufnahemn hinzu fügen. Der Park wurde beschnitten und man kann hoffen das jetzt bald ein neuer Eigentümer einzieht.

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Der Trabifriedhof

Etwas abgelegen neben einer Stadt liegt dieser „Trabifriedhof“.
Hier war wohl irgendwann auch ein kleines Lokal beheimatet, das aber einem Brand zum Opfer fiel.
Geblieben sind die Grundmauern und die Autowracks.

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Altes Schloss

Der Name „Altes Schloss“ entstand durch den Volksmund, da das Gebäude durch seine architektonische Pracht auffiel.
Im gleichen Park in der Nähe steht das „Neue Schloss“.
Erbaut wurde das „Schloss“ als Fabrikantenvilla 1873/74. Es hatte damals 50 Zimmer und wurde ab dem Krieg für medizinische Zwecke genutzt. In den Zeiten der DDR war hier die Kreispoliklinik untergebracht.
Nach der Wende dann die letzte Nutzung als Pflegeheim. Seit 1996 steht das Schloss nun leer und wechselte seitdem mehrfach den Besitzer.
Verschiedene Nutzungskonzepte wurden erdacht aber nie umgesetzt. Leider verfällt das Gebäude immer mehr.

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Schloss Holzmichel

Die Geschichte beginnt im 19. Jahrhundert wie im Märchen, eine Prinzessin baute ihrem Prinzen ein Schloss und schenkte es ihm, als er aus dem Krieg wieder Heim kehrte.

Bis zum 1. Weltkrieg folgten verschiedene Nutzungen, z.B. als Erholungsheim oder Tagungsort. Die Nazis nutzten das Gelände ebenfalls als Heim. Als der Versuch, hier in den 1930er Jahren eine Herberge zu betreiben, sehr gut gelang, wurde tüchtig umgebaut. Einige Nazigrößen und andere Prominente ließen sich hier blicken und bescherten einen guten Umsatz.
Gegen Ende des 2. Weltkriegs wurde das Jagdschloss kurzzeitig auch als Lazarett benutzt. Der Besitzer wurde nach dem Krieg enteignet.
Bis zur Wende wurde das Schloss wieder als Ferienheim genutzt, danach als Schule für Staatsbedienstete. Seit der Jahrhundertwende steht es leer.

Die Räume sind leider alle so gut wie leer, da der letzte Besitzer fast alles entfernen ließ. Das äußere Erscheinungsbild ist aber beeindruckend. Wieder einmal ein tolles Gebäude das scheinbar keine Zukunft mehr hat. Jetzt ist es an einen Privatmann verkauft worden, Nutzungsabsichten sind noch keine bekannt.

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Villa Wonka

Die Villa des Schokoladenproduzenten.

Keine Ahnung warum das Teil so begehrt ist, es gab sogar Urbexer, welche hier nicht mal die Kamera auspackten 😉
Das Treppenhaus ist ganz nett. Am besten hat mir aber der Heizungskeller gefallen.

Jetzt waren wir sogar ein 2. mal hier, nicht aus dem übergroßen Interesse an der Location sondern dem der Begleitung, die hier noch nicht war.
Geändert hat sich auch nicht viel, man hörte ja von Renovierungsarbeiten, aber vor Ort ist davon nichts zu sehen.

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Hier wächst kein Knoblauch mehr

Hier irgendwo muss das Dorf gestanden haben, wir suchen in dem kleinem Wald nach den Resten. Hierher zu finden war schon schwierig, aber irgendwann, nach einiger Zeit, tauchten dann die Überreste der Zivilisation auf.

Zur Geschichte:
Dieses kleine Dorf wurde Ende der 1960er Jahre aufgegeben und dem Erdboden gleich gemacht.
Geblieben ist der Friedhof, ein Trafohaus und ein paar Mauerreste. Aber warum? 800 Jahre lang lebten hier Menschen, überlebten Kriege und viele schwierige Jahre. Sie betrieben Ackerbau und Viehzucht.
Zuletzt, in der DDR, wurde hier eine Vorzeige-LPG gegründet, Parteigrößen aus dem In- und Ausland besuchten sie, um sich alles anzusehen.

1961 wurde hier sogar Erdgas gefördert, dazu errichtete man auch einen unterirdischen Erdgasspeicher. Damit begannen die Probleme, denn aus dem Speicher trat immer wieder Gas aus. Es kam zu Unfällen und zu Evakuierungen. Als der Ort nur knapp einer Katastrophe entging, weil ein Ventil abriss, beschlossen die verantwortlichen Politiker die Bewohner in moderne Plattenbauten umzusiedeln und den Ort abzureißen. Man sagt, das die ehemaligen Bewohner großzügig entschädigt wurden und darüber schweigen sollten.

Im Gegensatz zu dem Gasspeicher halten die Dorfbewohner über diesen Fakt bis heute dicht.

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Neue Hakeburg

Dieses Gebäudeensemble wurde Anfang des 20. Jahrhunderts am Machnower See im neuromanischen Burgenstil errichtet.

1936 wurde das gesamte Anwesen incl. der 44 Hektar Land verkauft. Neuer Eigentümer war die Reichspost. Die Gebäude dienten als Wohnsitz und Forschungszentrum und waren hermetisch abgeriegelt. Das sollte sich über Jahrzehnte nicht mehr ändern.

Zu DDR Zeiten wurde das Gelände dann als Parteihochschule der SED eingesetzt, hier residierten einige große Staatsmänner, wie Fidel Castro oder Michael Gorbatschow. Die Volkspolizei bewachte alles rund um die Uhr.

1990 wurde die Hakeburg kurzzeitig in einen Hotelbetrieb umgewandelt, nach der Wiedervereinigung erwarb die Deutsche Telekom diese Immobilie.

Im Moment bestehen Pläne für einen Umbau. 16 Eigentumswohnungen sollen hier entstehen.

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Schloss am Pilz

Dieses schöne Schloss wurde vor über 200 Jahren an einem Pilz errichtet. Dieser ist noch heute zu bestaunen  😉

Es hatte mehrere Schlossherren, bis nach dem Krieg die DDR das Gebäude als Ferienlager und Schule nutzte. Nach der Wende konnte, auch wegen der Denkmalschutzauflagen, keine weitere Nutzung gefunden werden.

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