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Rittergut Dornenhof

Dieses Rittergut ist heute verfallen. Die Gebäude sind in ruinösem Zustand und der Park ist verwildert. Aber es besteht Hoffnung, da ein Investor hier sanieren will und Wohnungen schaffen möchte. Im Moment ist das alles noch in der Planungsphase.
Wir konnten uns hauptsächlich nur im Haupthaus aufhalten, die Nebengebäude sind so stark verfallen, das sich das Betreten für uns als zu gefährlich dar stellte. Zu den Wirtschaftsgebäuden gab es kein Hinkommen, der ganze Hof ist voll mit Dornen und nur mit körperlichen Schäden wäre ein Besuch machbar gewesen.

Wann wurde das Rittergut erbaut? Wir finden Berichte die vom 18. Jahrhundert ausgehen, zu Beginn des 19. erfolgte dann ein Umbau des Haupthauses. Ein Haus hier soll sogar noch älter sein.
Die Besitzer wechselten hier einige Male und waren bis 1945 immer Adlige, in der DDR enteignet zog hier ein Volkseigenes Gut ein. Nach der Wende stellte dieses VEG seinen Betrieb ein und das Anwesen wurde wieder privatisiert. Eine Nutzung erfolgte seit dem nicht mehr.

Ostener Wäscherei

Leider ist über diese Ostener Großwäscherei nicht mehr viel heraus zu bekommen. Am Ende war sie in einen VEB Verbund mit anderen Wäschereien eingegliedert worden. Was hier aber die Ursprünge waren, lässt sich nicht mehr sagen. Auch sind hier alle Maschinen schon verschwunden. Bis auf 2 große Behälter, einer Waage und einigen Dingen im Lager fanden wir nur noch leere Räume, aber der Verfall war an einigen Ecken schon ganz nett.
Besonders skurril die Ausdünstungen an den Flaschen im Lagerraum.

Gasthof Erbenicht

Dieser Gasthof taucht schon vor über 100 Jahren auf alten Postkarten auf, sonst ist wenig über die Geschichte nachzulesen. Wir erfahren das hier oft die Post ab ging, wenn sich die Bürger dort trafen. Im kleinen Festsaal konnte sicher gut gefeiert werden. Aber wann hier die letzte rauschende Party lief wissen die Leute auch nicht mehr so genau. Irgendwann war der gemeinsame Treffpunkt geschlossen und bietet heute nur noch einen trostlosen Anblick. In der Küche wurde Geschirr und Besteck zurück gelassen, einiges an Einrichtung liegt verstreut herum. Im kleinen Gastraum wächst schon der Farn. Jetzt soll dieser Schandfleck beseitigt werden, Abrisspläne werden schon mal öffentlich kund getan.
Ja zu Erben ist hier wirklich nichts.

Kulturhaus „Sport Frei“

Das ist ein DDR typisches Kulturhaus, gebaut in den 1960er Jahren. Vorhanden war alles was man im kulturellen Leben so brauchte, ein großer Festsaal, ein kleinerer Saal mit Bar der zuletzt wohl auch als Disko genutzt wurde.
Und sehr beliebt war auch das Kegeln, das hier auf einer 2 Bahnenanlage ausgeübt werden konnte.

Die Kristallglasfabrik

Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier mit Glas gearbeitet. Die ganze Region hier hat eine lange Glastradition.

Diese Fabrik war zu Beginn immer in Familienbesitz und die Söhne des Erbauers führten 2 dieser Betriebe. In Zeiten des 2. Weltkrieges wurden dann kriegswichtige Gläser hergestellt. Danach, ab den 1950er Jahren, wurde wieder eine zivile Produktion von Glas aufgenommen und es erfolgte die Trennung der beiden Fabriken. Die schwierigen Jahre des Industriezweiges in den Jahren vor der Wiedervereinigung machte auch hier nicht halt, Die Zahl der Mitarbeiter musste verringert werden um dem Konkurrenzdruck aus dem Ausland gewachsen zu sein.
Aber die Schließung war nicht aufzuhalten und erfolgte dann zu Beginn des 21. Jahrhunderts, nach mehreren Firmenübernahmen. Eine Nachnutzung von Teilen des Geländes schien die Lösung. Viele kleinere Firmen siedelten sich an, sogar eine Autowerkstatt fanden wir. Aber vor ein paar Jahren verließen die letzten Nutzer das Gelände und seit dem verfällt es.

Die große Produktionshalle hatte schon beeindruckende Ausmaße, zu Beginn prasselte der Regen auf das Blechdach und erzeugte eine gespenstige Geräuschkulisse. Bei der Erkundung fanden wir hinter jeder Ecke andere Maschinen und Gerätschaften, sogar ein riesiges Hochregallager war hier noch vorhanden.

Alte Schleif

Zuerst möchten wir uns an dieser Stelle beim Verein insbesondere Herrn Pfeffer bedanken, der uns diesen Besuch unkompliziert ermöglicht hatte. Damit kamen wir in den Genuss dieses Industriedenkmal zu erkunden.

Als wir die „Alte Schleif“ betraten, bemerkten wir, das überall dieser rote Staub lag. Was müssen das damals für Arbeitsbedingungen gewesen sein, auch heute noch ist der Schleifstaub in jeder Ritze vorhanden. Die Lichtverhältnisse hier waren anspruchsvoll, obwohl es Beleuchtung gegeben hätte, wollten wir es ohne versuchen um den Charakter eines stillstehenden Betriebes zu wahren.

Zur Geschichte:
Die Glasschleiferei ist ein der letzten die es hier mal im 19. Jahrhundert gegeben hatte. An der Naab nutzte sie die Wasserkraft, um das noch blinde Flachglas durch Schleifen und Polieren durchsichtig werden zu lassen. Das wurde mit der sogenannten Potte, einem Eisenoxid erledigt. Dadurch ergibt sich die rote Farbe der gesamten Produktionsanlage.
Die 150 Poliertische wurden über Transmission angetrieben. Auch beide Kriege überdauerte die Alte Schleif, aber als die Rentabilität nachließ wurde der Betrieb 1954 geschlossen. 1990 wurde sie in die Denkmalliste aufgenommen und in den folgenden Jahren erfolgte eine aufwendige Sanierung.

Die Hütte

Mitten im Wald an einem kleinen See liegt „Die Hütte“. Ein Anwesen in das man sich verlieben könnte, wenn man Abgeschiedenheit sucht. Ein kleiner 3 Seitenhof, an der Stirnseite eine Scheune in der einige skurrile Sachen gelagert werden. Wir finden eine Kirchenorgel, einen alten Schlitten, Fischernetze und ein paar Möbel.
Im Haupthaus sieht es so aus, als ob eine begonnene Renovierung nie zu Ende geführt wurde. Die Spinnweben hier sind schon sehr alt…wann das hier aufgegeben wurde wissen wir aber nicht.

 

Blue Sand Room

An der Weberei des letzten Beitrags gibt es auch noch eine aufgegebene Wohnsiedlung. Bekannt war der blaue Raum, ein mal schönes Motiv. Aber jetzt ist hier alles beschmiert und die Möbel teilweise zerstört. Die Räume hier sind alle in schönen Farben gestrichen, aber leider hat der Vandalismus hier kaum noch was sehenswertes hinterlassen.

Die Familienweberei

Als Handweberei tauchte dieser Standort schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf. Ein paar Jahrzehnte später wurde hier dann erweitert und eine Weberei entstand, die mit Wasserkraft betrieben wurde. Der letzte Eigentümer, nach dem diese Weberei benannt wurde, übernahm sie in den 1870er Jahren und baute sie weiter aus. Es wurde um eine Färberei und Bleicherei erweitert. Auch zogen die Fabrikanten hier ein, auch für die Arbeiter wurde Wohnraum geschaffen. In den Zeiten des 2. Weltkrieges musste auf Grund von Geldschwierigkeiten zwangsverwaltet werden, aber nach dem Krieg ging es wieder im alten Besitzt weiter. In den Folgejahren schwankte die Belegschaft von über 200 bis zu nur 20, auch mit der veralteten Technik wurde gekämpft. Die Fabrik war bis zu ihrer Schließung zu Beginn des 21. Jahrhunderts größtenteils immer im Familienbesitz.

Man muss sagen, das wir solch einen verlassenen Ort bisher noch nicht gesehen haben, dafür hat sich die weite Anreise auf jeden Fall gelohnt. Kaum Vandalismus auch nach einigen Jahren Leerstand. Im Verwaltungsteil sind schon einige Schmierereien vorhanden, aber die Masse an Technik die hier noch steht ist sehr beeindruckend.
Wenn man dachte das war es, tauchte ein weiterer Raum auf in dem eine Maschine stand. Durch das Alter der Fabrik, ist diese auch sehr verwinkelt und man kann nur hoffen das wir alles gesehen haben.

Galerie 1 „Die Fabrik“

Galerie 2 „Der Verwaltungs- und Wohnbereich“

Der Autofriedhof

Mitten auf dem Land in Tschechien befindet sich dieser Autofriedhof. Es stehen hier auch viele deutsche Modelle. Ein Teil der Autos sind Opfer eines Brandes geworden, ob durch Brandstiftung oder durch einen Defekt wissen wir nicht. Scheinbar wurde der Schrottplatz danach aufgegeben. Denn mittlerweile ist er zugewachsen, sogar durch die Stoßstangen wachsen die Bäume. Die Modelle die hier stehen sind alle älteren Datums, wir denken das hier seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr viel passiert ist.