Flugplatz Brand

Das Gelände wurde Mitte der 1930er Jahre als Fliegerhorst für die Deutsche Luftwaffe errichtet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm das sowjetische Militär das Areal und baute es zu einem der größten Frontflugplätze der Region aus. Über Jahrzehnte diente das Areal als strategischer Stützpunkt für gegenseitige Bedrohungsszenarien. Es beherbergte Jagdbomber- und Aufklärungsgeschwader sowie umfangreiche Bunkeranlagen und Treibstofflager.

Anfang der 1990er Jahre zogen die ausländischen Truppen ab. Das Areal fiel in einen Dornröschenschlaf, bis Ende der 1990er Jahre ein ambitioniertes Industrie-Projekt gestartet wurde. Der Bau einer der größten freitragenden Hallen der Welt für die Fertigung riesiger Frachtluftschiffe.

Nach der Pleite des Luftschiff-Unternehmens entstand in der gigantischen Halle eine überdachte tropische Freizeitwelt. Während das Hauptgebäude zivil genutzt wird, liegen entlegene Teile der ehemaligen Landebahn und der Nebengebäude bis heute im Dickicht brach.

Die Start- und Landebahn bestand aus einem betoniertes Rollfeld mit einer Gesamtlänge von ca. 2.500 m und einer Breite von ca. 40 m, über 20 gehärtete Flugzeugdeckungen, wie den Shelter/AU-11 sowie ausgedehnte unterirdische Befehls- und Munitionsbunker, weiterhin gab es einen eigenen Gleisanschluss zur Versorgung mit Kerosin sowie massive unterirdische Tankanlagen.

Hier der Beitrag zur benachbarten Kaserne.