Schaltwarte

Mitten in einer europäischen Großstadt befindet sich eines der beeindruckendsten Relikte der frühen Moderne, eine imposante Art-Déco-Schaltwarte.

1927–1929 entworfen, mit einen ausgeklügelten Tageslichtkonzeption, mit elliptisches, doppelwandiges Glas-Dachfenstern, um den Ingenieuren blendfreies Arbeiten ohne Kunstlicht zu ermöglichen. Der Bunkerraum wurde bewusst im Kern des Komplexes integriert, um im Ernstfall vor Luftangriffen geschützt zu sein.

1914 wurde der erste Kraftwerksabschnitt in Betrieb genommen, dieser diente der Versorgung des städtischen Stromnetzes und des Schienenverkehrs. Dann folgte die Errichtung der ovalen Zentralschaltwarte als technisches und optisches Herzstück der Anlage. In den 1970er–1990er Jahren, gab es technologische Modernisierungen im laufenden Betrieb, die alte Schaltwarte verlor schrittweise ihre primäre Steuerungsfunktion, blieb jedoch erhalten. Aber in den 2000er Jahren dann die endgültige Stilllegung des historischen Traktes und Außerdienststellung der analogen Leitstände.

Wir konnten eines der Top Urbexziele ungestört genießen. Alles verlief nach Plan und man stand endlich in diesem Raum, den man schon so oft bei anderen gesehen hatte.