Gegründet in der Blütezeit der mitteleuropäischen Schwerindustrie, konzentrierte sich das Werk von Beginn an auf die Herstellung hochfeuerfester Spezialbaustoffe. Um den immensen Bedarf der umliegenden Hütten- und Stahlwerke an temperaturbeständigen Auskleidungen zu decken, wurde der Standort in unmittelbarer Nähe zu reichhaltigen Quarzit-Vorkommen errichtet. Über Jahrzehnte hinweg war die Ziegelei ein zentraler Zulieferer für die Metallurgie und Glasindustrie der Region und wurde schrittweise von handwerklichem Abbau auf industrielle Großproduktion umgestellt
Mit dem strukturellen Wandel in der Stahlindustrie und dem Niedergang alter Hüttenstandorte sank die Nachfrage nach Material drastisch. Nach der Stilllegung in den späten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts blieb das Areal jahrzehntelang verwaist. Die Natur holt sich das stark kontaminierte und einsturzgefährdete Areal schrittweise zurück.































