Georgien

Standseilbahn

Auf dem Mtatsminda-Plateau in Tiflis finden wir hier abgestellte Wagen der alten Standseilbahn. Diese wurde modernisiert und bringt heute die Besucher in den Park, welcher eine hervorragende Sicht auf die Hauptstadt Georgiens bietet.

Peace

Die Skulptur „Peace“ (auch als Friedensmonument bekannt) ist ein bedeutendes Werk des georgischen Bildhauers Nugzar Manjaparashvili, das in den 1970er Jahren errichtet wurde. Sie steht auf einem kleinen Plateau oberhalb der und ist von der Hauptstraße aus auf einem Hügel sichtbar.
Es handelt sich um eine monumentale Betonskulptur im Stil des sowjetischen Modernismus bzw. Brutalismus. Sie stellt eine stilisierte, horizontale weibliche Figur mit ausgestreckten Händen dar. Das Werk ist eine Allegorie des Friedens. Die Gestaltung mit geometrischen Flächen und Symbolen, die direkt in den Stein geschnitten wurden, spiegelt die kulturelle und politische Atmosphäre der Spät-Sowjetzeit wider. Die Skulptur ist heute stark verwittert und weist erhebliche Schäden auf. Einige Finger der Figur sind im Laufener Jahrzehnte abgebrochen.

GAZ 53

Zwischen wuchernden Brennnesseln und rostigen Zäunen ruht er nun: ein GAZ-53. Er ist mehr als nur Schrott; er ist ein mechanischer Zeitzeuge einer Epoche, in der Robustheit schwerer wog als Komfort.

Die Geschichte dieses Modells begann in den frühen 1960er Jahren in der ehemaligen Sowjetunion. Als Nachfolger legendärer Vorkriegs- und Nachkriegsmodelle wurde er schnell zum Rückgrat der sozialistischen Wirtschaft. Über vier Millionen Exemplare liefen bis in die frühen 90er Jahre vom Band. Ob als Pritschenwagen, Kipper oder Müllfahrzeug – dieses Modell war überall zu finden. Er prägte das Straßenbild des gesamten Ostblocks und war für seine extreme Wartungsfreundlichkeit bekannt. Wo moderne Elektronik heute versagt, reichten damals oft ein Hammer und ein Draht, um den Motor wieder zum Leben zu erwecken.

Motor: Kraftvoller V8-Ottomotor (ZMZ-53)
Hubraum: 4,25 Liter
Leistung: ca. 115 PS (85 kW)
Antrieb: 4×2 (Hinterradantrieb) mit 4-Gang-Schaltgetriebe
Nutzlast: Je nach Ausführung zwischen 3,5 und 4 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit: Stolze 85 km/h (unbeladen)

Heute ist von der einstigen Kraft nicht mehr viel übrig. Das charakteristische Gesicht mit dem markanten Kühlergrill blickt müde durch das Unterholz. Die Zeit hat die Lackierung fast vollständig durch eine tiefe, braune Patina ersetzt. Die Reifen versinken allmählich im weichen Boden, während die Natur sich den Raum um das Fahrerhaus Zentimeter für Zentimeter zurückholt. Es ist ein stiller Abschied von einer Ära der Massenproduktion, die heute nur noch in vergessenen Winkeln wie diesem existiert.

Bahnhof

Tief im Osten der Region Kachetien, wo die Landschaft in die endlose Steppe übergeht, liegt ein architektonisches Relikt, das einst das Tor zur Welt für eine abgelegene Grenzstadt war. Der Bahnhof von D. ist ein Paradebeispiel für den stalinistischen Klassizismus, der heute langsam von der Natur zurückerobert wird.
Errichtet in der Mitte des 20. Jahrhunderts, diente das Gebäude als stolzer Endpunkt einer wichtigen Nebenstrecke. Die Architektur sollte Macht und Beständigkeit ausstrahlen: Hohe Decken, massive Säulen und verzierte Friese prägten das Bild. In seiner Blütezeit war der Bahnhof der pulsierende Lebensnerv für den Transport von Agrargütern und Kalkstein sowie die primäre Verbindung für die Anwohner in die Hauptstadt.

Mit dem Zusammenbruch der alten Ordnung und der darauffolgenden wirtschaftlichen Instabilität verlor die Strecke an Bedeutung. Der Passagierverkehr wurde zunehmend unzuverlässiger, bis er schließlich fast vollständig zum Erliegen kam.

Heute ist der Bahnhof ein Silent Place. Während die Gleise teilweise noch für sporadische Gütertransporte (v.a. Öl und Rohstoffe) genutzt werden, ist das Empfangsgebäude dem Vandalismus und der Witterung preisgegeben. Die majestätische Wartehalle, in der einst hunderte Reisende warteten, ist heute von zerbrochenem Glas, bröckelndem Putz und der Stille der Steppe erfüllt.

Kranwagen

Der ZiL-130 wurde ab 1962 produziert und war jahrzehntelang prägend für das Straßenbild in der Sowjetunion.
Er hatte eine V8 Motor und war dadurch eine robuste Plattform für den Kranwagen. Dieser Kran wurde oft im Baugewerbe eingesetzt. Es wurden insgesamt 3,3 Millionen Fahrzeuge produziert.

Freibad

Ein Naturfreibad in den Bergen Georgiens, vielleicht wird es sogar noch genutzt. Aber es führt kein richtiger Weg dorthin.

Die Travertine von Ketrisi

Tief in einem entlegenen Hochtal, wo der Wind die Ruinen verlassener Siedlungen umschmeichelt, liegt ein geologisches und historisches Kuriosum. Die Travertine von Ketrisi sind ein monumentales Zeugnis der unbändigen Kraft mineralhaltigen Wassers, das über Jahrtausende eine surreale, gelblich-weiße Kalksteinlandschaft geformt hat.
Die Region um die Quellen war einst ein lebendiger Knotenpunkt. Historisch gesehen siedelten hier Bergbewohner in wehrhaften Turmhäusern, die das Tal kontrollierten. Die mineralischen Quellen wurden bereits vor Jahrhunderten als heilend verehrt. In der Ära der Industrialisierung und der darauffolgenden politischen Umbrüche gab es Bestrebungen, die massiven Wasservorkommen technisch zu nutzen oder touristisch zu erschließen. Kleine, heute verfallene Steinstrukturen zeugen von dem Versuch, die Natur zu domestizieren.
Politische Instabilität und die extreme geografische Isolation führten dazu, dass die Siedlungen in der Umgebung fast vollständig verlassen wurden. Heute ist der Ort ein „Lost Place“ der Natur, in dem die Zeit stillzustehen scheint, während das Wasser unaufhörlich an der Architektur der Erde baut.
Die Hauptquelle ist eine der leistungsstärksten ihrer Art weltweit. Sie fördert konstant zwischen 300 und 350 Liter pro Sekunde. Rechnerisch ergibt dies einen Ausstoß von circa 25 bis 30 Millionen Litern mineralhaltigen Wassers pro Tag.

Das Wasser ist hochgradig mit Kalziumkarbonat gesättigt. Beim Austritt entweicht CO2, wodurch der Kalk ausfällt und die charakteristischen Sinterterrassen (Travertine) bildet. Eine Mischung aus post-apokalyptischer Stille und der Geräuschkulisse des tosenden Wassers. Die Ruinen der nahegelegenen Siedlung (Dorfruinen) verstärken das Gefühl, am Ende der Welt zu sein.

Pionierpalast

Das Gebäude des Pionierpalastes von Tschiatura wurde in der ersten Hälfte der 1960er Jahre von dem berühmten georgischen Architekten Chkheidze erbaut. In ganz Georgien gibt es nur drei ähnliche Gebäude, in Tschiatura, Tkibuli und Tkvarcheli. Im Pionierpalast wurden wissenschaftliche und künstlerische Kurse organisiert. In dem Gebäude befanden sich auch eine Versammlungshalle und ein Museum.
Der Pionierpalast existierte bis 2007, als er vollständig verlassen wurde. Im Laufe der Zeit wurde das Gebäude geplündert und begann zu verfallen, da es lange Zeit nicht repariert wurde. Im Jahr 2014 begannen die Behörden mit dem Abbau der Strukturen, aber zivile Aktivisten verhafteten sie. Heute ist nur noch ein kleiner Teil des Gebäudes zu besichtigen. Ein Teil der Säulen, die Eingangshalle und ein Teil der Versammlungshalle sind erhalten geblieben.

Kettenbagger

Dieser riesige Kettenbagger wurde hier im Mangan Bergbau benutzt. Heute wurde er hier als Attraktion positioniert und rostet vor sich hin und bildet damit ein Industriedenkmal. Als Vorbild diente dem Bagger ein amerikanisches Modell, das wurde von sowjetischen Ingenieuren zerlegt und analysiert. Mit den gewonnenen Erkenntnissen wurde dann 1947 eine eigene Produktion hochgefahren. Dieses Modell wurde ab 1965 von Uralmasch produziert und war wahrscheinlich ein EKG-4/6.

Citroen

Ein verlassenens Auto in einem Hinterhof. Laut Bilder suche handelt es sich umeinen Citroën DS.

Bushaltestelle

Eine Bushaltestelle in der Sanatoriumstadt.

Schwimmhalle

Eine leere, entkernte Schwimmhalle mit einem schönen Mosaik an der Außenwand.

Rehazentrum

Ein verlassenes Rehazentrum, viel war nicht mehr zu sehen.

Kulturhaus Ingiri

Das Kulturhaus diente zur Sowjetzeit als zentraler gesellschaftlicher Treffpunkt einer florierenden landwirtschaftlichen Region. Seine Geschichte ist eng mit dem sowjetischen Kolchosen-System und dem anschließenden wirtschaftlichen Wandel Georgiens verknüpft. Hier hat es vor kurzem gebrannt und das Dach ist eingestürzt.

SU 85

Dieses Denkmal zeigt einen sowjetischen Jagdpanzer SU 85 auf einem Sockel.

Feuerwache

Eine abgebrannte Feuerwache, ein einsames Feuerwehrfahrzeug steht noch auf dem Hof.

Cable Car Station

Die Talstation der Seilbahn in Tiflis ist eine historische, derzeit stillgelegte Verkehrsanlage. Die 1986 errichtete Anlage befindet liegt unweit der dortigen Metrostation in diesem Viertel und alter Lagerhallen – und stellte einst die Verbindung zum höher gelegenen Wohnviertel her. Die ursprüngliche, noch aus Sowjetzeiten stammende Seilbahn war bis 2002 in Betrieb und ist seither außer Dienst. Die Stadtverwaltung plant eine umfassende Sanierung und Wiederinbetriebnahme der Strecke als Teil eines modernen, integrierten öffentlichen Verkehrsnetzes. Die rote Gondel schwankt aber derzeit noch im Wind und trotzt der Witterung.