Das vergessene Krankenhaus

Dieser Gebäudeteil inmitten eines Krankenhauskomplexes wurde auf Grund von Umstrukturierungen einfach sich selbst überlassen. Heute ist der Verfall schon enorm und das Haus frei von Vandalismus. Ein kompletter Röntgenbereich wurde hier auch zurück gelassen.

Sanatorium

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in einem dichten Waldgebiet ein spezialisierter Komplex zur Behandlung von Lungenerkrankungen und Atemwegsbeschwerden errichtet.

Das Areal diente über viele Jahrzehnte hinweg als Erholungs- und Behandlungsstätte für Arbeiter der umliegenden Schwerindustrie sowie Patienten mit Tuberkulose.
Nach mehreren Modernisierungswellen im mittleren bis späten 20. Jahrhundert verlor der Komplex mit dem Wandel des Gesundheitssystems und dem Rückgang des regionalen Bergbaus an Bedeutung. Um die Jahrtausendwende wurde der Betrieb schrittweise eingestellt, bis die Anlage schließlich vollständig stillgelegt wurde.
Seitdem verfällt das Objekt und ist Witterung sowie Vandalismus ausgesetzt. ‚

Der Komplex wurde in Stahlbeton- und Ziegelbauweise mit mehrstöckigem Haupttrakt und symmetrisch angeordneten Seitenflügeln erbaut. Er hatte mehrere tausend Quadratmeter Nutzfläche verteilt auf Hauptgebäude, Verwaltungsflügel, Wirtschaftsgebäude und Nebentrakte. Es gab eine eigene Kesselanlage zur Wärmeversorgung und ein weitläufiges Leitungssystem im Untergeschoss sowie großzügige Balkon- und Terrassenfronten, die als Sonnendecks für Liegekuren genutzt wurden.

Schaltwarte

Mitten in einer europäischen Großstadt befindet sich eines der beeindruckendsten Relikte der frühen Moderne, eine imposante Art-Déco-Schaltwarte.

1927–1929 entworfen, mit einen ausgeklügelten Tageslichtkonzeption, mit elliptisches, doppelwandiges Glas-Dachfenstern, um den Ingenieuren blendfreies Arbeiten ohne Kunstlicht zu ermöglichen. Der Bunkerraum wurde bewusst im Kern des Komplexes integriert, um im Ernstfall vor Luftangriffen geschützt zu sein.

1914 wurde der erste Kraftwerksabschnitt in Betrieb genommen, dieser diente der Versorgung des städtischen Stromnetzes und des Schienenverkehrs. Dann folgte die Errichtung der ovalen Zentralschaltwarte als technisches und optisches Herzstück der Anlage. In den 1970er–1990er Jahren, gab es technologische Modernisierungen im laufenden Betrieb, die alte Schaltwarte verlor schrittweise ihre primäre Steuerungsfunktion, blieb jedoch erhalten. Aber in den 2000er Jahren dann die endgültige Stilllegung des historischen Traktes und Außerdienststellung der analogen Leitstände.

Wir konnten eines der Top Urbexziele ungestört genießen. Alles verlief nach Plan und man stand endlich in diesem Raum, den man schon so oft bei anderen gesehen hatte.

Wasserwerk

Dieses Wasserwerk wurde in den 1960er Jahren in Betrieb genommen und versorgte den Kreis mit dem kühlen Nass. Wegen des sinkenden Wasserverbrauchs wurde es vor rund 15 Jahren außer Betrieb genommen, blieb aber noch in stiller Reserve. Zwischenzeitlich gab es auch Ideen es wieder in Betrieb zu nehmen. Das Werk besteht aus mehreren Teilen, wir konnten den Filterhallen Trakt besichtigen. Nebenan ist noch die Verwaltung und die Pumpenhalle.

Verwaltung eines Chemiewerkes

Hier wurden einst die Geschicke eines der bedeutendsten Kunststoff- und Chemieproduzenten der Region gelenkt.

Entstanden im späten 19. Jahrhundert ging nach dem Ersten Weltkrieg das Werk in den Besitz eines der berüchtigtsten deutschen Chemie-Kartelle über und wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt.

Nach Enteignung und zwischenzeitlicher Verwaltung durch eine sowjetische Aktiengesellschaft entstand der bekannte Großbetrieb. Als Volkseigener Betrieb war das Werk ein gigantischer Produzent von PVC-Produkten. Mit dem Ende der Planwirtschaft kam der wirtschaftliche Einbruch. Trotz Privatisierungsversuchen musste das Hauptwerk Mitte der 1990er-Seiten schließen. Das riesige Areal wurde weitgehend abgerissen, zurück blieb unter anderem das imposante Verwaltungsgebäude, welches heute unter Denkmalschutz steht.

Wasserwerk

Hier wurde das Kühl- und Brauchwasser für ein Kohlekraftwerk aufbereitet und zur Verfügung gestellt. Uns ist der Name „REAKTOR“ aufgefallen, bisher kam uns dieser Begriff noch nicht unter in einem Wasserwerk. Aber hier wurde das Wasser von Kalk- und Schwebestoffen befreit um Schäden an den hochempfindlichen Wasserkreislauf des Kraftwerkes zu vermeiden.

Vergessene Leuchtkraft

Einst war der VEB das Herzstück der ostdeutschen Lichtkultur aber heute, seit über drei Jahrzehnten sind die Hallen dem Verfall preisgegeben. Während einige Nebengebäude zwischenzeitlich abgerissen oder anderweitig genutzt wurden, bleibt der Kernbereich verlassen, gezeichnet von Vandalismus, Brandstiftung, aber auch faszinierender Vergänglichkeit.

Die Wurzeln des Standorts reichen weit zurück in das 19. Jahrhundert, als die Glasindustrie in der Region durch den Boom neuer Fertigungsmethoden rasant wuchs. Was einst als klassische, privates Unternehmen für Glasveredlung und Formenbau begann, entwickelte sich schnell zu einem unverzichtbaren Zulieferer für Beleuchtungskomponenten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der darauffolgenden Enteignungswelle in der sowjetischen Besatzungszone wurde der Betrieb in einen VEB umgewandelt. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Werk stetig erweitert. In den 1970er und 1980er Jahren ging der Betrieb im mächtigen Kombinat der Sparte Glas auf. Als spezialisierter Betriebsteil der Vereinigten Beleuchtungsglaswerke versorgte der Standort nicht nur die DDR mit Lampenschirmen und Wohnraumleuchten, sondern produzierte auch hochwertige Waren für den Export.

Zum Einsatz kamen sowohl traditionelle, mundgeblasene Verfahren als auch teil- und vollautomatische moderne Glasmaschinen. Das Werk verfügte über eigene, hochgradig spezialisierte Ofenanlagen sowie eigene Gießerei.

Mit dem politischen Umbruch 1989/1990 kam der abrupte Wendepunkt. Der Übergang zur Marktwirtschaft unter der Treuhandanstalt misslang. Der VEB wird privatisiert und in eine GmbH umgewandelt. Doch die Verträge sind wackelig, und die alten Absatzmärkte im Osten brechen schlagartig weg. 1991 erlischt der erste Ofen und ein Jahr später dann kam das endgültige Aus.

Schloss der Innung

Die Wurzeln des Areals reichen bis zu einem mittelalterlichen Vorwerk und späteren Rittergut zurück. Das heutige Hauptgebäude entstand erst im frühen 20. Jahrhundert nach dem Abriss eines stark sanierungsbedürftigen Vorgängerbaus aus dem 16. Jahrhundert. Entworfen wurde das Anwesen von einem bekannten einheimischen Architektenduo.

In den 1930er Jahren kaufte eine regionale Innung das Schloss auf. Nach umfangreichen baulichen Anpassungen diente die Anlage über Jahrzehnte als Meisterschule und Erholungsheim für das Lebensmittelgewerbe. Zu DDR-Zeiten wurde die Nutzung als Handwerker-Erholungsheim nahtlos fortgesetzt. Nach dem Ende der DDR folgte jedoch eine Phase des Stillstands, in der Teile des Geländes und die Nebengebäude – insbesondere der ehemalige Trakt der Fachschule – ungenutzt blieben. Ein vollständiger Verfall konnte abgewendet werden. Das Hauptschloss wurde als Hotel genutzt, aber befindet sich heute in privater Hand und es wurde schrittweise saniert, warum diese Arbeiten aber jetzt abgebrochen wurden ist nicht bekannt.

Märchenwelt

Diese neu gebaute Märchenwelt musst kurz darauf wegen der Corona Maßnahmen schließen, da die Gäste ausblieben.
Als es hier noch brummte, waren einige zehntausend Besucher zu verzeichnen. Ein Paradies für Jung und Alt, die Kleinen konnten sich vergnügen und für die Älteren gab es was kulinarisches.

Unser Besuch war auch ein echtes Erlebnis, alles war ja noch vorhanden und man konnte sich vorstellen wie die kleinen früher hier ihren Spaß hatten.

Jetzt hat die Anlage einen neuen Besitzer und dieser eröffnete 2025 mit einer Neuausrichung, als Mystery-Park.
Der heutige Fokus liegt auf einer mystischen Erlebnisreise mit Escape-Room-Elementen. Thematisch dreht sich alles um eine Legende aus der Zeit von August dem Starken, bei der Besucher in die Rolle von Forschern schlüpfen.

Trödelladen

Dieser kleine Trödelladen ist direkt am Wohnhaus angeschlossen. Über die Geschichte können wir nichts heraus finden. Es gab hier scheinbar nur diesen einen Raum, der als Laden diente. Heute breitet sich hier der Verfall aus und die Feuchtigkeit treibt hier ihr Farbspiel. Im Wohnhaus finden sich viele alte Sachen die den Schluss zu lassen, das die letzten Bewohner auch schon betagt waren. Auch die vorhandene Technik, wie der Röhrenfernseher sind schon mindestens 30 Jahre alt.