Diese Fabrik wurde in den 1920er Jahren erbaut und man begann hier mit der Produktion von Schlössern.
In Zeiten des 2. Weltkrieges wurde das Areal vom Militär genutzt. Danach zog hier die Pelzverarbeitung ein, aber in den 1970er Jahren kam der Einbruch, da Pelze im Modebereich nicht mehr tragbar waren. Trotz Konkurs übernahm eine andere Firma die Pelzveredelung, aber dann Mitte der 1980er Jahre war dann endgültig Schluss. Große Teile der Anlagen wurden abgerissen und es erfolgte auch eine Altlastensanierung die bis heute anhält.
Archiv für das Jahr: 2025
Bunker Gosen
Der Bunker Gosen wird auch als Objekt 17/201 geführt. Er ist eines der faszinierendsten Relikte des Kalten Krieges auf deutschem Boden. Als ehemaliges Ausweichquartier der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) – des legendären Auslandsnachrichtendienstes der DDR unter Markus Wolf – war er eines der bestgehüteten Geheimnisse des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).
Die Anlage befindet sich in einem Waldgebiet bei Gosen, östlich von Berlin. Sie wurde in den 1980er Jahren errichtet, um im Falle eines (nuklearen) Krieges oder eines innerstaatlichen Ausnahmezustands die Führungsfähigkeit der HVA sicherzustellen. Von hier aus hätten die Spionageaktivitäten im Ausland koordiniert werden sollen.
Der Bunker ist ein zweietagiges Bauwerk vom Typ 7000, das nach den modernsten Standards der damaligen Zeit errichtet wurde. Die Sohle liegt etwa 10 bis 12 Meter unter der Erdoberfläche. Die Anlage war gasdicht und verfügte über ein autarkes Belüftungssystem mit Sandfiltern. Ausgelegt für ca. 150 bis 200 hochrangige Mitarbeiter, mit dabei war eine eigene Stromversorgung (Dieselaggregate), Brunnen zur Wasserversorgung, Nachrichtenzentrale und Arbeitsräume für die Führungsspitze. Im Gegensatz zu vielen anderen MfS-Bunkern war Gosen besonders hochwertig ausgestattet, da die HVA als „Elite-Einheit“ galt. Nach außen hin war das Gelände als „Objekt der Zivilverteidigung“ oder Schulungsobjekt getarnt. Es gab oberirdische Funktionsgebäude, die den Zugang zum Bunker kaschierten.
Nach der Wende 1989/90 wurde die Anlage entkernt und gesichert. Da sie nie im Ernstfall genutzt wurde, blieb die Substanz lange Zeit sehr gut erhalten. Aber auch hier hat dann der Vandalismus Einzug gehalten, heute ist der Bunker ein Gedenkort und es werden Führungen angeboten. Da kaum noch Technik vorhanden ist, ist das eine hauptsächlich politisch motivierte Führung unterstützt durch Bilddokumente. Wir haben schon bessere Bunkerführungen miterlebt!
www.bunker-doku.de/ausweichfuehrungsstelle-hv-a/
Sendestelle
FRAG 411 Badingen
Diese Raketenstellung der NVA, mit dem Namen „Palladium“ wurde 1985 formiert und ging dann 2 Jahre später in Dienst. 1990 übernahm die Bundeswehr das Areal und stellte dann 1992 den Betrieb hier ein.
Hier waren die teuersten Raketensysteme der DDR installiert, das System S-200 Wega. Sie konnten Ziele in großer Entfernung bekämpfen. In der DDR waren nur noch 2 weitere S-200 Systeme stationiert.
Wir waren hierher gekommen und einen Mannschaftsbunker zu erkunden, zu Hause bei der Recherche stellte sich erst heraus welche riesige Anlage hier einmal vorhanden war, so das wir wieder kommen mussten.
Leider sind viele der Stellungen zurück gebaut oder von Vandalismus gekennzeichnet. Aber anhand alter Karten konnte man schon die frühere Bestimmung wieder erkennen. Vieles ist verschüttet und man steht oben auf den Plattformen des Höhenfinders, der Aufhellstation, der Täuschsender, der Richtfunkanlage usw. auch eine FlaK-Stellung zur Abwehr von Luftangriffen war vorhanden.
Der Mannschaftsbunker hatte eine Grundfläche von 700 m² und Schutzklasse E, besonders die Netzersatzanlage hat uns hier gefallen, welche noch relativ gut erhalten war. Beim 2. Besuch fanden wir auch den Gefechtsstand, aber der Zugang war uns dann doch zu riskant. Also erforschten wir das weitere Gelände mit den Feuerstellungen und noch vorhandene Bauten.
Mannschaftsbunker
Außenanlagen
Bunker Kunersdorf
Der Bunker diente als abgesetzte Funksendezentrale als Hauptführungsstelle des Ministeriums für nationale Verteidigung. Er ist 2-etagig und war neben der Funktion als Sendezentrale auch Kommunikationszentrale. Nach 1990 wurde das Gelände als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Der Bunker selbst wurde ab 2008 von einem Förderverein übernommen und wird als Denkmal des kalten Krieges erhalten. ´
TÜP Bunker
Während einer Erkundungstour auf einem ehemaligen TÜP der NVA und GSSD finden wir diesen Hochbunker. Heute liegt er mitten im Wald und stammt augenscheinlich aus Wehrmachtszeiten. Die Anlage erinnert aber irgendwie an einen Prüfstand, ähnlich der die sich in der Heeresversuchsstelle Kummersdorf befinden. An diesem Standort sind uns aber solche Aktivitäten nicht bekannt. Vielleicht wurde er hier nur gebaut um daran Waffen zu probieren? Die Überreste an Rohren oder Lüftung sprechen aber nicht dafür.
Wir verlassen diesen Ort wieder mit Freude über diesen Fund aber auch mit einigen Fragen.
Bunker Fuchsbau
Diese Bunkeranlage hat eine wechselvolle Geschichte die im Jahr 1941 beginnt. Hier begann die Waffen-SS die Stollenanlagen auszubauen und für Kommunikationsaufgaben zu nutzen.
Ab 1945 erfolgte die Übernahme durch die Rote Armee die hier erfolglos Sprengversuche abhielt. Ab 1957 wurde der spätere Altbau durch das Ministerium des Inneren untersucht und als nachrichtentechnische Anlage genutzt.
der Neubau besteht aus 3 Etagen und lag damit 20m tief und bot dadurch Schutz vor Bombardierungen. Im Kern entstand der große Führungssaal zur Luftüberwachung der DDR. 1990 wurde der Fuchsbau an die Bundeswehr übergeben, welche die Anlage bis 1995 betrieb. Danach wurde der Bunker verschlossen. Ab diesem Zeitpunkt versuchten viele hinein zu gelangen was aber erst 2006 durch den Eigentümer gelang, es musste in mühseliger Kleinarbeit der Schlackebeton aus dem Zugangsstollen entfernt werden. Die Vereinsgründung erfolgte 2007 und es wurden offizielle Führungen angeboten.
Wer mehr Interesse an den technischen Daten hat, hier ein Link.
Atomwaffenbunker
Auf diesem riesigen Kasernengelände befinden sich auch 2 Sonderwaffenlager. Bisher konnten wir dort nur Außenbilder machen, da uns der Zugang zu schwierig vorkam. Jetzt war aber der Tag gekommen und mit Hilfe weiterer Mitstreiter konnten wir in einem hinein gelangen. Der andere bleibt weiterhin verschlossen. Das hinein krabbeln erwies sich als umsonst, die Klappe um hinein zu kommen war verschweißt.
Gebaut wurden sie ab 1952 und hatten eine Fläche von 87×10 Metern. Die anderen Bauten für die Soldaten sind heute schon verschwunden. Wir konnten auch eine Abschussplatte einer SS-4 Rakete finden.
Verwaltungsbau
Auf diesem teilweise aufgegebenen Industrieareal waren wir mittlerweile schon einige Male. Dieses Verwaltungsgebäude aber war bisher nicht zugänglich. Wir finden ein großes Durcheinander vor, wichtige Akten sind hier zurück gelassen worden, es gab ein kleines Labor und auch der Betriebsarzt war hier einmal untergebracht. Dazu in den mehretagigen DDR Bau viele Büro- und Konferenzräume.
Filmarchiv
An diesem Standort entstand in den 1960er Jahren ein Archiv der DDR Filme. Aber auch schon früher wurde das Gelände dafür genutzt. Die meisten der unterirdischen Lager sind verschlossen, eines war offen aber unter der Erde kam kein gutes Gefühl auf und wir erkundeten lieber das Laborgebäude, welches noch einige Hinterlassenschaften bot. Auch einen Luftschutz- und Vorführraum gab es hier.



























































































































































































































































































