Archiv der Kategorie: Verschiedenes

Schloss Pferdezucht

Als ein Freiherr, aus einer berühmten Familie, hier Ende des 19. Jahrhunderts im alten Schloss einzog, begann die Entwicklung dieses Anwesens.
Der Pferdenarr baut hier vieles zur Zucht und zum Training der Pferde auf.
Ein paar Jahre später baute er dann das jetzige neue Schloss sowie einen umgebenden Park mit allem was so dazu gehörte. In Kriegszeiten nutze die Wehrmacht das Schloss, es gab ein Pferdelazarett und auch Kriegsgefangene arbeiteten hier und wurde auch im Haus einquartiert.
Die sowjetische Besatzungsmacht nutzte dann das Schloss als Kommandantur, das umliegende Gut wurde an die Bürger und Neuansiedler aufgeteilt. Das alte Schloss wurde abgerissen, später diente dann das jetzige als Auffangstation für Neuankömmlinge. Zuletzt wurden hier dann Senioren betreut. Nach der Wende stand das Haus viele Jahre zum Verkauf, aber erst vor 5 Jahren bekam es einen neuen Eigentümer der auch ein Sanierung versprach. Im Inneren ist es weitgehend entkernt und man begann mit den Arbeiten. Leichtbauwände wurden eingezogen, aber dabei ist es geblieben. Man liest von unbezahlten Rechnungen und großen Versprechungen, dann verschwanden die Sanierer.
Die Eigentümer wollen es heute wieder verkaufen, da der letzte Deal ja geplatzt ist.

Schloss Krappitz

Dieses Schloss erbaute ein Industrieller Ende des 19. Jahrhunderts in diesem kleinen Ort in Schlesien. Ein weiterer Erbe lebte hier bis zum Ende des Krieges. Danach beherbergte der Palast ein Gestüt, eine Schule, eine Bibliothek und eine Wohnung. Heute ist es wieder in Privatbesitz aber nicht genutzt. Es ist ein dreiflügeliges. zweigeschossiges Gebäude. Der umgebende Park ist heute verwildert. Nutzungsplände sind uns nicht bekannt.

VEB Kleinlastkraftwagen

Die industrielle Produktion begann hier schon Ende des 19. Jahrhunderts.
Zuerst wurden hier eine Textilmaschine hergestellt, später dann Fahrräder und Motorräder. Dem Fahrzeugbau blieb man treu und fertigte ab 1912 PKW, der aber floppte.

15 Jahre später dann der umstieg auf kleinere Lastkraftwagen bis 1t Nutzlast. Weitere Typen mit etwas höherer Zuladung folgten.

In den Zeiten des 2. Weltkrieges erfolgte wieder die Herstellung von Leichtkrafträdern.

Danach erfolgte die Demontage durch die Sowjetunion. Die DDR baute den Betrieb wieder auf und begann wieder leichte LKW zu produzieren. 1957 dann die Gründung des VEB mit Angliederung anderer Fertigungsstätten die z.B. Karosserieteile und Motoren lieferten. Es entwickelte sich ein Spitzenbetrieb der Fahrzeugproduktion in der DDR. Leider begann, schon 10 Jahre vor Ende der DDR, der Zerfall. Die Produktionsanlagen waren verschlissen und die Stückzahl und Qualität sank. Zur Wende war dann dieses Werk in einem hoffnungslosem Zustand und tausende Menschen verloren ihren Arbeitsplatz, die Fahrzeugherstellung endete dann etwas später 1991.

Heute sind die Anlagen ausgebaut und die leeren Hallen verfallen und bieten kaum noch Motive, da auch hier durch Vandalismus ganze „Arbeit“ geleistet wurde.

Friedhof der Jagdflieger

Diese Jagdflugzeuge russischer Bauart stehen auf einem Flugplatz als kleines Museum. Neben den 3 hier gezeigten existieren noch 2 weitere die aber nicht auf dem Flugfeld stehen.

Die beiden MiG waren früher zu Schulzwecken eingesetzt, einmal eine MiG21-21U-400 als Schuldoppelsitzer und eine MiG-U-600 als Trainer. Genutzt wurden diese früher in der NVA und dem Nachfolger, die Bundeswehr. Die Suchoi SU-22M-4 ist im Vergleich zu den MiG’s schon eine andere Nummer, alles an ihr wirkt gewaltiger. Das Flugzeug wurde auch als Jagdbomber eingesetzt und war für den Tiefflug ausgelegt.
Das ist schon ein imposanter Anblick wenn man so nach an diesen Waffen ran kommt, fast in „freier Wildbahn“.
Der Flugplatz wurde 1934 als Militärflugplatz erbaut und im 2. Weltkrieg wurden hier Flugzeuge gewartet. Die Sowjets konnten dann damit nichts anfangen und demontierten die Anlagen.

F60

In Lichterfeld steht ein Gigant der Technik, man nennt ihn auch den liegenden Eiffelturm, aber das ist ja fast untertrieben.

Denn der Riese ist 502 Meter lang, 204 Meter breit, 80 Meter hoch und 11.000 Tonnen schwer und ist die ehemalige Abraumförderbrücke F60.

Nur 1,5 Jahre in Betrieb wurde sie vor der Verschrottung gerettet und kann jetzt von Geschichte und Gegenwart des Braunkohlenbergbaus in der Lausitz erzählen.

Zur Webseite des F60

Tuchfabrik Pfau

Hier konnten wir ein technisches Denkmal besuchen, die historische Tuchfabrik der Gebrüder Pfau.

Die Fabrik ist Originalgetreu erhalten und man kann man die Entstehung der Textilien von der Wolle bis zum Tuch bestaunen.
Die Webstühle und Anlagen sind noch in Funktion und werden für die Besucher angeworfen, dabei kann man nur erahnen welcher Lärm hier herrschen musste und welche Arbeitsbedingungen es in der Weberei und Wäscherei gab. Ein beeindruckendes Denkmal der sächsischen Industriegeschichte!

Zur Geschichte:
Alles begann hier 1885 als die ersten Fabrikgebäude entstanden. Viele Erweiterungen folgten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auch für das Militär wurde hier Tuch produziert.
Erst 1972 wurden die Fabrik in die VEB Volltuchwerke Crimmitschau eingegliedert. Ein beliebtes Produkt aus dem Haus war für viele DDR Bürger haben wollten die Mollydecke.

Gleich nach der Schließung 1990 wurden die historischen Gebäude und der Maschinenbestand unter Denkmalschutz gestellt und konnten so bis heute erhalten werden.

Quelle: Tuchfabrik Gebrüder Pfau

Deutsches Landwirtschaftsmuseum

Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain ist eine in Deutschland und Europa einmalige Museumsanlage. Die Besonderheit dieses Museums ist darin begründet, dass vom Gutshof bis zum Gartenschuppen der Gebäudebestandteilhauptsächlich im Original vor Ort erhalten ist.
Der Darstellungsschwerpunkt sind die ländliche Lebenswelt und die Landwirtschaftsgeschichte des historischen Mitteldeutschland. Erleben Sie eine geschichtliche Zeitreise vom 18. Jh. bis in die Gegenwart.

Quelle: Deutsches Landwirtschaftsmuseum

 

 

AEG Stadt Tour

Wir nutzten einmal das Angebot des „Industriesalons Schöneweide“ und nahmen an einer AEG Stadt Tour teil.

Dabei wurde ein Überblick über das historische AEG Gelände gegeben. Viele Teile werden heute anders genutzt, aber es steht auch einiges leer.

Es ging in die AEG Kantine, die aber nicht mehr in ihrer historischen Schönheit da steht, sondern mit Büros ausgebaut wurde. Weiter über den modernisierten Hochschulcampus und vorbei am Kabelwerk, das in Teilen noch solche produziert. Den Abschluss bildete der Peter-Behrens-Turm, der oben einen Wasserspeicher beherbergt und einen tollen Blick über die Stadt ermöglicht.

Hier gehts zum Anbieter

Kokerei Zollverein

Die Kokerei Zollverein war von 1961 bis 1993 aktiv und war eine der modernsten Europas. Hier waren um die 1.000 Menschen beschäftigt.
Zu Beginn wurde hier in 192 Koksöfen produziert, 1973 dann auf 304 erweitert. Hier konnten täglich 8.000 Tonnen Koks hergestellt werden.
Da die Koksnachfrage in den 1990er Jahren wegen der Stahlkrise sank wurde sie stillgelegt. Der Abriss wurde verhindert und jetzt gehört sie zum UNESCO Welterbe.

 

Ruhrmuseum

Das Ruhr Museum befindet sich in der ehemaligen Kohlenwäsche auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen. Als Regionalmuseum zeigt es in seiner Dauerausstellung die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets. Es versteht sich nicht als klassisches Industriemuseum, sondern als Gedächtnis und Schaufenster der Metropole Ruhr.
Quelle: www.ruhrmuseum.de

Am Abend waren wir noch einmal beim Museum.