Ein Wochenendhaus im Grünen, die Zufahrt ist schon sehr zugewachsen und hier war schon jahrelang kein Bewohner mehr. Komisch war, das hier sogar noch der Strom anlag und man das Licht einschalten konnte.
Archiv für das Jahr: 2025
Haus Waffeleisen
Wieder ein einsames Haus im Wald, aber um dort hinzukommen, müsste man an einem belebten Hof vorbei. Das sparen wir uns und wählen den Weg durch den Wald. Angekommen finden wir dieses typische Haus der Schweden. Wie es scheint lange verlassen und nur noch wenige Einrichtungsgegenstände sind hier zurück geblieben.
Haus mit Autos
Das kleine Haus ist leider ziemlich durchwühlt und bietet nicht viele Motive. Scheinbar hat hier bis zuletzt ein Mann gelebt, aber sein Hobby war bis zuletzt das Schrauben an Autos. Einige stehen auf dem weitläufigen Grundstück, aber die vielen Jahre, nagen an ihrem Zustand. Wir finden eine VW Käfer, drei VW Passat, dazu Nutzfahrzeuge wie der Scania-Vabis und im Schuppen einen Traktor, der leider vom Dach zugedeckt worden ist. Das könnte ein Harvester Farmall aus den 1940er Jahren sein.
Dazu dann noch viele andere Dinger wie Ölfässer und ein altes Fahrrad. Spannend was dort alles auftauchte als wir den Wald durchstöberten.
Eine Besonderheit war das Schild am blauen Käfer. Dieses Schild ist eine schwedische Zulassungsplakette für Importfahrzeuge aus den späten 1960er oder frühen 1970er Jahren.
Der schwedische Text bedeutet übersetzt:
„Dieser Volkswagen erfüllt zum Zeitpunkt der Produktion die erlassenen amerikanischen Autosicherheitsvorschriften, „Public Law Number 89-563“ (Sicherheitsgurte hinten jedoch nicht montiert). Eine Ausnahme bilden diejenigen Vorschriften, die im Widerspruch zu den schwedischen Prüfbestimmungen stehen. Volkswagenwerk AG“
Der Verweis auf das US-amerikanische Gesetz zeigt, dass dieses Fahrzeug ursprünglich für den nordamerikanischen Markt gebaut wurde. Wenn solche US-Modelle damals nach Schweden importiert wurden, mussten sie offiziell bescheinigen, dass sie den strengen Sicherheitsstandards entsprechen. Da die US-Regeln Ende der 1960er Jahre teilweise noch strenger oder detaillierter waren als die damaligen europäischen Vorschriften, diente die Plakette den schwedischen Prüfbehörden als Nachweis, dass das Auto im Wesentlichen sicher war – mit den auf dem Schild vermerkten länderspezifischen Ausnahmen wie den fehlenden hinteren Gurten.
Haus Lars
Hier lebte einst Lars, er war Fan von „Fredi“ und hörte gerne seine Schallplatten, während er mit Freunden eine Partie „Mensch Ärger Dich nicht“ spielte. Sein Haus war gemütlich eingerichtet und in Grün gehalten, Sitzgruppe, Küche, Schränke alles in Grün. Als Bettdecke wählte er eine Landesfahne. Die Toilette war außerhalb, wo sich auch seine kleine Werkstatt befand. Er liebte die Berge und die Natur, seine Wände schmückten viele Bilder mit diesen Motiven. Aber vielleicht war auch alles ganz anders.
Sprengstofffabrik im Berg
Eingebettet in die einsamen, weitläufigen Wälder Skandinaviens zeugt ein verlassener Industriekomplex von einer Ära, in der die Produktion von Treib- und Explosivstoffen strategische Höchstleistungen erforderte.
Die Wurzeln des Areals reichen in die späte Industrialisierungsphase zurück, als Pioniere der Sprengstofftechnik – darunter der bekannte schwedische Industrielle Alfred Nobel – das Potenzial der Region für die militärische und zivile Munitionsherstellung erkannten. Während der weltweiten Konflikte des 20. Jahrhunderts diente der Standort als hochsensibles, dezentrales Rückgrat der Wehrtechnik. Hier wurden in komplexen Syntheseverfahren hochbrisante Substanzen für das Militär gefertigt.
Die Anlage war streng geheim, weitläufig im Gelände verteilt und teilweise in unterirdischen Kavernen angelegt, um die Explosionsrisiken zu minimieren.
Nach dem Ende des Kalten Krieges verlor die Produktion massiv an strategischer Priorität. Große Teile der Chemieanlagen wurden daraufhin stillgelegt, schrittweise vom Militär verlassen und der Demilitarisierung übergeben. Während die übertägigen Produktionshallen und Abfüllstationen der schleichenden Rückeroberung durch die Natur und die Forstwirtschaft überlassen wurden, blieben viele Betonsockel, Schutzwälle und unterirdische Infrastrukturen.
Autofriedhof Go Kart
Dieser kleine Autofriedhof gehörte scheinbar einem Bastler, welcher hier an seinen Autos schraubte mit denen er an lokalen Rennen teilnahm. Scheinbar war er hier im Norden Europas auch ein Fan der Marke Skoda. Ein paar Autos wurden hier umgebaut. Besonders für uns war das Go Kart das mittlerweile fast zugewachsen ist und vor sich hin rostet.
Erzbergwerk
Das ist ein Teil des ehemaliges Eisenerz-Bergwerk in einer historischen Bergbauregion. Die Grube zählte einst zu den tiefsten Erzförderanlagen des Kontinents mit einer Teufe von ca. 1.050 Metern
Es gibt ein verzweigtes Netz aus Sohlen, Strecken und Abbauräumen bis unter die 900-Meter-Marke. Der 28m hohe Förderturm hoher Stahlbeton Turm ist weithin zu sehen. Das gesamte Untertage-System ist heute mit Grundwasser geflutet.
Der Beginn des strukturierten Abbaus war im 19. Jahrhundert. In den 1920er Jahren entstand der prägende Betonturm, um die tiefen Fördersohlen zu bedienen. In Kriegszeiten diente der Kopfbau vorübergehend als FLAK-Stellung.
Ihre wirtschaftliche Blüte erlebte die Anlage in den 1960er Jahren als dominierender Arbeitgeber der Region. Durch veränderte Marktbedingungen folgte Ende der 1970er Jahre die endgültige Stilllegung. Nach Deaktivierung der Wasserhaltung liefen die tiefen Sohlen binnen kurzer Zeit voll. Über mehrere Jahrzehnte lagen die Oberflächenbauten brach und witterten ungehindert ab. Nach über drei Jahrzehnten Leerstand wurden Teile des Oberflächenareals für kulturelle und künstlerische Zwischennutzungen erschlossen. Dieser Teil hier aber ist ein klassischer Lost Place und wird vielleicht demnächst touristisch genutzt.
Haus Schäferhund
Haus Schäferhund hat echt die besten Zeiten hinter sich, von außen noch recht ansehnlich, bietet sich im Inneren ein schreckliches Bild, die Böden sind marode und viele Räume sind nicht mehr zu betreten, da die Böden fehlen. So die Küche und ein Hobbyraum. Das Wohnzimmer knarrt schon sehr bedenklich und wird bald den anderen Räumen folgen, damit verschwindet dann das restliche Mobiliar eine Etage tiefer. Hier wurde wieder einmal alles zurück gelassen, sogar da Auto steht noch in der Garage.
Haus der Diplome
Hier lebte Svea zufrieden mit ihrem Mann in einem kleinen Haus auf dem Lande. Ihr Sohn Tore ward er ganze Stolz. Die Familie war sehr sportlich und auch der Sohn trat in die Fußstapfen und war sehr erfolgreich im Radsport.
Viele Urkunden und Auszeichnungen schmücken die Wände, die sind vom Sohn aber auch von den Eltern. Im Wohnzimmer steht sein Bild doppelt neben dem eigenen in einer schmucken Uniform. Aber was ist hier passiert? Hat sich die Familie zerstritten? Jedenfalls wurde hier alles zurück gelassen, die Erinnerungen aber auch alle persönlichen Gegenstände.
Gemeindezentrum
Das alte Gemeindezentrum wird heute nicht mehr genutzt.
Es hat einen schönen Saal und eine kleinen Raum wo man feiern konnte. Wir finden noch ein kleine Küche in der einfache Speisen zubereitet werden konnten. Heute ist das Gebäude zugewachsen und wir wissen nicht warum es nicht mehr genutzt wird. Das Dach ist langsam undicht und greift die Holzstruktur an.

































































































































































































