Von Außen sieht das Haus aus, wie das Anwesen eines Künstlers. Wie es scheint, stehen hier noch viele selbst gefertigte Objekte im Garten , der Eingangsbereich mit verschnörkelter Schrift. Aber im Inneren herrscht Chaos. Ein Raum voller Tierkäfige, keine Ahnung was der Besitzer hier gehalten hatte. 2 Klaviere und ein Harmonium lassen zudem auf eine gewisse Musikalität schließen. Der Rest des Hauses ist zerwühlt und schon viele Jahrzehnte verlassen.
Archiv für das Jahr: 2025
Rostige Veteranen
Mitten in einem feuchten skandinavischen Nadelwald verfällt eine der faszinierendsten Karosserie-Ansammlungen Europas. Ursprünglich als Arbeitsstätte für den Torfabbau und später als illegaler Verwertungsbetrieb etabliert, entwickelte sich das Areal im Moor über die Jahrzehnte zu einem freiliegenden Freilichtmuseum. Anstatt das Areal zu räumen, hat die zuständige Kommunalverwaltung entschieden, das Gelände sich selbst zu überlassen. Bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts gilt das Areal als geschütztes Kulturdenkmal, in dem der natürliche Verfallprozess ungestört dokumentiert werden darf. Hier stehen rund 100 bis 150 Fahrzeugwracks sowie Maschinenreste. Dazu gehören klassische Limousinen und Kleinwagen der Vor- und Nachkriegsära, europäische sowie US-amerikanische Straßenkreuzer. Reste von Nutzkraftwagen, Transportern, Omnibussen und Landmaschinen.
Annas House
Annas House liegt heute im Wald und ist kaum mehr zu erreichen, viele Jahre ist es jetzt schon verlassen. Laut Berichten starb Anna um das Jahr 2000, keiner interessierte sich mehr für das Haus und alles wurde zurück gelassen. Heute ist das kleine Holzhaus schon sehr morsch und nur noch sehr vorsichtig zu begehen.
Haus Rabbit
Haus Fernseher
Dieser kleine Bauernhof ist schon seit vielen Jahre verlassen, das Wohnhaus war einfach eingerichtet. Der Röhrenfernseher scheint auch schon einige Jahrzehnte auf dem buckel zu haben. Draußen rostet eine Pumpe vor sich hin, fließend Wasser gab es nicht. Neben dem Wohnhaus war ein Stall und eine Scheune. Wir finden ein Telefonbuch aus dem Jahrgang 1978/79, war das der Zeitpunkt als dieses Anwesen verlassen wurde?
Haus Gollum
Funksendestelle
Im Zuge des massiven Ausbaus der nationalen Kommunikations- und Infrastrukturnetze der DDR, wurde der Ende der 1960er Jahre das Areal als hochmoderne Funksendestelle konzeptioniert und errichtet.
Hauptaufgabe war als abgesetzte Sendestelle des Hauptführungsbauwerks des Minesteriums für Nationale Verteidigung in der Nähe, das Objekt 16/017. Die räumliche Trennung vom Hauptbauwerk diente der Tarnung und durch das Anpeilen konnte der Hauptbunker nicht ermittelt werden.
Die Anlage umfasste 5 Garagenbunker, ein Technikbunker sowie 5 Mannschaftsbunker. 2 Netzersatzanlagen sicherten die Stromversorgung. Inmitten des Waldstücks standen dann die Antennenmasten, das gesamte Gelände war mit einem Hochspannungszaun umschlossen.
Heute sind die meisten Anlagen demontiert, die Bunker sind aber noch vorhanden, viele sind zugeschüttet worden. Aber alle wurden entkernt und sind heute nur noch als Betongerippe vorhanden.
Forsthaus
Dieses Forsthaus fällt uns immer wieder beim vorbei fahren auf. Die Rollläden sind herunter gelassen und das Grundstück macht einen ungepflegten Eindruck. War es die neu gebaute Fernverkehrsstraße die die Bewohner hier vertrieben hat, der Verkehr rauschte Tag und Nacht vorbei. Aber genaues wissen wir nicht, jetzt im Rahmen einer Fahrradtour konnten wir auch den kleinen Waldweg entdecken, welcher dort hin führt. Das Haus ist ausgeräumt und erzählt nicht mehr viel über seine letzten Bewohner.
NVA Führungsbunker
Dieser Bunker wurde als Prototyp weiterer Anlagen erbaut und ging aber nie in Betrieb. Der Bau begann 1987 und endete 1990 mit dem Ende der DDR, bis dahin kostete das Unterfangen 17,1 Mio. DDR Mark. Es war ein 2-etagiger, monolithischer Bunker mit Schutzklasse D und er hatte eine Nutzfläche von 1124 m².
Er sollte als Wechselgefechtsstand der Landstreitkräfte der NVA dienen. Dazu gab es eine Anbindung an ein dichtes Netz aus Sonderkommunikationskabeln zur Aufrechterhaltung abhörsicherer Führungslinien. Die Bundeswehr hat dann die Nutzung aufgegeben und demontierte die Nachrichtentechnik. Ein Feuer zerstörte dann 1995 Teile der Anlage, darunter die NEA. 2005 wurde er verschlossen und übererdet, warum dann 2025 plötzlich der Eingang wieder frei gelegt wurde erschließt sich uns nicht. Es war kein Bunker „aufbuddeln“ sonder die gesamte Erde vor dem Eingang war dann auch verschwunden. Vor ein paar Jahren guckten wir hier schon einmal vorbei, da war ein riesiger Sandhügel zu sehen.
Herz des Fernmeldeturms
Was heute still über die Bäume wacht, war vor wenigen Jahrzehnten ein neuralgischer Knotenpunkt im Richtfunknetz der DDR.
Wir haben uns die verlassene Anlage und ihr unterirdisches Herzstück genauer angesehen. Der Standort wurde in den späten Jahrzehnten des Kalten Krieges errichtet. Als Teil des strategischen Sonder- und Richtfunknetzes diente der Fernmeldeturm der zivilen und militärischen Kommunikation. Die Relaisstation verband wichtige Führungsstellen und Telekommunikationsknotenpunkte über Richtfunktrassen, um auch bei Störungen des kabelgebundenen Netzes eine abhörsichere Verbindung zu gewährleisten. Mit dem Zerfall des Ostblocks und der Wende verlor das Objekt seine primäre strategische Bedeutung.
Das Areal liegt größtenteils still. Während der Mast selbst stellenweise noch Mobilfunk- oder Antennen trägt, sind die Betriebs- und Versorgungsgebäude am Fuße verwaist. Das eigentliche Highlight verbirgt sich im Tiefgeschoss des Versorgungstraktes, die massive Notstromanlage, ausgelegt für ein Worst-Case-Szenario. Redundante Netzeinspeisung mit automatischer Umschaltelektrik. Der Großdiesel-Motor war gekoppelt mit einem Generator zur unterbrechungsfreien Eigenstromversorgung (USV) bei Netzausfall. Dafür gab es einen unterirdisches Tank und ein eigenes Druckluft-Startsystem zum Anlassen des Schwerölers ohne Batteriespannung. Daneben der Schaltraum mit einenm kleinen Steuerstand.



















































































































































































