Errichtet in den 1980er-Jahren, tief im westlichen Teil einer ehemaligen Sowjetrepublik gelegen, zeugt dieser gigantische Sportkomplex von den monumentalen Ambitionen einer vergangenen Epoche. Er wurde als zentrales Trainings- und Leistungszentrum konzipiert, um Athleten auf nationale und internationale Wettkämpfe vorzubereiten.
Die Blütezeit währte jedoch nur kurz. Durch den Zusammenbruch des Ostblocks und die schweren bewaffneten Konflikte, die die Region in den frühen 1990er-Jahren erschütterten, wurde die Anlage schlagartig von der Versorgung abgeschnitten. Nach schweren Beschädigungen und der darauffolgenden Wirtschaftskrise wurde der Komplex komplett aufgegeben und der Natur überlassen.
Dieser mehrstöckiger Stahlbeton-Skelettbau mit großflächigen Fensterfronten und markanten geometrischen Dachkonstruktionen fasste eine große, zentrale Sporthalle für Ballsportarten und Leichtathletik mit integrierten Tribünenkonstruktionen aus Beton. Eine separate Schwimmhalle mit einem olympischen 50-Meter-Becken, beide mit Tribünen für mehrere 100 Zuschauer. Angrenzende Trakte für Box-, Ringer- und Gymnastik-Zentren.
Heute präsentiert sich das Areal als Geisterstätte. Die Glasfassaden sind fast vollständig zerstört, das Dach über der Haupthalle ist undicht und lässt Feuchtigkeit in das Gebäude. An der Außenfassade prangt ein riesiges Mosaik von A. Kharebava.
























