Kindersanatorium

Als wir die einsamen Straßen entlang fuhren, vielen uns diese Holzhütten auf die schon so aussahen, als ob sie lange aufgegeben wurden. Es stellte sich heraus, das hier mal ein sowjetisches Kindersanatorium betrieben wurde. Ein verrostet es Schild über dem Eingangstor zeugt noch davon. Weiter Details konnten wir nicht recherchieren.

Die Datcha

Die Gebäude wurden in den 1930er Jahren von Grundbesitzern erbaut. Später, in der Sowjetzeit, wurden alle Gebäude hier an die Stadtverwaltung übertragen.
Das blaue Holzgebäude, war damals ein Urlaubsdomizil für das Innenministerium und den Sicherheitsrat. Der Zugang war nur mit einem speziellen Pass möglich.
Nach dem Zusammenbruch der UdSSR wurde hier ein Kinderlager eröffnet. Im Jahr 2005 wurde das Gebiet aufgegeben und die Gebäude fast zerstört. Im Hof finden wir noch viele Kinderspielzeuge aus Stein.
Heute hängt an dem maroden Geäude ein Verkaufschild und der Garten wird als Weideplatz genutzt.

Kulturhaus ohne Wand

Im Herzen eines abgelegenen Dorfes erhebt sich ein vergessenes Kulturhaus.
Einst, in ferner Vergangenheit, als das Land noch Teil der Sowjetunion war, wurde dieses Gebäude als Ort der Unterhaltung und Erholung für die Bewohner errichtet. Bunte Räume, deren Wände und Decken mit Wandmalereien geschmückt sind, breiten sich in ihrer verwitterten Pracht aus. Das Kulturhaus hat schon bessere Zeiten erlebt, heute ist es stark verfallen. Unter der Last der Zeit sind Wände eingestürzt und Teile der Decke herabgebrochen.

Kulturpalast

In den bewaldeten Hügeln einer ehemaligen Sowjetrepublik verbirgt sich ein monumentales Relikt vergangener Epochen. Ein verlassenes Kulturhaus, das einst als pulsierendes Herz einer ländlichen Gemeinschaft diente und heute den schleichenden Verfall der Post-Sowjet-Ära dokumentiert.
Das Gebäude wurde Mitte des 20. Jahrhunderts im unverkennbaren Stil des sozialistischen Klassizismus errichtet. In Zeiten der Planwirtschaft fungierte es als zentraler Knotenpunkt für Propaganda, Bildung und Freizeitgestaltung der lokalen Kolchosenarbeiter. Neben Theateraufführungen und Filmvorführungen beherbergte der Komplex eine Bibliothek und Räumlichkeiten für die politische Erziehung. Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks und dem Ende der staatlichen Subventionen verlor der Palast schlagartig seine Funktion und wurde dem Verfall überlassen.

Obwohl die Natur sich das Areal sichtlich zurückholt, zeugt die Substanz von massiver, sowjetischer Ingenieurskunst. Der Haupttheatersaal bot Platz für rund 300 bis 400 Zuschauer und verfügt über eine erhöhte Bühnenkonstruktion samt Orchestergraben. wir finden eine weitestgehend erhaltene, opulente Deckenstuckaturen, massive Kronleuchter-Halterungen sowie Reste von Wandmalereien im typisch sozialistischen Realismus.

Kulturzentrum

Dieses Kulturzentrum hatten wir mit wenig Aussicht auf Erfolg auf dem Zettel. Umso überraschter waren wir uns das anschauen konnten. Zugänglich war „nur“ der große Saal mit einigen hundert Plätzen. Ein toller alter Saal aus sowjetischen Zeiten, mit aufwendig gestalteter Decke und roten Sesseln.

Kindergarten

Wo einst das strukturierte Chaos eines sowjetischen Kindergartens herrschte, regiert heute die Natur. Unweit der Schwarzmeerküste, steht ein zweigeschossiges Relikt einer vergangenen Epoche. Das Gebäude wurde in der Blütezeit der lokalen Kolchosen-Wirtschaft errichtet, um den Kindern der Plantagenarbeiter eine Zuflucht zu bieten. Architektur und Struktur folgen den typischen Mustern der damaligen Zeit, geprägt von Zweckmäßigkeit, gepaart mit einem Hauch von Gemeinschaftsstolz. Es ist ein massiver Bau mit den typischen, großzügigen Fensterfronten für maximales Tageslicht in den Gruppenräumen. Das Erdgeschoss beherbergte die Wirtschaftsräume, eine Großküche und die sanitären Anlagen. Im Obergeschoss befanden sich die Schlafsäle und Spielzimmer.

Es gibt einen Raum hier, das absolute Kronjuwel des Objekts. Es handelt sich um die hauseigene Planschwelt bzw. das Lehrschwimmbecken des Kindergartens.

In der sowjetischen Epoche – besonders ab den 1970er Jahren – legte man bei Vorzeige-Kindergärten enormen Wert auf die gesundheitliche und sportliche Förderung der Kinder. Solche „Mini-Thermen“ oder kunstvollen Planschbecken waren der Stolz der jeweiligen Kolchose.

Es war ein Lehr- und Planschbecken, in dem die Kinder spielerisch an das Wasser herangeführt wurden und erste Schwimmübungen machten. Die sowjetische Architektur nutzte Mosaike intensiv als „Kunst am Bau“. Das maritime Thema mit dem Schiff, Wellen und Meeresmotiven sollte eine fantasievolle, anregende Atmosphäre für die Kinder schaffen. Dass das Schiff plastisch von der Decke ragt, macht diesen Raum architektonisch zu einer Besonderheit. Es diente als dekoratives Element, das die Illusion einer echten Küsten- oder Unterwasserwelt verstärkte.

Sporthalle

Diese große Sporthalle war ein Zufallsfund auf dem Weg zu einer anderen Location. Ein ehemals großer Sportkomplex mit Zuschauerrängen. Scheinbar wurden hier die beliebten Sportarten Basketball und Handball gespielt. Es gab Umkleideräume und einen größeren Eingangsbereich.

Gemeindeamt

Im Westen Georgiens, eingebettet in eine Region, die einst für ihren florierenden Teeanbau bekannt war, steht ein monumentales Relikt vergangener Tage. Das einstige Verwaltungsgebäude der dortigen Kolchose ist ein Paradebeispiel für den sozialistischen Klassizismus und den späteren Verfall nach dem Zusammenbruch des Systems.

Errichtet in der Mitte des 20. Jahrhunderts, fungierte der Prachtbau als administratives und kulturelles Zentrum der Region. Es war das Symbol für den kollektiven Wohlstand, der durch den massiven Tee-Export generiert wurde. Es beherbergte Büros und repräsentative Räume. Mit dem Ende der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre kollabierte die zentralgesteuerte Wirtschaft. Die Teefabriken schlossen, die Kolchose wurde aufgelöst.
Heute ist hier nur noch ein sehr kleiner Teil als Büro geöffnet. Der Rest ist dem Verfall ausgesetzt.

Denkmal des Dorfes

In diesem Dorf, befindet sich ein Denkmal für den Zweiten Weltkrieg. In dessen Mitte steht ein Panzer, ein T-34. Im Jahr 1942 sammelten die Menschen dort eine Million Rubel und baten Stalin, dieses Geld für den Bau einer Panzerkolonne – der sogenannten „Georgischen Panzerbrigade“ – zu verwenden und diese in die Ukraine zu schicken, um gegen die Nazis zu kämpfen. Folgendes schickten die Arbeiter an den Führer: „An den Oberbefehlshaber, Genossen Stalin!
Wir, die Kolchosbauern, haben privat eine Million Rubel gesammelt und bei der Staatsbank hinterlegt. Für den Bau einer Panzerkolonne namens ‚Georgischer Kolchos‘. Wir schlagen vor, die mit unserem Geld gebauten Panzer dorthin zu entsenden, wo das Land, die Gewässer und das brüderliche ukrainische Volk vom faschistischen Joch befreit werden.“

Daneben befindet sich ein altes sowjetisches Mosaik, das leider schon verfällt.
Die Szene zeigt ländliche Szenen und Figuren, die typisch für die Darstellung von Landwirtschaft und Arbeitsleben in der UdSSR sind. In der Mitte prangt ein Panzer der scheinbar auf die Dorfaktion im 2. Weltkrieg hinweisen soll.

 

Tierpool

In einem Gebiet eines ehemaligen Instituts, finden wir diesen wunderschönen Kinderpool. Dieser ist liebevoll gestaltet worden. Heute ist er leider ungenutzt und verfällt langsam. Besonders schön sind der Tintenfisch, das Krokodil und die Schildkröte. An den Wänden sind weitere Motive verewigt.