Archiv der Kategorie: Chemie

Säurebunker

Die Chemische Abteilung eines Energiebetriebes für VE Wasser.

Apparat Nr. 12

Wir betreten einen nicht mehr genutzten Chemiebetrieb, ein leicht beißender Geruch liegt im ganzen Gebäude.

Wir sehen Apparat Nr. 12 und die anderen Geräte die hier einfach zurück gelassen wurden. Es wird auf das Tragen der Schutzbrille am App. Nr 12 hingewiesen.

Was hier genau gemacht wurde entzieht sich unserer Kenntnis, das ist wohl eher was für Chemieexperten, aber beeindruckend ist solch eine Anlage allemal. In den Büros und in den Laboren liegen noch die Firmenunterlagen.
Aber auch hier scheinen sich langsam die Metalldiebe auszubreiten, es liegen Kabel- und Isolationsreste auf dem Boden.

VEB Medizin Werk

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann hier ein Chemiker ein Medikament zu entwickeln, das bald darauf auch in anderen Ländern benutzt wurde.
Es begann vielversprechend, aber nur wenige Jahre später kam der Rückschlag, die Kriege und Inflation machten dem Unternehmen zu schaffen.
Diese Krise wurde aber überwunden und die Firma expandierte wieder und gründete noch andere Zweige der Medizintechnik.

In der DDR wurde dieser Betrieb später dann in einen VEB eingegliedert und nach der Wende wurde hier auch noch ein paar Jahre produziert.

Wir besichtigten einen neuen Betriebsteil in dem noch moderne Maschinen stehen, warum die nicht abgebaut wurden wissen wir nicht, scheinbar sind die doch noch von einigem Wert.

Der alte Betriebsteil wurde wohl seit 1996 nicht mehr intensiv genutzt, die Kalender blieben in diesem Jahr stehen.
Schimmel und Verfall kennzeichnen diesen Gebäudeteil, aber auch alte Labore, Gegenstände und Lager konnten wir entdecken. Alte Computer und Laborgeräte ließen unser Herz höher schlagen.

Chemielager

Das sind die letzten Reste eines riesigen Chemiewerkes, hier an diesem Standort.
Die Ursprünge gehen auf die 1930er Jahre zurück. Hier wurde Erdöl verarbeitet und nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurden dann die Anlagen wieder aufgebaut. Zu DDR Zeiten erfolgten weitere Erweiterungen, die Produktion umfasste Öle und andere Schmierstoffe, weiterhin wurde ein Kraftwerk errichtet. Die Privatisierung nach der Wende gelang nicht, so dass hier Anfang der 1990er Jahre das Licht aus ging.
Die meisten Anlagen wurden demontiert. Warum dieser Teil, der größtenteils aus den gezeigten Behältern besteht, noch hier steht wissen wir nicht. Die Tanks wurden, laut der Beschilderung, um 1965 errichtet.

Labor des Eisenwerkes

Hier finden wir ein großes Industriegelände vor, das unter anderem einmal der Eisenproduktion diente.
Viele der Hallen und Gebäude werden jetzt neu genutzt oder sind verlassen.
Ein munteres Durcheinander herrscht hier. Aber bis auf dieses Labor konnten wir kein Gebäude besichtigen. Was genau hier untersucht wurde lässt sich leider nicht mehr heraus finden, da keinerlei Unterlagen mehr zu finden sind.

Labor INTRA

Ein kantiger Bau, im Inneren mehrere Labore. Aber was hier genau untersucht wurde verschweigt das Haus.
Ein paar Firmen nutzten die Räumlichkeiten wohl noch nach der Wende, aber seit Mitte der 1990er Jahre sind die Labore INTRA verwaist.

Da wir wieder einmal in der Nähe waren, ein kurzer Besuch 06-2017.

 

VEB Farbchemie

An einem Novemberwochenende war dieses VEB das erste Objekt auf unsere langen Liste.
Durch die innerstädtische Lage leider bereits arg in Mitleidenschaft gezogen, ergaben sich dennoch schöne Motive.

Die Geschichte geht zurück bis zum Anfang der 1870er Jahre.
Mit einem Verfahren zur Stofffärbung beginnt damals ein Apotheker mit dem Aufbau seines Unternehmens. Eigentlich eher ein Nebenverdienst.
Doch der Erfolg kommt schnell und so entwächst das Unternehmen seinen Kinderschuhen.

Der zweite Weltkrieg und die deutsch/deutsche Teilung kommen und haben einen erheblichen Einfluss auf den einstigen Ruhm. Klebestoffe müssen produziert werden – doch ohne dauerhaften Erfolg. Es kommt das Aus.

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Spritzenherstellung

Hier wurden in Zeiten der DDR Spritzen hergestellt. Das Haus steht lange schon leer und ist in sehr schlechtem Zustand.
Es erzählt wenig über seine frühere Bestimmung.
Die meisten Räume sind leer aber ein kleines Labor ist noch vorhanden.

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Seifen- und Parfümeriefabrik

Die Firma C.H. Oemig-Weidlich wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet. Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute man an dieser Stelle Gebäude, um Seife  und Shampoo herzustellen. Zwischenzeitlich wurden hier auch Kakao- und Zuckerwaren produziert.

Die Enteignung des Eigentümers und die Umwandlung in einen VEB erfolgte 1952. Man begann mit der Herstellung von Haarpflegeprodukten.

Nach der Wende erfolgte eine Modernisierung und der Verkauf an einen Hamburger Kosmetikhersteller. Da der Erfolg aber ausblieb wurde die Produktion 1996 eingestellt.  Seitdem stehen die Gebäude leer.

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VEB Speziallacke

Ein großer Chemiekomplex der jetzt größtenteils anderweitig genutzt wird. Inmitten dieses Komplexes, ruht wie auf einer Insel, dieser frühere Betriebsteil des VEB.

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