Die Funktion dieses Bunkers lässt sich nicht recherchieren, heute ist der Bunker geräumt und wurde fast sauber zurück gelassen, ein 2. Teil des Bauwerks ist nicht zugängig und mit einem Gitter versperrt. Unser Zugang wurde geöffnet, was uns in die Karten spielt. Einzig ein entkernter Operatortisch und ein paar Rohrreste wurde zurück gelassen. Zum Glück gibt es hier keinerlei Beschmierungen.
In der Nähe befindet sich ein Stasiobjekt, somit ist klar, das die Funktion unmittelbar diesem Standort diente.
Archiv für das Jahr: 2025
NVA Bunker
Dieser Bunker war während der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik Teil eines militärischen Komplexes der Nationalen Volksarmee (NVA) bzw. des Ministeriums für Nationale Verteidigung (MfNV). Diese Anlage war Teil des Netzwerks von Führungs- und Nachrichtenstellen der NVA im Kalten Krieg.
Die Anlage war nicht einfach ein einzelner Bunker, sondern ein Komplex aus verschiedenen Bunkern und Stollen, die miteinander verbunden waren sowie mehrere Stabs- und Funktionsgebäude.
Die Befestigungs- und Bunkerarbeiten am Standort wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere ab den 1970er Jahren, im Kontext der intensivierten NATO-Warschauer-Pakt-Konfrontation ausgebaut. Der Komplex bestand aus verschiedenen monolithischen Bunkern und Fertigteilbunkern mit einem Tunnelsystem von hundert Metern Länge, mehreren Zugängen und Notausgängen.
Die Anlage diente als rückwärtige Führungsstelle des Ministeriums für Nationale Verteidigung (Reserveführungsstelle), also einem Ort, der im Krisen- oder Kriegsfall die Fortführung von Befehls- und Kontrollfunktionen hätte ermöglichen sollen. Sie war damit Teil des militärischen Bunkernetzwerks, das die NVA zur Kontrolle, Kommunikation und Führung vorbereitet hatte.
Nach dem Fall der Mauer verlor der Standort seine militärische Bedeutung. Viele Teile der oberirdischen Anlage wurden Anfang des 21. Jahrhunderts rückgebaut während der Bunker und unterirdische Strukturen noch als Ruinen im Wald bestehen. Der Spaziergänger ahnt nicht was sich hier noch unter seinen Füßen befindet. Wir mussten lange suchen um einen Eingang zu finden, von denen es am Ende mehrere gibt, nach draußen gelangten wir dann durch eine Klappe mitten im Wald. Beeindruckend waren nicht die Räume in denen sich die Nutzung abspielte, sondern die hundert Meter langen Gänge, mit denen alles verbunden war. Diese Stimmung lässt sich fotografisch nicht rüber bringen.
AFüS der Grenztruppen
Die Ausweichführungsstelle (AFüS) des stellvertretenden Ministers und Chefs der Grenztruppen der DDR war ein unterirdischer Bunkerkomplex im Wald, ein großes System aus Fertigteil- und monolithischen Bunkern, verbunden durch Gangsysteme, das zur Krisenkommunikation diente, aber vermutlich nie vollständig fertiggestellt wurde.
Sie liegt in einem ehemaligen Sperrgebiet nahe dem regulären Sitz des Ministers.
Ein Netzwerk aus rund 40 Fertigteilbunkern (Typ FB-3), fünf monolithischen Bunkern und sechs Raumstollen, die auch als Gänge dienten, mit einer Fläche von ca. 250x100m.
Beherbergte die Funktechnik und spezielle Räume für den Minister, sowie einen Hubschrauberlandeplatz und technische Gebäude. Die Bauweise war einfach gehalten, mit angepassten Gängen und vielen Treppen, was einen geringen Schutzgrad bedeutete.
Viele Bauteile blieben ungenutzt, da die Anlage nie vollständig fertiggestellt wurde. Nach der Wende wurde das Gelände geplündert, für Partys genutzt und später rekultiviert, wobei einige Teile freigelegt wurden. Heute zeugen nur wenige Bauteile im Wald von der Existenz dieses Bunkers, wir mussten lange suchen aber dann gab es einen kleinen Eingang.
Auf den Spuren der GSSD
Im Winter sind wir mit dem Rad an vielen bekannten Stellen vorbei gefahren. Dabei sind diese Bilder entstanden.
Hier die Links zu den kompletten Beiträgen:


























































































