Dieses Gebäude beherbergte im Erdgeschoss die Abfüllanlage des Heilwassers. Das Wasser erreicht die Erdoberfläche ununterbrochen mit einer Temperatur von ca. 38-41°C. Während 1854 lediglich 1.350 Flaschen jährlich produziert wurden, stieg die Kapazität nach technischer Aufrüstung bis 1913 auf über 9 Millionen Einheiten.
Während der Sowjetära erfuhr das Werk massive Erweiterungen. Es wurde zum Statussymbol und Exportgut Nummer eins, das bis zu 15 Länder belieferte. In den 1950er-Jahren verlagerte sich die Produktion jedoch zunehmend in modernere Großkomplexe am Stadtrand, da das historische Gebäude den enormen Nachfragespitzen räumlich nicht mehr gewachsen war. Heute steht der historische Kern der Anlage als industrielles Denkmal zwischen Verfall und Konservierung. Wie es schien wird jetzt aber hier renoviert. Das Gebäude stand offen und wir nutzten die Gelegenheit es uns anzusehen. Im Obergeschoss finden wir einen Theatersaal der scheinbar auch schon Jahre nicht mehr genutzt wird. Hier werden jetzt weihnachtliche Figuren gelagert.









