Dieses ehemalige Rittergut wurde dann später zu einem Schloss. Erbaut im 18. Jahrhundert hatte es verschiedene Besitzer unter anderem ein hoher Beamter des Landes.
Auch ein großer Dichter war hier oft zu Gast und Freund der Familie. Nach 1945 erfolgte die Enteignung und Umnutzung als Volks Eigenes Gut (VEG) auch wurden hier dann auch eine Landwirtschaftsschule betrieben.
Zuletzt waren hier hauptsächlich Wohnungen, eine Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie auch der Ortsvorstand untergebracht.
Jetzt beginnt der traurige Teil, es gab einige Versteigerungen, aber das alte Rittergut dient wohl nur als Spekulationsobjekt. Sanierungsmaßnahmen oder Eigennutzung erfolgte nicht. Der Gemeinde sind die Hände gebunden und man hofft mit jedem fremden Auto das der Erlöser vorbei kommt, so wurden wir auch angesprochen ob wir das gute Stück kaufen wollen. Aber wir hatten andere Pläne.
Wir betreten ein altehrwürdiges Gebäude mitten in einer Kleinstadt, das die letzten 130 Jahre als Gefängnis diente.
Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde hier in der jetzigen Form neu gebaut. Es entstand eine Burg die einem Grafen als Schloss diente. In den Folgejahrhunderten weitere Um-und Erweiterungsbauten. Bevor hier ein Zuchthaus einzog diente das Assemble als Amtssitz.
Dann bekam es die endgültige Bestimmung, die wohl auch den heutigen Namen verlieh.
Eine weiter Aufstockung der Etagen erfolge bald. In den knapp 300 Zellen wurden hier die „Gäste“ untergebracht. Zu Zeiten des Nationalsozialismus wurde hier die höchste Belegungszahl erreicht. Auch die Zahl politisch Inhaftierten stieg dramatisch an. Es waren sowohl Männer, als auch Frauen im Gefängnis- und Zuchthausteil untergebracht. Im Krieg erfolgte dann die Belegung mit Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen.
Bis zur Schließung kurz nach der Wende diente das Gefängnis der Inhaftierung politischer Häftlinge.
Seit dieser Zeit steht die alte Burg leer. Ein Verkauf an einen Privatmann brachte bis auf weiteren Verfall nichts. Dieser konnte dann einige Jahre später das Gelände an einen ausländischen Investor verkaufen, der aber bis auf Gespräche über eine Umnutzung auch nichts weiter machte.
Heute konnten wir ohne viel Anstrengung in das Gefängnis „eindringen“ und es erkunden. Leider hat auch hier der Vandalismus Einzug gehalten, aber die Erkundung hat trotzdem großen Spaß gemacht. Das Objekt ist ja auch kein großer Unbekannten in den Explorerkreisen.
Errichtet wirde diese Kriegsschule um 1900 als repräsentatives Gebäude dieser Stadt. Die Militärische Nutzung endete dann nach dem 2. Weltkrieg und viele weitere Nutzer zogen hier ein. Heute ist das Gebäude in privater Hand und es gibt Pläne zum Umbau zu Wohnungen. Die Arbeiten sollten schon längst begonnen habe, aber bisher ist davon nichts zu sehen.
03-2023
Die letzten 9 Bilder der Galerie sind im Jahr 2023 entstanden und zeigen die Zerstörung in den letzten Monaten. Fast alle Wände sind außerdem bekritzelt.
Diese Kaserne wurde von der GSSD auf dem Gebiet der ehemaligen DDR errichtet. Hier wurden keine alten Deutschen Bauten erweitert sondern neu gebaut. Stationiert war hier eine Raketenbrigade mit einigen anderen Truppenteilen die zum Beispiel für die Versorgung zuständig waren.
Dieser knapp 40 Meter hohe Wasserturm diente zu aktiven Zeiten der Versorgung der Kaserne in diesem Gebiet. Er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut und war bis Ende der 1980er Jahre in Betrieb. Ein neues Wasserwerk machte ihn überflüssig. Der Turm steht unter Denkmalschutz und der Aufstieg ist schon mit etwas Anstrengung verbunden aber man hat danach einen sensationellen Blick über das Gelände.
Hier wurde über einige Jahre hinweg die Hinterlassenschaften eines Industriebetriebes entsorgt. Das alles wurde vom Land mit einigen Millionen Euro finanziert, aber scheinbar wurde vergessen den Abbau der Recyclinganlage mit einzuplanen? Oder wurde über eine weitere Nutzung spekuliert, jetzt ist das wohl kaum mehr möglich, da die Wertstoffe schon aus der Anlage verschwunden sind.
Die Umwelt scheint jetzt entlastet, aber diese große Chemieanlage steht ungenutzt in der Gegend, noch ist die Bodenwanne dicht und sammelt das Wasser…aber wie lange noch?
Wir konnten trockenen Fußes die Anlage besteigen und von oben viele schöne Bilder machen und die Aussicht genießen.
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
Recyclinganlage
03-2021 Der Plan dort mal mit Gummistiefeln aufzukreuzen um den unteren Bereich abzulichten bestand ja jetzt schon eine Weile. Da wir in der Nähe waren setzten wir das um. Keinen Tag zu spät, der Abriss hat begonnen. Leider ist unten nun nur noch wenig Wasser vorhanden. Nein das war ein Wasser-Schlamm-Öl-Gemisch. Dadurch waren die erhofften Spiegelungen nicht mehr so ausgeprägt.
Dieses Barockschloss wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Erste Eintragungen von Bauten an diesem Ort stammen schon aus dem 12. Jahrhundert als hier eine Burg erwähnt wurde.
Es gab bis in das 20 Jahrhundert wechselnde Schlossherren, die durch Heirat, Verkauf oder Schenkungen in den Besitz kamen.
Nach 1945 erfolgte die Enteignung der Eigentümer und die Gemeinde übernahm das Haus und brachte unter anderem dort einen Kindergarten unter und richtete Wohnungen ein. Heute sind nur die Nebengebäude genutzt, das Schloss hat Sicherungsmaßnahmen und ein neues Dach erhalten, aber im Inneren ist es leer und wartet auf eine neue Bestimmung.
Die oberirdische Kaserne ist eigentlich nicht mehr so interessant und wird zudem in naher Zukunft einer Wohnbebauung zugeführt.
Dieser Keller steht aber schon seit Jahren Bauchhoch unter Wasser. Jetzt ergab sich die Möglichkeit mit einer entsprechenden Bekleidung diesen zu erkunden…vorsichtig bahnen wir uns den Weg durch das Wasser und dem Müll auf dem Boden.
Wir finden einen Schulungsraum für Panzerfahrer, Modelle eines Geschützturms und von Motoren stehen hier im Wasser und rosten vor sich hin. Eine kleine Werkstatt und viele andere Dinge sind auch noch hier verblieben.
Auf dem Wasser schwimmen, Glühlampen, Getränkeflaschen und Kanister herum.
Die Lichtverhältnisse waren hier sehr schwierig und wir versuchten die Räume so gut es geht auszuleuchten.
Hier wurden bis vor 5 Jahren noch Verpackungen für Lebensmittel produziert. Der Betrieb begründete die Schließung mit der sinkenden Nachfrage nach solchen Verpackungen. Rund 200 Mitarbeiter waren hier beschäftigt und wurden ihre Jobs los. Übrig bleibt ein anderer Standort in Deutschland, der die volle Produktion übernehmen kann.
Was aus diesem Gelände nun gemacht wird ist noch nicht so sicher, Pläne des neuen Eigentümers hier Wohnungen zu bauen, sind noch nicht umgesetzt zu werden. Benachbarte Industrie verhindert das wohl.
Jedenfalls sind die alten Produktionshallen komplett leer geräumt, keinerlei Maschinen sind mehr vorhanden. Nur noch die Technik für den Hallenbetrieb ist vorhanden. Die Verwaltung ist auch leer geräumt, ein paar Stühle und Hinterlassenschaften in der Kantine zeugen von den letzten Arbeitern die hier tätig waren und Pause machten.
Wir haben einen Tipp bekommen, das mitten im Wald dieser eingegrabenen Wohnwagen zu finden ist. Also haben wir uns das mal näher angeguckt.
Warum wurde der hier mitten im Wald eingegraben? Am Ende entdecken wir in der Umgebung dutzende Erdaufschüttungen, die früher mal Deckungen für Fahrzeuge gewesen waren. Bei der Recherche erfahren wir das in diesem Wald früher mal die GSSD Truppen geübt hatten. Was die hier genau gemacht haben können wir nicht in Erfahrung bringen. Dieser Wohnanhänger, oder LKW Aufbau war dann bestimmt ein Aufenthaltsort der Soldaten, ein Loch in der Decke verrät den Schornsteinauslass eines Ofens. Mittlerweile liegt hier der Müll einiger Jahrzehnte, wer bring den denn in den Wald, denn man muss einige Meter laufen bis dorthin.
Das Kindermotiv an der Dachkante gibt aber Rätsel auf. Vielleicht wurde die Behausung nach dem Abzug der Russen in irgend einer Form noch von jemanden benutzt.