Während eines Wanderurlaubs im Thüringer Wald viel uns diese Gaststätte sofort auf. Offene Fenster aber mitten im Ort gelegen. Also den Nachbarn gefragt, der meinte das Haus steht schon lange leer und gehört der Bank und keiner kümmert sich mehr darum, oben soll es noch einen kleinen Saal geben.
Des Urbexers Interesse war geweckt, also nächsten Tag nochmal mit der Ausrüstung vorbei geguckt und die folgenden Bilder mitgebracht. Über die Geschichte gab die alte Gaststätte leider nichts mehr Preis.
Wir waren wieder einmal in der „Verbotenen Stadt“, diesmal mit „Kollegen“ aus Sachsen. Schön zu sehen das sich an diesem verlassenen Ort nicht so viel verändert hat.
Die Farbe blättert immer noch super schön von den Wänden ab, dahinter kommt teilweise die Originale Farbe oder der Putz hervor.
Diesmal versuchten wir die wenigen verbliebenen Details hervor zu heben.
Dieses Ferienlager liegt idyllisch und abgelegen an einem See. Früher verbrachten hier einmal über 1.000 Kinder jeden Sommer ihre Ferien.
Die meisten von ihnen kamen aus Familien die dem „Spitzelverein“ der DDR dienten. Viel erfährt man nicht mehr vom früheren Lagerleben, aber es soll wohl etwas anders gewesen sein als in den zivilen Lagern. Die Werte des Sozialismus wurden den Kindern hier schon früh nahe gebracht.
Interessantes gibt es hier kaum noch, alles ist entkernt. Die vielen kleinen Bungalows im Wald sind allesamt leer und teilweise zerstört.
Die Dokumentation beschränkt sich daher auch auf den Speisesaal und angrenzende Gebäude.
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
Kinderferienlager
12-2020
Da wir beim ersten Mal etwas unfreiwillig gehen mussten, da Schottdiebe am Werk waren, kamen wir wieder um den Rest zu dokumentieren. Wie an vielen anderen Orten ist die Zerstörung und Beschmierung weiter gegangen.
Interessant fanden wir die Reetdach Sauna im Feriendorf, schon etwas besonderes in sonst so spartanisch ausgestatteten DDR Ferienlagern.
Auch die Kegelbahn hatten wir ja beim 1. Besuch ausgelassen.
Diese Eisenbahnbrücke hatte einmal eine Länge von 986m und war damit eine der längsten Brücken über einen Fluss in Deutschland.
Errichtet wurde das Bauwerk von 1871 bis 1873 als zweigleisige Brücke. Da das Verkehrsaufkommen aber nie sehr hoch wurde, reichte der eingleisige Betrieb. Der Teil über die Elbe war als Drehbrücke ausgeführt, dadurch war der Schiffsverkehr gewährleistet und auch eine Unterbrechung der Strecke war möglich.
Ein Luftangriff im April 1945 zerstörte einen Teil der Brücke.
Die lange Strombrücke
Da sie aber auch die spätere innerdeutsche Grenze querte, unterblieb der Wiederaufbau. Auch wurden Teile als Reparationsleistungen für die Sowjetunion demontiert. Aufgrund von Einsturzgefahr wurden 1978 die verbleibenden Strombrücken und Pfeiler abgerissen. 1988 dann auch der östliche Teil.
Heute existieren nur noch die Rest im westlichen Teil und der Brückenkopf.
2009 verkaufte die Deutsche Bahn die Anlage an ein Immobilienunternehmen, was jetzt damit geschieht ist unklar. Die Reste der Brücke stehen unter Denkmalschutz.
Wir sehen einen alten Schornstein über den Baumwipfeln und beschließen mal nachzugucken.
Was uns hier erwartete übertraf wieder einmal die Erwartungen.
Ein alter VEB Schlachtbetrieb schlummert hier vor sich hin. Kaum Vandalismus und Beschmierungen. Dafür der natürliche Verfall und die Natur die sich hier seit Jahren das Areal zurück erobert. Einige Dächer sind auch schon eingestürzt.
Hinter jeder Tür gab es eine neue Überraschung. Zuletzt hatte hier wohl ein Chinesisches Restaurant probiert Fuß zu fassen. Aber am Ende blieb viel zurück, ein Auto, das Mobiliar, einiges an Papieren, viel Geschirr und sogar Kartons mit Lebensmitteln.
Die frühere Produktionsstätte wurde hier scheinbar gar nicht mehr benutzt, da sie unberührt da liegt. Die Förderkette sieht so aus, als ob sie wieder Eingeschaltet werden könnte.
Über Gründung und Ende des VEB konnten wir nichts in Erfahrung bringen.
Mit einer vollen Speicherkarte zogen wir wieder ab, aber Stopp…diesen Gebäudeteil haben wir nicht gesehen. Durch die Glasbausteine erblickten wir von außen ein völlig marodes Maschinenhaus. Also wieder zurück, der Zugang gestaltete sich schwierig, aber mit etwas klettern standen wir drin. Große Aggregate und Motoren, überall Rost und die tolle Abendsonne sorgten für den Höhepunkt dieser Besichtigung.
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
VEB Schlachtbetrieb
07-2021
Hier schauten wir nach 4 Jahren wieder einmal vorbei. Ein Beispiel für einen tollen Ort der sich kaum verändert hat. Ich muss sagen das liegt einfach daran, das er kaum bekannt ist. Denn offen ist er wie ein Scheunentor und abgelegen zudem. Da dieser Urbextag insgesamt sehr erfolglos war, lag dieser Abstecher nah.
Der Zugang zum Maschinenhaus war wie damals eher unkomfortabel, aber der Verfall dort ist einfach genial.
Im Schlachtbereich sieht es auch noch so aus wie damals.
Diese Mühle wurde schon vor mehreren 100 Jahren erbaut. Am Ende wurde hier Strom gewonnen, aber das ist auch schon 50 Jahre her.
Der jetzige Eigentümer bemüht sich die alten Generatoren wieder laufen zu lassen. Die eigentliche Mühle konnten wir nicht besichtigen, aber der Verwaltungsanbau mit Speiseraum bot doch noch einige nette Motive.
Ein stillgelegter Bahnhof in Brandenburg ist Standort für einen Triebwagen aus Italien. Wir sehen ihn im Vorbei fahren und halten an.
Dieses Eisenbahnstrecke wurde über 120 Jahre lang betrieben. Der Adel des Ortes setzte sich damals für eine Bahnlinie ein und Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine Kleinbahn gebaut, auf eigene Kosten.
Erst die DB stellte hier den Betrieb nach 2000 ein um ihn dann kurz darauf wieder aufzunehmen. Nur wenige Fahrgäste wurden noch befördert, es gab ein hin und her. Wie eine Katze verbrauchte die Bahnstrecke alle ihre Leben um endgültig 2016 geschlossen zu werden.
Jetzt stehen hier auf dem Nebengleis ein Labor- und ein Personenwagen. Beide sind ausgebrannt und zerstört. Auch der Italiener, den es hierher verschlagen hat, ist in keinem guten Zustand. Viele Scheiben sind auch hier zerschlagen und Graffiti „ziert“ den roten Triebwagen. Die Sitze sind ausgebaut. Deutsche Beschriftungen im Führerstand zeugen von seiner Herkunft. Beeindruckt hat uns der Sitz des Triebwagenlenkers, spartanischer geht es wohl kaum.
Ein alter Schornstein im kleinen Städtchen erregte unsere Aufmerksamkeit. Leider mitten in der Stadt gelegen und umzingelt von Wohnhäusern schloss sich ein Besuch fast aus. Die Nachbarn mähten ihren Rasen und es gab keine Möglichkeit ungesehen hinein zu kommen.
Aber auf Nachfrage was das mal gewesen sei, erzählte man uns das hier mal zu DDR Zeiten eine Molkerei ansässig war und der neue Besitzer sich verabschiedet hat nachdem er die Anlagen verscherbelt hat.
Jetzt ist der alte Betrieb nur noch ein Ärgernis und man zeigte uns den Eingang und war verwundert was man an dem Müll dort, denn so toll fand.
Über die Geschichte des Betriebes ließ sich leider nicht mehr viel heraus finden, ein paar alte Etiketten deuteten aber auf eine Käseproduktion hin.
Fußball hatte hier schon über 100 Jahre Tradition.
Der Verein träumte in den 1980er Jahren vom großen Fußball. Das Stadion wurde her gerichtet viele kamen zu den Spielen. Es wurde sogar ein Drehkreuz installiert um den Besucherstrom zu lenken. Ein Neubau wurde errichtet, es gab Bier und einen Bratwurststand. Hier kam der Holzkohlegrill zum Einsatz und man sagte es gab hier die leckersten Bratwürste weit und breit.
Die Gegner wurden aus dem Stadion geschossen, aber dann misslang der Aufstieg um Haaresbreite und die besten Spieler gingen weg. Der Verein rutschte in eine Krise von der er sich nicht mehr erholte und der Spielbetrieb wurde sogar eingestellt.
Jetzt bleibt nur dieser Sportplatz übrig und erzählt dieses Geschichte vom SV 1881 Reetz, die vielleicht auch ganz anders war.
Ein Schickes altes Haus mit Bühne und Saal. Die genauere Art der Nutzung ließ sich bisher nicht heraus finden. Vielleicht als Treffpunkt, Speiseraum und Veranstaltungsort des umliegenden Geländes?
Beim 2. Anlauf gab es jetzt auch einen Eingang, leider gibt es aber hier auch schon Vandalismus und Graffiti.