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Die kleine Molkerei

Leider konnten wir vor Ort und im Netz keine relevanten Informationen über diesen ehemaligen Betrieb heraus finden.

Früher gab es hier im Ort mal eine Bahnverbindung mit Haltepunkt, die aber seit Mitte der 1995 Jahren nicht mehr existent ist.
Um was handelt es sich hier aber? Wir denken auf Grund der gefundenen Einbauten an eine Molkerei. 3 geflieste Becken und ein offener Stahlbehälter deuten auf so etwas hin. Weiterhin wurde scheinbar auch viel Wärme gebraucht, die Heizanlage war schon groß dimensioniert. Das Verwaltungsgebäude war innen demoliert und Teile der Anlage werden auch heute noch als Abstellplatz für Fahrzeuge genutzt. Es gab keine Modernisierung nach der Wende, alle Einbauten stammen noch aus der DDR Zeit. Deswegen wird die Schließung auch kurz nach der Wende zu datieren sein.

Gutshaus Oregano

Die Ursprünge des Gutshauses reichen bis in das 18. Jahrhundert, als hier die Ortschaft wieder aufgebaut wurde.
Mitte der 1800er Jahre gelangte das Gutshaus in den Besitz einer Industriellenfamilie. Die Enteignung nach 1945 folgte dann eine sozialistische Nutzung, man brauchte hier eine Schule unter. Nach der Wende gab es einen neuen Träger, der hier ein Altersheim unterhielt. Beliebt war das Haus nicht, die Abgeschiedenheit ergab kaum Abwechslung für die hier untergebrachten. Wenn man sich heute die leeren Zimmer ansieht, war das Haus an sich auch kein Ort zum Wohlfühlen.
Als das Altersheim vor 15 Jahren geschlossen wurde, gab es einen privaten Eigentümer.
Bis auf das leer räumen des Hauses und ein paar angefangenen Renovierungsarbeiten scheint seit dem aber nichts mehr passiert zu sein. Außerdem fanden wir wir viele ungeöffnete Briefe einer Firma für Organische Produkte die mittlerweile nicht mehr existiert.
Wie es scheint ist der Aufbau dieses Betriebes hier gescheitert.

Haus Gartenzwerg

Ein kleines Dorf in Brandenburg, hier wohnt nur noch der Gartenzwerg.

Was ist das Schicksal dieses kleinen Hofes? Wir finden Forderungen von Versicherungen über kleine Beträge, Reichtum war hier sicher nicht vorhanden. Die Ausstattung ist alt und vermutlich hat hier ein älteres Paar gelebt. Gab es keine Verwandten die sich hier noch kümmern? Nach dem Verlassen wurde das Haus sich selbst überlassen, alles ist zerwühlt aber scheinbar noch fast alles vorhanden. Das geschah vor rund 10 Jahren, die Kalender stehen beim Jahr 2008.
Wie immer sind wir hier schnell wieder weg, das ist mir nichts in vielen dieser persönlichen Sachen zu stehen.
Auch will man hier niemanden über den Weg laufen um sich zu erklären.
Ein paar Bilder sind es doch geworden.

Fernwärmekraftwerk

Wie in der DDR üblich wurden auch in dieser Stadt das Neubauprogramm voran getrieben, die Versorgung mit Warm- und Heizwasser erfolgte meist durch ein Fernwärmeversorgung. So auch hier, als das Heizkraftwerk als Zentrale Versorgung der umliegenden Häuser diente. Es gab mehrere Kohlekessel in diesem Kraftwerk. Genaueres, wie Baujahr oder Zeitpunkt der Stilllegung konnten wir leider nicht heraus finden. Seltsam ist, das es in der Nähe noch ein 2. Fernwärmekraftwerk gab, das auch heute noch die Versorgung hier übernimmt. Ein neues ersetzte vor einigen Jahren aber das alte Bauwerk.
Wie es scheint hat dieses hier die Wendejahre nicht überstanden. Leider sind hier auch schon viele Schmierfinken tätig gewesen und verschandelten das Gesamtbild. Im Versorgungstrakt regiert noch der alte DDR Charme.

Ferienlager Peugeot

Inmitten eines aufstrebenden Ortes, an einem kleinen See, blieb diese Zeitkapsel erhalten.
Im Sommer sicher total zugewachsen wird man das alte Ferienlager kaum mehr erkennen. Der Winter ließ es zu das man es fast gefahrlos erkunden konnte. Die Bungalows waren massiv gebaut, was so nicht immer üblich war. Die Bauweise ähnelte sich, es gab in jeder Abteilung ein Wohnzimmer, 2 kleine Schlafzimmer, sowie Küche und Bad.
Ein Gemeinschaftssanitärbau, der schon eingestürzt ist, rundet die Anlage ab. Sicher einmal ein idyllischer Ort, jetzt ist es aber trostlos hier. Vandalismus hat dem Lager zugesetzt und auch der Zahn der Zeit nagt an der Substanz, wie es schien ist hier seit über 20 Jahren nichts mehr passiert.

Funksendeamt

Die NVA Luftstreitkräfte hatten für den Verteidigungsfall 4 Funksendeämter vorgehalten. Dieses FSA war ein zweietagiger Bunker und wurde Ende der 1960er Jahren erbaut. Es wurden noch 2 weitere, baugleiche im Gebiet der DDR errichtet.
Die Sender standen im Bunker, die Antennen waren in unmittelbarer Nähe montiert da deren Abstand zur Sendeeinheit nicht so groß sein durfte. Die Notstromversorgung bestand aus 3 Dieselaggregaten. Bis zu 75 Personen war hier die maximale Belegung. Die Bundeswehr übernahm noch kurz das Bauwerk, aber es wurde nicht mehr genutzt und auch bald ausgeschaltet. Die Renaturierung erfolgte, in dem die oberirdischen Bauwerke verschwanden.

Chemiewerk Synthese

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann sich hier die Industrie anzusiedeln. Zuerst wurden Rohstoffe für Bekleidung hergestellt. Später wurde hier umgestellt und chemische Zusatz- und Grundstoffe produziert.
In Zeiten des 2. Weltkrieges sind hier leider auch viele Zwangsarbeiter eingesetzt worden um kriegswichtige Stoffe herzustellen. Das Werk wuchs inzwischen auf über 2.000 Beschäftigte heran.
Ab 1945 erfolgte dann die Umwandlung in einen VEB, hier wurden Bestandteile für Kosmetik oder Arznei produziert. In den 1990er Jahren erfolgte dann die Privatisierung. Heute sind hier große Teile ungenutzt, aber in anderen Bereichen werden weiter Chemikalien produziert.

Auch hier waren wir zu einem 2. Besuch, diesmal haben wir uns etwas weiter auf das Gelände gewagt und wieder interessante Gebäude gefunden. Was hier früher so genau gemacht wurde, erschließt sich trotzdem nicht mehr. Da auch diese Hallen weitestgehend leer waren, aber in der Abendsonne gelangen noch schöne Aufnahmen.

Vom Rittergut zum Volksgut

Die letzte öffentliche Erwähnung dieses ehemaligen Rittergutes ist eine Versteigerung vor ein paar Jahren, in der es für nicht mal 40.000 Euro weg ging. Seit dem scheint aber hier nichts passiert zu sein. Wahrscheinlich dient es eher der Spekulation, als einem Neuanfang. Der Kaufpreis liegt bei rund einem Euro pro m².
Was lässt sich zur Geschichte sagen? Die Entwicklung der Liegenschaft beginnt kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert, als es verkauft wurde und der neue Eigentümer begann es Auszubauen. Das Gutshaus wurde neu errichtet und Nebengebäude wie Ställe und Scheunen gebaut.
Die Rote Armee übernahm das Anwesen nach 1945 und nutzte es kurzzeitig als Versorgungsstation, bis es wieder an den Kreis zurück gegeben wurde. Mit Gründung der DDR entstand hier ein landwirtschaftliches Volksgut mit allem was so dazu gehört. Nach der Wende erfolgte dann die Abwicklung durch die Treuhand, aber wie es scheint konnte die Firma, welche den Zuschlag bekam, damit nichts anfangen.
Heute sind große Teile durch Brände zerstört oder zugemauert, wie die alte Brennerei.

Panzerkaserne

Diese Kaserne wurde ab 1933 errichtet. Nach dem 2. Weltkrieg nutze die Rote Armee das Gelände bis 1993. Jetzt sind hier nur noch die großen Wohnblöcke übrig geblieben. Teile davon wurden schon renoviert und werden als Schule genutzt. Aber viele Häuser fristen einen Dornröschenschlaf und sind leider auch gut gesichert. In ein paar kamen wir aber hinein, innen nicht viel Sehenswertes. Es gab sicher einmal ein Zeit ohne Sicherung, in der dort viel heraus geholt wurde. Wir fanden noch einige Wandbilder und der Keller voller Wasser waren die Höhepunkte.
Bisherige Versuche Teile zu verkaufen scheiterten, auch eine Umnutzung für Flüchtlinge wurde nicht realisiert.

Friedhof der Jagdflieger

Diese Jagdflugzeuge russischer Bauart stehen auf einem Flugplatz als kleines Museum. Neben den 3 hier gezeigten existieren noch 2 weitere die aber nicht auf dem Flugfeld stehen.

Die beiden MiG waren früher zu Schulzwecken eingesetzt, einmal eine MiG21-21U-400 als Schuldoppelsitzer und eine MiG-U-600 als Trainer. Genutzt wurden diese früher in der NVA und dem Nachfolger, die Bundeswehr. Die Suchoi SU-22M-4 ist im Vergleich zu den MiG’s schon eine andere Nummer, alles an ihr wirkt gewaltiger. Das Flugzeug wurde auch als Jagdbomber eingesetzt und war für den Tiefflug ausgelegt.
Das ist schon ein imposanter Anblick wenn man so nach an diesen Waffen ran kommt, fast in „freier Wildbahn“.
Der Flugplatz wurde 1934 als Militärflugplatz erbaut und im 2. Weltkrieg wurden hier Flugzeuge gewartet. Die Sowjets konnten dann damit nichts anfangen und demontierten die Anlagen.