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Kurheim der Stasi

Hier betrieb das Ministerium für Staatssicherheit der DDR ein Kurheim. Das alte Forsthaus wurde in den 1970er Jahren umgebaut. Man findet heute noch einige Überbleibsel davon, wie den aufwendigen Wellnessbereich, mit kleinem Schwimmbad, Sauna und Massageräumen.
Für Freizeit und Kultur war auch einiges vorhanden, wie eine Kegelbahn mit 2 Bahnen. Das doppelflüglige Haupthaus war auch recht imposant, aber heute weitestgehend leer oder vandaliert. Auch finden sich noch mehrere Finnhütten auf dem Gelände. Ein größerer Teich ist heute ausgetrocknet, dieser könnte auch zum Schwimmen geeignet gewesen sein.
Nach der Wende wurde es noch als Kurhaus genutzt, zuletzt war hier eine Gastronomie und ein Bildungsprojekt ansässig, zeitweise waren hier auch, in einer mittlerweile zerstörten Baracke, Flüchtlinge untergebracht.
Heute sind Pläne für eine neue Nutzung aufgetaucht, eine Glaubensgemeinschaft möchte hier ihr Domizil errichten.

Denkmal der Panzerwerkstatt

Dieses Denkmal/Relief ist das letzte Überbleibsel an diesem GSSD Standort. In diesem Bereich befand sich einmal eine Panzerreparaturbasis. Die Hallen werden heute Zivil genutzt und die anderen Bereiche werden gerade mit Einfamilienhäusern bebaut.
Ein typisches Relikt der Russischen Armee, das auf der Stirnseite die Jahreszahlen von 1945 bis 198/9x zeigt. Die letzte Zahl ist abgeschlagen und nicht mehr erkennbar, die vorletzte eher eine 8 als eine 9. Warum dieser Jahresbereich hier dargestellt wurde, erschließt sich uns nicht ganz. Weil auf den Reliefszenen ja eigentlich Kriegshandlungen dargestellt sind. Vielleicht weiß jemand mehr darüber und kann uns weiter helfen?

Die Lokhalle

Ein Abstellplatz für alte Bahngeräte.

Biotankstelle

Diese Biokraftstoff-Tankstelle steht hier als Überbleibsel von was? War hier mal ein kleiner Fuhrbetrieb ansässig? Es steht hier außderdem noch eine große Garage zum Warten von LKW und ein abgebranntes Haus das mal der Firmensitz gewesen sein könnte. Die alten Sat Bilder zeigen fast den gleichen Zustand wie wir ihn jetzt vorfinden. Da die Ausgabe der Zapfsäule noch in DM ist, wird hier wohl auch schon sehr lange Zeit nicht mehr getankt worden sein. Wahrscheinlich wurde die Station aber zum Betanken der firmeneigenen Fahrzeuge genutzt.

Centraltheater

Dieses Theater wurde nach dem 1. Weltkrieg erbaut. Pläne dafür gab es schon früher und das Theater residierte, bis zum Umzug hierher, auch schon an anderer Wirkungsstätte. Zur Eröffnung standen dann hier fast 1.000 Plätze zur Verfügung im Rang und auf dem Parkett. Forthin war das Haus weithin als eines der schönsten Kino- und Theaterhäuser bekannt. Es gab hier auch noch während des 2. Weltkrieges Aufführungen.

Nach dem Krieg wurde es weiterhin genutzt, aber nach den vielen Jahren stand dann auch eine Renovierung an, die lange an verschiedensten Dingen scheiterte. Aber Ende der 1960er Jahre war es soweit, leider verschwanden aber auch viele Einbauten die den früheren Reiz ausmachten. Auch die Platzzahl wurde reduziert und die Kinotechnik erneuert. Jetzt fungierte das Theater als Kino und Konzerthaus, aber auch viele große Festakte wurden hier abgehalten.
Die Einnahmen ließen aber kaum notwendige Instandhaltungsmaßnahmen zu. Es wurden eigentlich nur die notwendigen Arbeiten ausgeführt, so das dann 1990 die sofortige Schließung des Theater erfolgte. Vandalismus zog ein und der Verfall des Bauwerks war nicht mehr aufzuhalten. Auch die Stadt sah sich nicht in der Pflicht.

Vor 20 Jahren erfolgte eine Versteigerung mit Plänen des neuen Eigentümers das Haus wieder zu beleben. Aber bis auf eine Entrümpelung, die das einst so schöne Haus heute im Rohbau erscheinen lassen, ist bis heute hier nichts passiert.

Krystalldisco

Der letzte Betreiber dieses Hauses musste vor 10 Jahren und knapp 20 Jahren Discobetrieb, das Haus schließen. Heute sucht die Stadt einen neuen Betreiber.
Erbaut wurde es aber schon viel früher, zu Beginn des 20. Jahrhunderts als repräsentatives Haus im Ort, diente es im Laufe seiner Nutzungszeit für vielerlei Veranstaltungen. Es wurden hier Versammlungen, Tanzveranstaltungen oder Konzerte abgehalten.
In DDR Zeiten wurde es dann, wie viele dieser Häuser, als Klubhaus genutzt und umbenannt.
Nach der Wende erfolgte dann der Einzug der oben erwähnten Disco. Das Haus wurde aber auch für Feiern, Filmvorführungen oder Konzerte genutzt.

Strumpffabrik

Ein Nachkomme einer Industriellenfamilie, die schon seit Jahren hier Textilfabriken hervor brachte, baute diese Strumpffabrik Anfang des 20. Jahrhunderts.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Unternehmen verstaatlicht und in einem VEB eingegliedert. 25 Jahre später dann noch eine Veränderung, es ging in ein anderes Kombinat. Aber wie viele der Textilfabriken kam auch hier schnell das Aus 1990 und die wurde Fabrik liquidiert. Die Dampfmaschine hier wurde aber erhalten und stellt heute das Schmankerl da. Leider ist auch hier schon der Wertstoff-Vandalismus zu beobachten. Die alte Maschine wird einfach zerlegt und eine Restauration damit immer schwerer.

Die Fuchsbrunnbrücke

Diese Brücke mitten im Wald ist der letzte verbliebene Rest der Bahnstrecke Zwönitz-Scheibenberg. Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Bau begonnen und die Strecke dann 1899 eröffnet. Der größte Teil der Bahnlinie wurde dann nach dem Krieg als Reparationsleistung abgebaut und in die Sowjetunion verbracht. Die verbliebenen Reste wurden dann noch bis 1968 für Güter- und Personenverkehr genutzt. Danach dann alles abgebaut, geblieben ist diese Brücke.
Diese ist 63 m lang und knapp 17 m hoch. Gebaut hatte diese, die Firma Aug. Klönne für 77.000 Mark. 1944 erhielt sie ihren letzten Anstrich. Zuletzt gab es Ideen die Brücke wieder für Radfahrer nutzbar zu machen, aber bisher ist das noch nicht umgesetzt.

Die alte Rennrodelbahn

Auf dem höchsten Berg der DDR, dem Fichtelberg, finden wir heute die Reste einer Rennrodelbahn. Der SC Traktor war hier ansässig und brachte einige gute Sportler hervor. Die Anlage wurde 1967 gebaut, 1969 in Betrieb genommen und nach der Wende aufgegeben. Die Bahn war 1.100 m lang mit 18 Kurve und hatte oben einen Männerstart, dann etwas weiter unten den Frauenstart. Sie bestand aus Betonfertigteilen und war Naturvereist.

Der Bahnverlauf, Quelle: Google Earth – Visualisierung: Urbex BB

Damals galt sie als modernste Anlage in der DDR. Leider verlor sie aber schon kurz nach der Eröffnung an Bedeutung, da in Oberhof eine weitere entstand die noch moderner war und kunstvereist wurde. Damit gab es dort bessere Trainingsmöglichkeiten von September bis April. Man war dort nicht mehr auf den Frost angewiesen.
Auch der viele Schnee am Fichtelberg führte oft zu langen Räumaktionen, bis diese Bahn befahrbar war. Gegen Ende, Mitte der 1980er Jahre wurde die Rennrodelbahn meistens vom Nachwuchs oder für die Vorbereitung auf große Wettkämpfe genutzt.
Nach der Wende, wurde im Zuge von Liftbauarbeiten die erste Kurve abgebrochen und der ehemalige Herrenstart zu einer Hütte umgebaut.

Gaststätte zum Geyer

Diese kleine Gaststätte ist heute leer und man kann schon sagen, entkernt. Im kleinen Saal ist kaum noch Putz an den Wänden. Eine typische Dorfgaststätte, die es fast überall gab, mit Tanzsaal, kleiner Küche und einem Gastraum. Auch hier wurde die Wende scheinbar nicht überstanden und das Haus verfällt immer weiter.